Bienen nehmen Futter nicht an.

  • Mal nur so `ne Idee:


    Unter den Boden der Beute eine Leerzarge auf ein einfaches Brett stellen.
    In die Leerzarge ein mit Sand gefüllten, im Backofen erwärmten Sandsack legen.
    Futterzarge ganz oben drauf.


    Ob in der aufsteigenden Wärme Futter abgenommen wird...?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Hardy,
    ja, hier hat man früher auch gewärmte Backsteine unter die Korbvölker geschoben.
    Und in einem alten Bauernkalender, aus der Zeit, wo die Monate noch mit -ung endeten, stand auch was von Füttern im Winter.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    kannst Du dazu was Näheres mitteilen?
    Erfolg, Mißerfolg...?


    Bisher ging es ja bei Notfütterung darum, erwärmtes Futter oben aufzusetzen.
    Sie haben also erstmal einen kalten Aufstieg vor sich.


    Mit Wärme von unten kämen sie im warmen Luftstrom nach oben.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • . Ich hab auch Völker, die noch nicht voll sind, sondern zwischen 7 und 9 Rähmchen.



    Werde mit die FT morgen beim vdB holen, die haben eine eingebaute Schwimmhilfe.


    Hallo BeeTV,


    wieviel Kilo Futter haben dann nun deine Völker? Alles was JETZT noch über 10 Kilo hat, sollte bis mindestens Ende März ohne Problem klarkommen. Bedenke bitte, dass morgen wahrscheinlich der letzte (richtige) Flugtag für die Bienen vor dem Winter sein könnte! Was ist, wenn die Bienen das Futter nicht annehmen oder einfach irgendwo in Massen unverdeckelt lagern? Wann willst du noch die Annahme kontrollieren und den Restfutter entfernen? Das Restfutter oder vom Wintersitz weit weg gelagertes und offenes Futter könnte verschimmeln, und wenn sie alles ins Brutnest eintragen (und das frisch eingetragene Futter landet meist zuerst ins/ums Brutnest), dann sitzen die Bienen "kalt" auf das Futter, was ihnen nicht gut tut!
    Ich finde es heikel SO SPÄT im Jahr zu füttern, vor allem, wenn man nicht weiß, ob sie noch Platz dazu haben, denn du meintest auch, du hast Ableger und wahrscheinlich haben sie nicht alle Waben ausgebaut!


    Wenn diene Völker über 10 kg Futter noch haben (wiegen!), dann würde ich dir raten, sie momentan in Ruhe zu lassen und ab März die Futtermenge in Auge zu behalten. Zur Not kannst du in April mit Honig oder Honigfutterteig notfüttern.



    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Anlegen können sie doch nahezu alle.
    Nur Haushalten tun die wenigsten.


    Lokale Anpassung würde helfen.
    Und dann stellte sich auch die Frage nach besonders gelben Bienen nicht mehr.
    (Merksatz für angehende Jungimker: Bienen sind keine Zierfische. :wink:)

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Langfristig hilft nur, wieder Zucker in den Boden zu bekommen und von da aus ständige Trachten.


    Um 1900 gab es 2,6 Millionen (!) Bienenvölker in Deutschland. (Nach Angaben von Gerstung.) Heute sind es gerade Mal 0,5 Millionen oder 500.000 Völker. Und trotzdem hungern die Völker, wenn man sie nicht bewegt. Daran krankt es doch.


    Von einem Bundesministerium und von der Industrie muß man sich vorhaltenlassen, daß der Ertrag pro Volk in den letzten Jahren gestiegen ist. Das ist aber auch ein Kunststück, wenn es immer weniger Bienen gibt. :roll:


    Das kann aber auch nicht die Lösung sein. Wir brauchen wieder Trachten rund ums Jahr und das geht nur über die ganzen Unkräuter, die heute weggespritzt werden. Wir brauchen wieder nachhaltig genutzte Flächen, die Natur zumindest ein Stück weit zulassen.


    Wir müssen die Landschaft renaturieren, denn auch ein Bien lebt nicht als Insel, sondern eng verwoben mit der Landschaft. Und nur wenn die Landschaft gesund ist, kann auch der darin lebende Bien darin gesund bleiben. Wie sollen die Bienen auf ihrem eigenen Honig gesund bleiben, wenn im Honig, im Pollen und im Wasser überall Insektizide und Fungizide zu finden sind?

  • Gut und schön.


    Doch Dein Vergleich hinkt:


    Um 1900 gab es 2,6 Millionen (!) Bienenvölker in Deutschland... Heute sind es gerade Mal 0,5 Millionen ... trotzdem hungern die Völker, wenn man sie nicht bewegt.


    Die Biene ist nicht mehr die gleiche. Nicht einmal annähernd!
    Auch deshalb hungern die Brutmonster!


    (Zur Vergleichbarkeit der Zahlen: Deutschland hatte damals auch andere Abmessungen.)

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Na, dann "lese ich mal nach" bei...?


    Anhand deinen Worte erkenne ich, daß Du nicht den Hauch einer Ahnung davon hast, wie viele Bienenvölker unterschiedlichster Rassen zu dieser Zeit - und auch schon hundert und zweitausend Jahre (Römerzeit) zuvor -, in Europa hin- und hergeschuffelt wurden. :-D Da bekommt der Begriff "Völkerwanderung" eine ganz neue Bedeutung. Auch damals gab es schon Italiener hier, noch und nöcher. Lese mal nach. :daumen:

  • Niemand hat gesagt, es hätte vorher nie eine leichte Vermischung stattgefunden.
    Besonders südlich des Limes.


    Die Ausrottung angepasster lokaler Bienen ist jedoch ein Werk der letzten 100 Jahre.
    Und da gibt es nichts dran zu rütteln.

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Megachiropter ()

  • Aber selbstverständlich gibt es daran was zu rütteln, denn diese Behauptung entspringt ja nur deiner Vorstellung, wie es vielleicht gelaufen ist. Und an Vorstellungen muß man rütteln, bis was Gescheites herausfällt.


    Nennst Du mir deine Primärquellen, bei denen ich nachlesen kann? Ich habe eigentlich fast alle mir bekannten deutsch- und englischsprachigen Bücher von 1568 bis 1900 im Bücherregal stehen. Und gelesen. :daumen: Bin aber gern bereit, nochmal nachzuschlagen, falls ich was überlesen habe.