Mellifera-Pflanzenschutzsymposium

  • Hallo Bernhard,


    und hier wird der Versuch näher beschrieben: http://www.honeybee.neurobiologie.fu-berlin.de/Reception%20&%20Learning%20of%20Electric%20Fields%20ESM.html


    Wie im Text dieses Links (http://www.fu-berlin.de/presse…013/fup_13_060/index.html) ausgeführt, wäre die Honigbiene das erste bekannte Landtier, welches sich über elektrische Ladungen austauschen kann.
    Bei den Filmen und Beschreibungen über den Schwänzeltanz hieß es zwar immer, sie würden im dunklen Stock mit ihren Fühlern die Schwingungen der Vortänzerinnen abnehmen, aber in den Filmen waren relativ wenige direkte Berührungen zu sehen, soweit ich mich erinnern kann.


    Die elektrischen Ladungen können sie auch so abnehmen. :wink: Dann wäre die Natur schon früher auf das 'Morsen' gekommen! Forschungsaufgabe: Entschlüsselung des 'Bienenmorse'. Hurra, wir könnten dann endlich direkt Kontakt mit unseren 'Sonnenvögelchen aufnehmen! :wink:
    Herzlicher Gruß
    Andreas

  • Es wundert mich, daß nicht mehr auf dieses Thema einsteigen.
    Für mich stellt sich damit auch die Frage, was passiert, wenn man offene Drahtböden hat?
    Ist die Wachsschicht auf der Biene isolierend genug, bzw. welchen Einfluß auf die Bienen haben Metallteile, elektrisch gesehen? Und dann sähe die Nummer mit den Hochspannungsleitungen und Handyfunkmasten evt. auch wieder ganz anders aus.....:confused:
    Sehr komplexes Thema.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,


    Es wundert mich, daß nicht mehr auf dieses Thema einsteigen.


    Das wundert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Müsste sich der Imker zwischen Smartphone oder Bienchen entscheiden, dann gäbe es halt eher kein Honigbrot mehr, dafür ginge der Trend ganz klar in Richtung Honig-App. Das verhält sich bei dieser Problematik so ähnlich wie bei den Landwirten, die mit bloßen Händen und ohne Atemschutz ihre Spritzmittel anrühren.



    welchen Einfluß auf die Bienen haben Metallteile, elektrisch gesehen


    Aus physikalischer Sicht reflektieren sämtliche leitenden Metallteile diese elektromagnetischen Wellen. Einzelne Drähtchen (Wabendraht) sind da wohl eher zu vernachlässigen. Ein Drahtgitter ist aber bereits als Fläche zu sehen. Genau wie ein Maschendrahtzaun oder eine Blechgarage. Je enger das Drahtgeflecht, desto größer ist die reflektierende (und damit abschirmende) Wirkung. Je nachdem auf welcher Seite man sich befindet.


    Elektromagnetische Wellen erden sich gewöhnlich am Boden (außer bei Schnee), bei Drahtgittern am Beutenboden werden die verhackstückten Wellen in die Beute zurückgeworfen, egal aus welcher Richtung sie zuvor gekommen sind. Deshalb lieber auf Plastikgitter umsteigen, auch wenns nicht Öko ist. Damit hast Du einen Platten weniger am Imkerwagen.


    Beste Grüße
    Sven

  • Hallo Sven!
    Würden zur Abschirmung der Wellen die von Imkermeister Beer propagierten Wärmebretter (Diskussionen liefen darüber hier im Forum) auf dem Edelstahlgitter genügen? Mit Plastikgitter bin ich vorsichtig, da ich wegen Ratten oder Mäuse (?) im Herbst schlechte Erfahrungen habe.
    Genügt ein Sperrholzbrett (ca. 5/6 mm stark), welches ich im zeitigen Frühjahr nach Beseitigung des Totenfalls, auf das Edelstahlgitter lege und bis zur Einwinterung darin belasse, um refelektierte Wellen abzuschirmen?


    Herzliche Grüße


    Andreas