Schwarmfangkiste Selbstbau mit Stückliste und Bildern

  • Hallo Forum


    Anbei mal eine kleine Beschreibung und ein paar Bilder http://www.flickr.com/photos/102136376@N06/ meiner Schwarmfangkiste.


    Hergestellt aus 8mm Pappelsperrholz (zugeschnitten im Baumarkt), genagelt und geleimt. Ich verwende immer PU Leim, da wasserfest und wenn trocken absolut unbedenklich. Die Scharniere und Beschläge sind mit 3x10 mm Holzschrauben befestigt, der Haltegriff mit durchgehenden M6 x 20 incl. Unterlagsscheiben.
    Als Gitter habe ich die Reste meiner Varroagitter genommen und einfach von innen festgetackert.


    Die Klappe vor dem Flugloch ist aus einem Rest der Ausschnitte ca 80x 60 mm. Das Scharnier muss eingelassen werden sonnst ist der Spalt zum Kasten zu groß. Ich habe zusätzlich festgeleimt, da nur noch 6 mm Holz stehen bleiben. Die Schrauben habe ich abgefeilt, nach dem reindrehen, da ich keine kürzeren habe.


    Hab die Kiste aussen noch 1 mal mit Holzöl eingelassen, da Pappelholz schnell vergilbt.


    Durch Zufall habe ich festgestellt, dass in den Griff eine Gardena Teleskopstange passt. Habe mir an den Griff der Kiste noch ne Mutter anschweißen lassen und ne Flügelmutter reingedreht damit es besser hält (ist nicht auf den Fotos). Habe es mit 2kg Gewicht in der Kiste getestet, man kann die Stange bis 3,90 m ausziehen und sie hält. Somit habe ich eine Reichweite von fast 6 m nach oben.
     
    Stückliste:
    - 2x Boden/Deckel 400 x 296 mm
    - 2x Seiten 280 x 300 mm
    - 2x Vorder-/Rückseite 400x 300 mm
    - 2x Scharnier 80 x 30 mm (komplett Aussenmaß)
    - 2 Kistenverschluss 50 x 15 mm
    - 1x Scharnier 40 x 40 mm (komplett Aussenmaß)
    - 1 Tischfuß 200 mm lang
    - eine paar Nägel und Schrauben und Leim


    Kosten im Baumarkt ca 15 Euro komplett. Ich denke der Zusammenbau erklärt sich aus den Bildern. Wer Fragen hat einfach melden


    Grüße


    Steffen

  • Hi,


    eine fast baugleiche habe ich 'geerbt' und damit vor sieben Jahren meinen ersten Schwarm gefangen. Hing ungefähr auch 6m hoch und die Teleskopstange ist abgeknickt. War nicht so lustig... Ich hoffe, daß Dir das nicht passiert. Ich würde jedenfalls immer das Schwarmrohr vorziehen.
    Abgesehen davon sieht die Kiste gut aus, sauber :daumen:!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • oh je, wenn das man Henry sieht ;-)


    Beste Grüße
    Hartmut


    Kannst Du es nicht tarnen? So nach dem Motto: alle sehen es nur Henry nicht? :)
    Aber ernsthaft, wir haben ein ähnliches Ding auch mal gehabt. Es war viel zu schwer und zu unhandlich. Unser damaliger Imkerpate war aber ganz angetan von dem Ding. Wir bleiben bei einem Eimer auf einer Teleskopstange.
    Ich finde es aber trotzdem klasse wenn Leute ihre gebauten Sachen vorstellen.
    Gruß Harald

    Man kann auch ohne die Imkerei leben. Nur nicht so schön!

  • Zitat

    oh je, wenn das man Henry sieht ;-)


    Also irgendwie hab ich das Gefühl es häuft sich gerade mit den Selbstbauern und ihren Berichten und Anfragen hier. Kann es sein das das alles gescholtene Anfänger aus Henrys Kursen sind die sich so an ihm rächen wollen?? ;)

  • Also jetzt mal bitte für Blonde: Die Kiste hat doch einen Klappdeckel. Der muss ja wohl auf sein, wenn man das Ding per Teleskopstange unter den Schwarm bugsiert. Und dann? Springen/fliegen/fallen die Damen vor Schreck rein? Man rüttelt kräftig, damit sie reinfallen? Und wenn sie drin sind, dann kippt man das Gebilde schräg nach unten, mit offenem Deckel? Oder muß man vorher ein 6 Meter tiefes Loch graben, in das man dann schnell die Stange versenken kann, um die Kiste aufrecht stehend abzuschrauben?


    Weil ich mit der Vorstellung vom handling schon überfordert bin, bleibe ich vorerst mal bei der Kombination Leiter und Hobbock mit nassem Lappen oder Deckel drauf. Ich habe sogar schon Menschen erfolgreich Schwärme in blaue Müllsäcke schütteln sehen. Temporär versteht sich. Gewichtstechnisch unschlagbar.

  • Benutzung:
    - Kiste öffnen
    - Kiste in die Hand oder Kiste auf Stange


    Bei Stangennutzung
    - Stange auf gewünschte Höhe ausfahren
    - schütteln, stochern wie auch immer
    - Stange wieder langsam einfahren, geht suppi mit dem Gardenateil
    - Deckel schließen
    - Kiste von Stange
    - Kiste umdrehen und Flugloch öffnen
    - fertig


    Bei händischer Nutzung dito nur ohne Stange :-)


    hat dieses Jahr gut geklappt mit beiden Varianten.


    Die Stange hält sogar die leere Kiste wenn ich sie waagerecht halte, bei voller Länge


    Steffen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von neffets () aus folgendem Grund: ergänzung

  • Kisten oder Henrys Rohre sind mir zu unpraktisch und zu schwer.
    Auch reicht mir die Höhe nicht. Mit meiner Vorrichtung (Teleskopstange) komme ich auf 10 Meter.
    Sitzen sie höher müssen sie sehen wie sie klar kommen.
    Leiterklettereien sind mir ein Greuel... - außer Feuerwehrleiter.


    Ich habe mir für meine Teleskopstange ein Sturmband (Dachstuhl-Equipment) zum Ring gebogen, ein zweites Band als Halbkreis, also vorne gerade.
    Meine Homequeen hat mir je einen Beutel dazu genäht, mit Schlaufe unten dran.


    Mit dem Teleskop schicke ich erst eine Druck-Blumenspritze hoch und betätige sie an einem langen Faden.
    Sind die Bienen naß, nehme ich, je nach Bedarf einen der beiden Fangsäcke.
    Damit streife ich die Bienen ab.
    Bisher hatte ich spätestens nach dem 3. Versuch die Königin mit erwischt.


    Nochmal Wasser in den Beutel sprühen und ihn dann in die Beute kippen, Beutel abkehren (einige wollen halt nicht loslassen) und auf`s Einlaufen warten.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Was erwartet Ihr? Die Kiste ist Müll! Wer bienisch denkt und schonmal paar Schwärme fing sieht das.


    Sie ist weder durchdacht noch ausprobiert.


    Laßt mich nur mal die Lüftung nehmen. Die ist im Deckel. Der Deckel ist aber eigentlich der Boden. Auf dieser Lüftung muß die Kiste jedoch immer stehen, denn gegenüber ist das sperrige Teleskopanschlußtubus fest montiert. Die Lüftung ist ohne Unterbau also nie nutzbar. Sie ist an der falschen Stelle. Dann gibt es weiter kleine Gitter. Das sind die die frei bleiben. Beim Transport. Aber auch wenn das zu hoch liegende Fluglöchlein offen ist und die Kiste auf dem Boden oder im Grase steht. Warum sollten die Bienen das kleine Flugloch als Eingang finden, wenn rechts und links Postkartengroße Duftlöcher offen sind? Sie werden außen Klumpen auf den Gittern bilden, was des Thema Belüftung umgehend ganz beendet. Einen Grund in das Löchlein - weit ab der Gitter - reinzugehen haben die nicht. Der Duft kommt von woanders her.


    Und ein Klappdeckel ist auch Unsinn. Seit Jahren bauen Imker Schwarmfangkisten, deren Deckel abnehmbar sind, weil man damit den Schwarm aus der Kisten hebt und über der Beute durch einen Schlag abwirft. Deshalb heißt das Einschlagen. Diese Kiste hier kann garnicht sorum stehen, daß der Deckel Deckel ist. Stünde sie so, hingen die Bienen an der Lüftung und verstopften diese und abheben könnte man den Deckel dennoch nicht, denn er ist ja angescharniert. Dafür muß der auch immer mit in den Baum obwohl ihn oben keiner zumachen kann. Alle sinnvollen Schwarmfangkisten haben deshalb geschlossene abnehmbare Deckel die mit nur zwei Überwürfen perfekt halten. Wo um himmelswillen ist der Vorteil eines festen Deckels an der Kiste? Und warum sind da Lüftungsgitter drin, wenn die Kiste entweder auf diesen steht oder die Bienen daran hängen?


    Es ist wie immer! Hauptsache Farbe dran ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • So vielleicht ist das mein letzter Post hier im Forum aber jetzt muss es mal raus.


    Die Kiste ist ein Nachbau einer Käuflichen Variante, welche aber satte 60 Euro kostet.
    Wer sie nicht nachbauen oder nutzen will muss es nicht.
    Es ist keiner gezwungen meine Posts zu lesen oder zu kommentieren.


    Ich habe die Kiste im Kofferaum, in der Kiste ist ein Imkerkittel, ein Schleier, Wasserflasche und Besen. Absolut Platzsparend und gut zu transportieren. Es muss nicht eine extra Beute , bzw 3 x 2m 100er KG Rohr durch die Landschaft geschleift werden.


    Wer die Funktion der Kiste nicht versteht sollte sie auch nicht falsch erklären.


    Es scheint so das die Bienen in Deutschland doch eine unterschiedliche Intelligenz haben. Die schwäbischen hier haben dieses Jahr 3 mal den Eingang in die Kiste gefunden. 1x bei meinem Schwarm und 2x als Helfer für Imkerkollegen.


    Und nun zum Schluss noch ein paar Fragen:


    Wer von euch kocht noch selber, obwohl es Fertigessen gibt ?
    Wer von euch hat schonmal beim Auto Reifen gewechselt, obwohl es Werkstätten gibt?
    Und warum habt ihr Bienen wenn es doch ausgebildete Imkermeister gibt ?


    Und genau aus diesem Grund gibt es Selberbauer, weils Spaß macht oder weil man es unter Umständen auch selber gelernt hat.
    Und nur Tüfftel und Erfindergeist hat den Fortschritt gebracht.


    Hätte niemand mit Magazinen experimentiert und gebastelt hätten wir heute noch die Zeidlerei

  • Nu sei mal nicht sauer... Meine Schwarmfangkisten waren bisher auch nicht perfekt. Doch durch Austausch mit den Hobby-Kollegen lernt man, es zu verbessern und auf Details zu achten. Oder wolltest Du jetzt nur Lob ernen, hier im Forum voller Könner und Kritiker, und keine Hinweise abkriegen?


    Klar funktioniert Deine Kiste, Papierkorb geht ja auch und andere Notlösungen.


    Die Kiste ist ein Nachbau einer Käuflichen Variante, welche aber satte 60 Euro kostet.


    LG


    Auch die käuflichen waren nicht gut. Das Argument, das man so etwas kaufen kann, also muss es ja gut sein, finde ich süß. Kaufst Du alles, was es im Handel gibt?


  • Die Kiste ist ein Nachbau einer Käuflichen Variante, welche aber satte 60 Euro kostet.


    Nur weil die ein Imkerhandel etwas zum Verkauf feilbietet muss es nicht heissen, dass man nicht ohne auskommt oder gar dass nichts besseres existiert.


    Bestes Beispiel: das Weiselbecherformholz, welches ich mir gekauft habe, um schön umständlich Weiselbecher aus Wachs herzustellen. Dass man dabei noch nen Wachsbecher mit Wasserbad, ne Herdplatte, Holzstopfen undne passende Zuchtlatte braucht ist mir bei der ersten Benutzung klar geworden. Jetzt liegt das Ding un der Bienenwerkzeugkiste rum und ich benutze Nicot-Becher, weil viel viel einfacher.



    Und genau aus diesem Grund gibt es Selberbauer, weils Spaß macht oder weil man es unter Umständen auch selber gelernt hat.
    Und nur Tüfftel und Erfindergeist hat den Fortschritt gebracht.


    Die Frage ist nur: wo ist bei deiner Kiste der Tüftel und Erfindergeist und warum möchtest du nicht vom Tüftel und Erfindergeist der Leute hier im Forum partizipieren?


    Da fällt mir ein: Ich kenne einen Imker, der war letztes Wochenende mit dem Auto unterwegs, als sich plötzlich und ohne Vorahnung *zwinker zwinker* der Auspuff auf die Straße gelegt hat. Zum Glück hatte dieserjenigewelche noch ne Rolle Rähmchendraht im Kofferraum:
    *rödel* *rödel* und schon war der Endtopf wieder halbwegs fest.


    *dumdidum* ;)


    Stefan

  • Doch kann ich.


    Es wird hier sobald das Wort "selbst" vorkommt kritisiert ohne das man das System bzw den Hintergrund etc verstanden hat.


    Es werden Aussagen und Wertungen getroffen die auf reiner Spekulation basieren.


    Mit meinem Post wollte ich eine Anregung geben für eine sichere und einfache/günstige Art ohne Leiter einen Schwarm zu fangen.


    Wenn ich zum Beispiel hier lese... (Sorry muss ich jetzt als Beispiel nehmen)
    Da nehm ich lieber meinen Hobbock und feuchte Lappen und ne Leiter...
    frage ich mich wirklich und ich war lang bei der Feuerwehr,
    wie solche Leute in 5 m Höhe auf einer Anlegeleiter in einem Baum FREIHÄNDIG einen Schwarm gefahrlos in den Hobbock bekommen.
    Den Aufwand mal vernachläsisigt, wie Leiter auf bzw im Auto verkehrssicher verstauen. Hobbock und Beute einpacken. Beute vorher herrichten usw.


    Aber ich kommentiere es nicht sondern denke mir meinen Teil, da jeder seinen Weg finden muß aber man darf doch Anregungen und Ideen geben.


    Nachtrag da noch zwei Posts dazwischen kamen:


    Nein ich wollte kein Lob ernten sondern nur eine Anregung geben.


    Der Tüftel liegt daran eine sehr einfache Konstruktion zum machen die jeder mit einem Hammer, einem Schraubenzieher, einer Tube Leim, einem Tacker einer Feile und ein paar Schrauben und Nägel zuhause auf seinem Esszimmertisch realisieren kann.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von neffets () aus folgendem Grund: Nachtrag