Video vom Flugloch

  • Hallo beisammen,


    gebe hier mal ein kleines Video vom Flugloch zum Besten, aufgenommen am 15.09.13 zur Mittagszeit. An dem Tag hat es immer mal wieder geregnet.


    Und habe natürlich ein paar Fragen:
    In der Beute wohnt mein erstes Jungvolk. Am Abend zuvor habe ich mal wieder 1 kg Zuckerwasser 3:2 gefüttert. Mir fällt jedesmal am Tag nach der Fütterung auf, dass die Bewegungen am Flugloch total hektisch sind, wie man hier deutlich sieht. Frage mich latent ob hier nicht auch Räuberei im Spiel ist. In der Nachbarschaft, im Umkreis von <400m, gibt es mehrere Bienenvölker. Das Gewicht der Beute scheint aber nach meiner ungenauen Kofferwaage stetig zuzunehmen, wenn auch nicht 100% des Zuckers in den Waben anzukommen scheint (wahrscheinlich verstoffwechseln die Mädels einfach einen Teil direkt...). Zu erkennen sind auch viele kleine weiße Krümelchen an der Beutenwand. Das sind mal mehr und mal weniger. Was kann das sein?


    Lustig auch die Rauferei mit der Wespe im Mittelteil...



    Ach ja, habe gelesen dass es hier zum guten Ton gehört, wenn man sich vorstellt, bevor man frech Fragen stellt. Habe daher mein Liedchen mal in meiner Biografie -> "über mich" gesungen. Und dass erwartet wird die Groß-Taste zu benutzen wie es sich gehört. Ich gebe mir Mühe :wink:


    Überhaupt finde ich, dass in diesem Forum relativ wenige Fotos und Videos verlinkt werden. Dabei sagen Bilder manchmal mehr als 1000 Worte...


    Frage an die Regie: Schade dass ich offensichtlich keine Fotos hier direkt hochladen kann. Warum nicht?



    Viele Grüße aus dem verregneten Süden

  • Hallo,


    ich finde das völlig OK,
    die dunklen, glänzenden, das sind die alten Tanten der Flugbienen.
    Wie man sieht, haben sie bei Fütterung jetzt alle Beine voll zu tun, Pollen massenhaft anzuschleppen.
    Die ganz hellen, dicken, fludigen Pollenhöschen sehen aus, wie Nachtkerzenpollen oder von der FLockenblume, der ist ein bißchen klebrig.
    Wenn Du guckst, wo sie überall um das Flugloch herumlaufen, bis sie auch mal reindürfen, dann sind das verlorene Klebe-Pollenteilchen an der Beutenwand.
    Es ist viel Betrieb, an so einem kleinen Flugloch gibt das ein wenig Staueffekte. Bei doppelter Fluglochgröße sähe es vermutlich schon ruhiger aus. Allerdings sieht man ja auch, dass sie so verteidigungsmäßig gut klarkommen.


    Grüße


    Marion


    Und ja: direktes Hochladen nur so, nicht erpresserisch,
    mehr als gerechtfertigt,
    kein Vergleich zu einem Lehrbuch!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Apibus


    ich sehe bei dir auf dem Video, auch nur das Problem eines zu kleinen Flugloches.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich habe mir das Video nochmal angeschaut, eindeutig zu kleines Flugloch. Die Pollenträger wollen rein, konnen aber nicht weil viele Bienen rauswollen. Zum Schluß sieht man dann Bienen die es endlich geschafft haben rauszukommen, die fliegen auch nicht schnurstracks weg, wie bei einer Räuberei, sondern schauen sich um an was das wohl liegt das sie nicht raus können. Du solltest den Keil drehen und wenigsten das halbe große Flugloch den Bienen zur Verfügung stellen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Hallo Apibus,
    die Rauferei finde ich nicht so lustig. Meist gewinnt die Wespe.
    Ich habe hier eine richtige Plage an zwei Standorten.
    Ansonsten finde ich Dein Filmchen gut gemacht.
    Gruss, Christian

  • Ich weiß nicht - mir gefällt der Zickzackflug nicht. Das suchende Umherlaufen an der Beutenwand. Ein paar haarlose Bienen. Vor dem Flugloch scheint das Anflugbrett auch viel dunkler. Klebt es?

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Hallo,
    wie schon hier gesagt wurde, das Flugloch doppelt so groß und alles ist in Ordnung.
    Die kleine Rauferei mit der einen Wespe ist kein Grund zur Sorge.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Danke an alle an die zahlreichen Antworten!


    Hallo Apibus


    ich sehe bei dir auf dem Video, auch nur das Problem eines zu kleinen Flugloches.


    Hallo, Flugloch vergrößern!
    Gruß Falko


    Jawollja! Ich hatte das nur aus Angst vor Räuberei klein gemacht. Habe den Keil vorübergehend mal ganz entfernt, siehe dieses Filmchen. Inzwischen habe ich es auf halbe Breite eingelegt. Das scheint mir ganz vernünftig zu sein.


    Hallo Apibus,
    die Rauferei finde ich nicht so lustig. Meist gewinnt die Wespe.


    Es sind zum Glück nur vereinzelt Wespen zu sehen. Meist 1 oder höchstens 2 die um die Beute herum schwadronieren. Interessant finde ich, wie schnell sie tote Bienen wegräumen. Da ist alles blitzsauber vor der Beute. Wenn eine Biene mit einer Wespe kämpft, dann balgen sie sich eine Weile, und irgendwann sucht die Wespe das Weite. Habe bei mir noch nie beobachtet, dass eine Biene dabei draufgeht.



    Ansonsten finde ich Dein Filmchen gut gemacht.
    Gruss, Christian


    Danke!


    Ich weiß nicht - mir gefällt der Zickzackflug nicht. Das suchende Umherlaufen an der Beutenwand. Ein paar haarlose Bienen. Vor dem Flugloch scheint das Anflugbrett auch viel dunkler. Klebt es?


    Naja, der Zickzackfug und die haarlosen Bienen war auch das was mir Sorgen gemacht hat. Aber es klebt definitiv nichts, und es sind auch keine abgefressenen Bienenbeine o.ä. zu finden. Die Gewichtszunahme der Beute beim Füttern scheint mir auch OK. Also toi toi toi :wink:

  • Hallo beisammen,


    gebe hier mal ein kleines Video vom Flugloch zum Besten, aufgenommen am 15.09.13 zur Mittagszeit. [...]


    Und habe natürlich ein paar Fragen:
    In der Beute wohnt mein erstes Jungvolk. Am Abend zuvor habe ich mal wieder 1 kg Zuckerwasser 3:2 gefüttert. Mir fällt jedesmal am Tag nach der Fütterung auf, dass die Bewegungen am Flugloch total hektisch sind, wie man hier deutlich sieht. Frage mich latent ob hier nicht auch Räuberei im Spiel ist. In der Nachbarschaft, im Umkreis von <400m, gibt es mehrere Bienenvölker. Das Gewicht der Beute scheint aber nach meiner ungenauen Kofferwaage stetig zuzunehmen, wenn auch nicht 100% des Zuckers in den Waben anzukommen scheint (wahrscheinlich verstoffwechseln die Mädels einfach einen Teil direkt...). Zu erkennen sind auch viele kleine weiße Krümelchen an der Beutenwand. Das sind mal mehr und mal weniger. Was kann das sein?


    Hallo zusammen,


    jetzt grabe ich diesen Beitrag nochmal aus, nachdem ich heute mal die Gewichtsaufzeichnungen von der Auffütterung vom letzten Herbst analysiert habe und dabei folgende Beobachtung gemacht habe:


    Mitte August begann ich mit der Einfütterung meines ersten Jungvolkes. Die Beute wog vor der Einfütterung 24kg. Die Einfütterung erstreckte sich über ca. 5 Wochen bis Ende September. Ich habe dabei 15kg reinen (Haushalts-)Zucker (in Wasser gelöst: 0,7l Wasser pro 1kg Zucker) in 1kg-Portionen gegeben. Nach der Einfütterung betrug das Beutengewicht 33kg. Das Beutengewicht hatte also nur um 9kg zugenommen. Wenn man mal davon ausgeht, dass die Bienen in diesen Wochen noch Läppertracht eingetragen haben und sich der Verbrauch mit dem Eintrag die Waage hält, dann wurden rund 1/3 des eingefütterten Zuckers geräubert.


    Haltet Ihr diese Sichtweise für plausibel?



    Heute am 23.02. übrigens wiegt die Beute noch 28kg. Es müssten also noch deutlich über 4kg Zucker drin sein.

  • Die erste Frage ist doch: wann genau am Tag hast du gefüttert?
    Abends ne halbe Stunde nach Sonnenuntergang gibt zu 100% keine Räuberei, wenn nicht schon vorher eine im Gange war.
    Aber spätestens am 3. Tag des Fütterns warten die Bienen schon drauf...:Biene:
    Tagsüber zu füttern ist Eselei in trachtarmer Zeit.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen