Ablegerfütterung bei niedrigen Nachttemperaturen

  • Liebe Imkergemeinde,
    nachdem ich bereits seit einiger Zeit quasi als passives Mitglied Eure Beiträge verfolgt habe, möchte ich heute erstmalig eine Frage stellen, die mir aktuell unter den Nägeln brennt:
    Seit einer Woche bin ich dabei, meine vier Ableger aufzufüttern. Da hier in der Osteifel für kommende Nacht Tiefstwerte von ca. 5 Grad gemeldet sind, habe ich Bedenken, ob die Ableger ihr (aufgrund der Zusatzzarge für den Futtereimer zweizargiges) Magazin ausreichend warm halten können.
    Soll ich also die Fütterung unterbrechen und auf eine Zarge zurückbauen, bis die Nachttemperaturen wieder ansteigen (ist ab Donnerstag zu erwarten), oder mache ich mir hier unnötig Sorgen?


    Danke im voraus,
    Rainer

  • Hallo Rainer!


    Würd mal so sein lassen! Aber Deine Vorgehensweise für das nächste Mal (Jahr) vorher überdenken.


    1. - Ableger - wie stark? 1 Zarge voll? Dann kein Problem mit einem Futterkübel in der 2. Zarge
    2. - Ableger - wie stark? weniger als eine Zarge? Dann ist eine Futtertasche, oder auch ein Adamfütterer vielleicht die bessere Wahl.


    Ich selbst hab noch drei Kunstschwärme - die zwar schwach gebildet wurden (nur 6 Waben im August) - aber noch durch Päppeln größer werden können.
    (Warmhalten!!! - wenn sechs Waben - dann nur sechs Waben + Futtertasche als Futtermöglichkeit und Schied).
     
    Wir alle lernen aus unseren Unzulänglichkeiten. Ich selbst Tag für Tag.


    Vg Ruth

  • Hallo Ruth,


    vielen Dank für Deine Einschätzung!
    Die Ableger sind unterschiedlich stark. Ich werd's dann tatsächlich davon abhängig machen, wie ich weiter vorgehe. Bei den beiden starken werde ich die zweite Zarge drauf lassen.
    Mit Deinen Kunstschwärmen wünsche ich Dir viel Erfolg!


    Gruß
    Rainer

  • Sorry, wenn das jetzt schräg rüberkommt, aber warum legst du dir keine ordentlichen Futterzargen zu?
    Da ist der Wärmeverlust minimiert durch den schmalen Aufstieg.
    Und solange sie Futter abnehmen, ist alles okay.
    Eimer sind Mist.
    Ich hab heute abend gefüttert, und erst waren keine 10 Bienen am Futtergitter.
    Da wir sie aber auch auf leichtes Klappern trainiert haben, waren 3 Minuten später jeweils mehr als 100 Bienen dran. Das Futter wird trotz der sinkenden Temperaturen noch vor Mitternacht verarbeitet sein.
    Morgen früh werden nur noch 2-3 Bienen in jeder Futterzarge sein - das Alarmkommando, falls doch noch was nachkommen sollte.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Nein, das kommt ganz und gar nicht schräg rüber!
    Ich bin als (fortgeschrittener) Anfänger für solche Hinweise sehr dankbar.
    Meine Beuten stammen überwiegend von einem älteren Imker, der sie selbst gebaut hat. Von Futterzarge war hier nie die Rede.
    Bin allerdings inzwischen dabei, diese "Selbstbauten" nach und nach gegen vernünftiges Material zu tauschen. Dabei werde ich dann
    darauf achten, gleich eine Futterzarge dazu zu kaufen.


    Danke sehr,


    Rainer

  • Hallo Rainer,
    die Wärmeverluste lassen sich minimieren, wenn Du über den Waben eine Folie mit Ausschnitt für die Öffnung
    (der Siebbereich im Deckel) legst.
    Auch ein Deckel mit entsprechender Öffnung verschafft Hilfe.
    Diese haben die Hersteller meist in ihrer Produktpalette.
    Futterzarge ist das Nonplusultra!
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo


    ich habe dieses Jahr meine Magazine, mit dem Fluglochfütterer aufgefüttert, ist eine prima Sache. Der Nachteil ist, man kann nur immer einen Liter füttern, kosten aber nicht viel. Das wäre für Ableger, auch für deine, eine mögliche Lösung, da die Bienen das Futter unter dem Bienensitz aufnehmen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Ich hab heute abend gefüttert, und erst waren keine 10 Bienen am Futtergitter.
    Da wir sie aber auch auf leichtes Klappern trainiert haben, waren 3 Minuten später jeweils mehr als 100 Bienen dran.


    Hallo Sabine,


    wie warm oder kalt war es denn bei dir? Aktuell sind bei mir im Futterdom immer nur zwischen 10 und 20 Bienen. Es werden einfach nicht mehr. Eben war richtig viel Flugbetrieb. Vielleicht liegt es auch daran. Der Senf blüht bei uns. Von solchen Werten wie bei dir kann nur träumen. Bei mir steht das Api Gold schon seit fast 2 Wochen im Futtertrog.


    Gruß
    Frank

  • Gestern abend waren es 7°C, aber sie kennen die Futterzeit - ich füttere nicht alles auf einmal, und es ist 28° warm. Die Invertase arbeitet um 28°C am besten, deshalb kommt der Futterpott für 3 Stunden in eine Bain-Marie.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wer nur kleine Mengen füttern muss (kleine Ableger) der kann auch mit umgedrehtem Glas mit TO Deckel und Löchern in diesem füttern . Ein Loch in der Größe des Deckels in die Folie geschnitten, 2 Stäbchen quer über das Loch um ein wenig Abstand zu haben, Glas umgedreht darüber stellen, fertig.
    Macht man das direkt über dem Bienensitz, wird auch bei Kälte abgenommen.


    Ist aber Spielerei und nur für geringe Völkerzahlen.

  • Hobbit : ich würde bei den aktuellen Temperaturen nie große Mengen auf einmal füttern - die werden u.U. zum Kühlblock und entziehen dem Volk zuviel Wärme.
    Mir ist es den Aufwand wert, in kleinen warmen Mengen zur immer gleichen Zeit zu füttern - man lernt über die Jahre doch was dazu.
    (und nein - ich mach das nicht bei allen so, normal bin ich früh mit Einfüttern fertig, aber ich hab ein paar "Speshul Snowflakes", die sind es mir wert.:wink:


    Zu spät füttern ist genauso besch*****, wie zuwenig füttern, und dann im März irgendwie noch Futter in die Bienen zu bringen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Da wir sie aber auch auf leichtes Klappern trainiert haben, waren 3 Minuten später jeweils mehr als 100 Bienen dran. Das Futter wird trotz der sinkenden Temperaturen noch vor Mitternacht verarbeitet sein.
    Morgen früh werden nur noch 2-3 Bienen in jeder Futterzarge sein - das Alarmkommando, falls doch noch was nachkommen sollte.:wink:


    Hallo sabi(e)ne,


    wie meinst Du das mit dem Training auf leichtes Klappern?



    Schöne Grüße

  • Moin,
    wir haben ja oben auf den Futterzargen Plexi liegen (zum besseren Beobachten ohne Wärmeverlust :wink:), und seit dem Anfang des Fütterns jedesmal ein bißchen draufgeklopft und immer kurz nach Sonnenuntergang gefüttert.
    Das führte dann dazu, daß schon nach ein paar Tagen jeden Abend mehr Bienen oben schon warteten, und auf das Klopfen jede Menge nach oben kommen.
    Und nein, tagsüber sind nur wenige Bienen da oben - die kennen tatsächlich die Uhrzeit, wann die "Nacht-Zuckerblüte" honigt.:wink:
    Es macht Spaß, ihnen zuzusehen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen