Umweiseln Ende September oder Anfang Oktober ?

  • Soll ich Euch mal gestehen, wie ich umgeweiselt habe? :oops:
    Alte von der Wabe genommen, abgedrückt, in ein Gläschen Honigwasser geworfen, geschüttelt,
    die neue aus dem Käfig genommen, da rein getunkt,
    auf die Stelle auf der Wabe gesetzt, wo die Alte weggenommen wurde.


    Ich gebe zu, dass das bei jetzt 8x, 1xig nicht geklappt hat bei meinem Patenkind ausgerechnet,
    wobei da anschließend unabgesprochen AS-Verdunstung mit engem Flugloch lief und unklar ist, was zu was geführt hat. Jedenfalls lag sie erst vier Tage später draußen.
    Ansonsten immer einwandfrei.
    Dazu muß ich sagen, dass das Königinnen aus einem Vollvolk waren und nur sehr kurz unterwegs.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Drobi,


    mit den zwei Dadantwaben erwische ich zu dieser Zeit wahrscheinlich die meiste Brut, aber auch wenn Brut da bleibt bin ich mir fast sicher, dass es auch gut klappt.
    Die Junge Kö kommt ja mit ihrem ganzen Völkchen rein, ihre Töchter verteidigen sie und verteilen ihren Duft, bis sie von allen anderen angenommen wird. Die Ableger sind von Ende Juni und wissen wie der Hase läuft :)


    Wenn ich zwei Ableger, die eine Beute teilen, vereinigen, ziehe ich nach Entfernung einer Kö ja auch nur die Trennwand weg, die fremde Kö wird nicht gestochen, obwohl der Ableger seine ganze Brut behält.


    Es muss nicht immer klappen, aber wie edlBeeFit auch meinte, das ungestörte Verhalten der Kö und die Jahreszeit spielen eine wichtige Rolle bei solchen Aktionen.


    Marion :
    Du machst ja Sachen, geht's auch wenn ich statt der alten Kö eine Wespe im Glas schüttele? Die tun mir weniger Leid als eine Kö :lol:
    Jetzt im Ernst, hast du's ohne der alten Kö ausprobiert? Vielleicht klappt es genau so gut!!
    Bei mir kam einmal eine Postkö nach 4 Tagen Posttransport fast ersoffen im Futterteig an. Viele Begleitbienen waren schon tot und die Kö zappelte noch aber sie war total nass. Als ich das gesehen habe, habe ich die Beute mit dem vor 3 Tagen entweiselten Schwarm schnell geöffnet und obwohl er noch Stifte und NSZ von der alten Kö gehabt haben sollte, habe ich die nasse Kö einfach rein geschmissen und sie lebt immer noch :)


    Wenn der Kö-Duft wenig Rolle spielen sollte, dann sollte das Honigwasser ausreichen!


    lg salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

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  • Ja. Und es reicht :wink:
    (ich hab auch schon Altköniginnen als Rückversicherung noch geparkt, statt sie ins Honigglas zu bugsieren)
    Ich bin recht überzeugt davon, was Bruder Adam zum Umweiseln gesagt hat.
    Und nee, nix leid tun. Geschüttelt wird die abgedrückte Alte. Dann läuft das ganz ruhig ab. Die wenden sich der Neuen, lediglich einmal eingetunkten sehr liebevoll und putzend zu, während Madame in aller Ruhe über die Wabe läuft und froh ist, nicht mehr eingesperrt zu sein und wieder in einer Wabengasse leben zu dürfen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,


    Umweislungsmethoden die noch nicht mal zu 90% funktionieren kann man ja nicht gerade als erfolgreich bezeichnen!?


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Hallo Ulrich!


    Ich kenne Bienenhalter, die schaffen im jahrelangen Mittel max. "traumhafte" 50%...
    Finde 90 % recht vielversprechend!

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)


  • Hallo Drobi noch mal,


    ich habe heute dann alle Völker auf Annahme der jungen Kö kontrolliert und die Kö nachträglich gezeichnet.
    Alle 8 Kö sind noch da und haben die einfache Umweiselung durch einhängen der Ablegerwaben samt Kö überlebt.
    Ich habe auch heute die benachbarten BW angeschaut und da war bei allen Völkern offene Brut von der alten Kö da. Also die Methode klappt zur dieser Zeit auch ohne Entfernung der Brut von der alten Kö.
    Ich habe die jetzt gezeichnet und da mache ich mir ehrlich gesagt mehr Sorgen, dass sie nach meinem Einsetzen auf der Wabe gestochen werden, als bei der Umweiselung.


    Es ist zu spät im Jahr und ich wollte nicht nochmal die Kasten aufmachen, ich habe einen Teppich vor den Fluglöcher gelegt, und nur wenn ich das rote Zeichen vor oder unter einer Beute finde, werde ich kontrollieren.
    Ich hoffe die Bienen werden meine verspätete Eingriffe verzeihen.


    lG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Hallo Marcus,


    dieses Zusetzverfahren klappt (fast) immer, egal zu welcher Jahreszeit. Ich hatte mit dem Aufsetzen eines Begattungsvölkchens noch nie einen Verlust erlittet, ja, konnte sogar mehrfach auf diese Weise buckelbrütige Völker heilen. Hier stimmt einfach die alte Lehrmeinung nicht. Das kann man getrost in allen Imkerbüchern streichen.


    Eine Königin im Begattungskästchen steht bei immer immer noch herum, bereit für irgend einen Notfall, der sich aber wohl nicht mehr ergibt. Warten wir's ab.
    Gruß
    KME