Zuckerlösung nach Sirupfütterung

  • Hallo,


    ich suche gerade herum und finde weder den Thread wieder noch sonst eine Aussage oder Erfahrung zu der Aussage, die ich in meinem Kopf habe,
    dass eine Kombination von Zuckerfütterung mit Sirup nicht gut sei oder schief geht oder was auch immer.
    Spättracht und Sirup kommen auch gemeinsam rein.
    Beide Futtersorten nicht zum Einfüttern miteinander zu mischen ist klar.
    Was ist mit zB. Restfütterung wenn erst Sirup verwendet wurde, es fehlt aber noch was zum Gesamtgewicht?


    Wie sind da Eure Erfahrungen?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    ich mach das jedes Jahr, wenn mir der Sirup ausgeht. Ich bestelle nämlich immer nur so viel Sirup, wie ich sicher aufbrauchen kann da mir der Lagerraum für frostfreie Lagerung fehlt. Der Rest wird mit Zucker aufgefüttert.


    Heuer hab ich z.B. als erste Gabe 5 Liter Zuckerwasser gegeben, da zu dieser Zeit immer noch Melitracht war. Ich hab mir halt gedacht, das das ganze so etwas "ausgedünnt" wird.


    Ich hab da keine großen Bedenken. Beweise dafür hab ich allerdings keine. Konnte aber keine negativen Folgen erkennen welche ich auf die Mischung zurück führen würde.

  • Hallo Günther,

    Ich bestelle nämlich immer nur so viel Sirup, wie ich sicher aufbrauchen kann da mir der Lagerraum für frostfreie Lagerung fehlt.


    was passiert denn mit gefrorenem und wieder aufgetautem Sirup? Bei uns frieren jeden Winter einige (wenige) Kanister (Reste der Einfütterung) durch, da wir auch keine Möglichkeit zur frostfreien Lagerung haben. Die verwende ich dann ganz normal im nächsten Jahr (meistens für die Ableger). Bis jetzt konnte ich keine Nachteile erkennen, deswegen würden mich Deine Erfahrungen interessieren. Viele Grüße, Brigitta

  • Hallo,


    ich hab keine Erfahrung damit, da ich ja alles aufbrauche. Auf dem Container steht halt frostfrei. :confused: Ich bestelle lieber jedes Jahr frischen. Wenn ein paar Liter (alles bis 50 Kg) über bleiben, würde ich mir die Arbeit machen und die in den Keller tragen, war bis jetzt aber nicht der Fall.

  • Eine 80%ige Saccharoselösung gefriert bei ca -35 Grad Celsius. Ich glaube daher nicht, dass ein Sirup im Winter frieren kann.

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Hab mich falsch ausgedrückt: Meinte Frost ausgesetzt (hier so max. -14 °C/-15°C). Ich glaub auch nicht, dass der Sirup gefroren war, habe allerdings ehrlich gesagt es nicht überprüft. Ich gehe davon aus, dass der Sirup sehr zähflüssig war und der Kunststoffkanister sehr spröde. Deshalb habe ich die Kanister lieber in Ruhe stehen gelassen. Ich kaufe den Sirup auch lieber frisch ein, nehme allerdings immer soviel mit, das es auf jeden Fall reicht. Da bleiben dann immer Reste. Und die würde ich ungern wegkippen. Und habe sie bis jetzt auch immer für die Fütterung der Ableger im Juni verwendet. Ohne einen Nachteil zu erkennen. Deswegen meine Frage. Kann ja sein, dass ich was übersehen habe. Viele Grüße, Brigitta

  • Die niedrigen Temperaturen schaden dem Sirup bestimmt nicht. Häufige Temperaturschwankungen führen jedoch leicht zur Bildung von Kondenswasser an den Innenwänden der Kanister. In diesem Kondenswasser herrschen deutlich bessere Wachstumsbedingungen für Mikroorganismen als im Sirup selber. Fließt dieser Wasser zurück in den Sirup wird dieser laufend angeimpft und es bildet sich zudem eine oberflächliche Schicht mit geringerer Zuckerkonzentration, in der eine Vermehrung von Bakterien und Pilzen möglich ist. Inwieweit das dann wirklich schädlich ist kann ich nur vermuten. Aber hierin liegt sicher die größere Gefahr für die unbedenkliche Verwendung des Sirups als in der niedrigen Lagertemperatur. Aber für den "schnellen Durchsatz" im Juni hätte ich persönlich nur geringe Bedenken!
    Grüße, Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Danke für die Info. Also Konsistenz und Geruch hatten sich nicht geändert. Auf Kondenswasser werde ich beim nächsten Mal achten. Vielleicht kann man da ja was erkennen. Ansonsten werde ich dann die Ableger weiter damit "beglücken ". Ist ja auch nicht viel pro Ableger. Die kriegen schon auch noch reichlich Frisches. Viele Grüße, Brigitta

  • Das Amelunxen-Futter hält sich bei mir im Freien gelagert über Jahre. Ich mache mir nicht mehr die Mühe, irgendwie auszurechnen, wieviel ich nun genau brauch. Paletten sind 60 Kanister. Wird palettenweise bestellt bleiben immer Kanister übrick. Na und. Ich hab gern so 140 kg da zu jeder Zeit. Erstens kommt immer wer betteln und zweitens hasse ich die Zuckerverplärrung dermaßen, daß ich auch Not- und Nachfütterungen ausschließlich mit Sirup mache.


    Tanks stelle ich mir nicht mehr hin, weil ich die mit Restmengen nicht bewegt bekomme. 10 Kanister kann ich wenigstens wegtragen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • [quote='brigitta','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=382795#post382795']Hallo Günther,


    was passiert denn mit gefrorenem und wieder aufgetautem Sirup?
    Nichts. Bleibt gut.
    Gruß

  • Günther und Michael, Danke für die Erfahrungen der Fütterung von Beiderlei,
    vermutlich hatte ich lediglich die Vermischung von Invertiertem Fertigsirup mit Selbstgemischtem Zuckerwasser im Kopf, wie auch immer.


    Meine gekauften Vorräte neigen sich dem letzten Rest zu. Es fehlt nur gelegentlich und nur wenig, und ich steh in nicht unerheblichen Springkrautmengen, bei mir kommen fast nur noch weißgestreifte Bienen heim. Der Anteil am Eingelagerten beträgt zT mehr als die Hälfte.
    Diese Tracht haben sie nun auch bereits mit dem Sirup gemischt eingelagert. Die Sitation ist nicht neu. Kristallisiert ist da bisher in den Futterwaben nichts gewesen und Senf haben wir hier keinen.
    Wegen der geringfügigen Restmenge ist es vom Wetterverlauf abhängig, was noch geht.
    Im Zweifel kommt Zucker rein. Nachkauf ist bei mir mit mehr Aufwand verbunden als Auflösen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Der Amelunxen liefert kurz nach der Bestellung Andy Haustür. Auch Mengen, die sich paar kleine Imker teilen können. Oder aufheben.


    Irgendwann kochstu dann sogar die Marmelade damit oder nutzt es im Weihnachtlichen Bhagvan als Glasuhr.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder