Ab wieviel Eigenfutter kann man aufs Einfüttern verzichten?

  • Hallo Forum, ich hab zurzeit ein paar DNM Zweizarger bei mir stehen, alle hatten bis vor kurzen noch einen Honigraum drauf, der gut gefüllt und dann geschleudert wurde.
    Eines von den Dreien sammelt so eifrig das der 2te Brutraum nurnoch Honig enthält aber keine Brut, an einem Rämchen fand ich einen kleinen streifen brut unten am Rand, aber sonst nur Honig, schöner heller Honig. Das wundert mich auch ein wenig weil ich bei der Honigernte noch 3 dicke Honigwaben aus dieser Zarge gegen Leehrwaben getauscht habe, die sind jetz auch rappelvoll.
    Die untere Brutzarge wird aber gut bebrütet, nur an den Seiten etwas Honig.
    Kö hab ich auch grad gesehen, wunderschön groß.


    Ab wiviel Eigenfutter kann man aufs einfüttern verzichten? ich schätze den Honig in der 2 Brutzarge auf 16-18kg.


    mfg Andreas

  • ... ich schätze den Honig in der 2 Brutzarge auf 16-18kg.

    Dann mußt Du auch nicht füttern. 18kg ist so der vollmaximale Maximalverbrauch den der Herr Schundau für Segeberger ermittelt hat.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Kartoffelsalat,


    Ich habe derzeit auch Flugverkehr wie zur besten Trachtzeit. Ich hab natürlich schon gefüttert, weil nach dem Abschleudern eine Zeitlang nichts mehr reinkam.
    Woher weisst Du, dass sie vom Springkraut sammeln? Meine haben einen weissen Pollenstreifen auf dem Rücken, das deutet doch auch auf Springkraut hin, oder kommt noch was anderes in Frage?
    Ich weiss nur nicht wo das stehen soll. Ich werde am Wochenende mal wieder meine Wohngegend erkunden.

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Zitat

    Woher weisst Du, dass sie vom Springkraut sammeln? Meine haben einen weissen Pollenstreifen auf dem Rücken, das deutet doch auch auf Springkraut hin, oder kommt noch was anderes in Frage?


    Genau ,weis es durch die Heimkehrer, die mit weißen Kopf und Rücken zurückkommen, immer ganz schwer beladen.
    Die vielen kleinen Täler, Bachläufe, Sumpfgebiete und auch Stellen wo der Wald gerodet wurde sind voll mit dem Kraut, da summt und brummt es überall.
    Der Wildewein ist bei mir vorbei, da tummeln sich nurnnoch ein paar Wespen rum und Goldrute ist bei mir kaum zu finden, also bin ich ziemlich sicher das der eingetragene Nektar vom Springkraut kommt.


    Gruß Andreas

  • Ich lese immer vom "Verhonigen" des Brutnestes, mir ist abe rnicht ganz klar, wie das aussieht: Bei mir im Volk liegt zentral das Brutnest, darum ein paar Zellreihen komplett leer, dann erst kommt das Futter. Selbst wenn ich jetzt soviel füttern würde, dass diese Zellreihen auch noch voll wären, müßte doch eigentlich das tägliche Schlüpfen wieder soviel Platz machen, dass die gleiche Anzahl an neuen Eiern gelegt werden könnte, oder nicht? Klar, da bräuchte es ein wenig "Puffer", damit die alten Zellen erstmal geputzt werden können, aber insgesamt erscheint mir bei mir immer reichlich Platz zu sein...


    Könnte man auffüttern, bis "fast" kein Platz mehr da ist? Oder wäre das schon zu viel.


    Die Beuten zu wiegen und zu errechnen, wieviel Futter drin ist, hat mir ehrlich gesagt nie so richtig eingeleuchtet, da ich gar nicht weiß, was z. B. die noch vorhandene Brut wiegt, wieviele Bienen gerade da sind und was die ausgebauten Mittelwände wiegen, so gesehen kann ich doch irgendwie auch nicht durch paralleles Wiegen einer gleichartigen Leerbeute das Leergewicht korrekt ermitteln, oder?
    Viele Grüße
    Pisolo

  • ...mir ist abe rnicht ganz klar, wie das aussieht: Bei mir im Volk liegt zentral das Brutnest, darum ein paar Zellreihen komplett leer, dann erst kommt das Futter.


    Na, stell Dir vor, da ist alles voll Honig, dann ist es verhonigt :cool:


    Könnte man auffüttern, bis "fast" kein Platz mehr da ist? Oder wäre das schon zu viel.

    Etwas Luft, wie Du beschreibst ist schon OK. Auf Futterflächen sitzt es sich als Winterkugel kalt. Leere Zellen /Waben sind besser zu temperieren.


    Die Beuten zu wiegen und zu errechnen, wieviel Futter drin ist, hat mir ehrlich gesagt nie so richtig eingeleuchtet, da ich gar nicht weiß, was z. B. die noch vorhandene Brut wiegt, wieviele Bienen gerade da sind und was die ausgebauten Mittelwände wiegen, so gesehen kann ich doch irgendwie auch nicht durch paralleles Wiegen einer gleichartigen Leerbeute das Leergewicht korrekt ermitteln, oder?


    Dazu gab es hier zig Threads und immer wieder Links etc. pp. Ich verlinke mal meinen Eigenen Beitrag zum Thema.
    Natürlich kannst Du das, können andere doch auch. Wabenanzahl und Mengenvorschläge zu Bienen- und Wabengewicht gibt es reichlich. Es soll schließlich nicht auf das Pfund genau ausgerechnet werden.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper