Standortfrage Sonne/Schatten

  • Hey,


    ich bin noch immer auf der Suche nach einem passenden Standort für meine Zanderbeuten, im Moment hab ich folgendes in Aussicht, es handelt sich um ein Kläranlagen Gelände, dort könnte ich die Beuten entweder so aufstellen, dass sie sowohl von Osten, Süden, Westen immer Sonne bekommen oder nur von Osten und ein bisschen von Westen.
    Ist echt nicht so einfach irgendwie was passendes zu finden.


    Bei dem Standort wo ich nur von Osten und Westen Sonne bekomme, könnte ich Glück haben, und die Bäume die im Süden stehen könnten Laubbäume sein.


    Mal sehen was ihr sagt.

    :Biene: :Biene: Summ Summ Summ, Bienchen Summ herum :Biene: :Biene:

  • Hallo Daniel!


    also der Kläranlagenstandort ist ein Schei...-Standort.
    Den würde ich nicht für meine Bienen nehmen.


    Mir wäre der Gestank zu groß und für das Qualitätsprodukt "Honig" absolut nicht passend!


    Frage doch mal bei der Gemeindeverwaltung nach, ob die nicht ein geeignetes Grundstück wissen?
    Zur Not melde Dich per PM. In der Nähe von Büchenbach wüsste ich vielleicht nen Standort, wenn Dir das nicht schon zu weit weg von Rednitzhembach ist.


    Wichtig ist wenig Wind und geschützt.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Das mag ja sein,
    aber schon der Gedanke daran zeigt bei mir Wirkung. Es ist ja auch so, dass man in Markensportklamotten höhere Leistung bringt als in No-Name-Produkten. Kopfkino spielt da eine Rolle. Wobei, wenn ich bedenke, was für ein Bohei um die Hygiene bei Schleuderung, Abfüllung und Lagerung gemacht wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass Fäkaliengeladenes Wasser in der Beute was zu suchen hat. Übrigens steht die Kläranlage in Warstein wohl im Verdacht, für die Legionellenerkrankung der Leute dort verantwortlich zu sein. Stehendes Dreckwasser bei über 3o°, das tud ka gut net.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Drohne Daniel () aus folgendem Grund: .....kein Öl ins Feuer.

  • Hallo,


    dirket vergleichbar sind Misthaufen nicht mit einer Kläranlage, will ich meinen.
    Bei der Kläranlage geht`s außerdem nicht darum, dass die Bienen mal Kontakt haben nach Gülleausbringung oder einen Misthaufen irgendwo im Flugkreis, sondern hier ging es um die Primärentscheidung des Aufstellungsortes, damit der Frage, was im engeren Flugkreis ist, insbesondere welche Wasserquelle.
    Und wenn`s um das Gelände einer Kläranlage geht, dann tanken die Bienen was und wo? Richtig.
    Bäh. Das seh ich ähnlich wie Wolfgang.
    Die Legionellen müssen übrigens erst einmal als Aerosol in die Luft und dann in die Atemwege. Dass das geht sieht man leider hier sehr deutlich. (Kühlwasser aus Abflußbereich, dann weiträumige Verteilung)


    Grüße


    Marion


    auch immer gut kopfkinofähig...:roll:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Oder was soll bloß ein Imker machen,
    der mitten im Chemiestandort wie z.B. Greppin wohnt, gleich beim gorßen LPG-Misthaufen links ab oder gar an der Autobahn? Stricken und häkeln wären eine Alternative. Oder man wählt halt notgedrungen doch einen anderen Standort als den eigenen Balkon :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang, der mit seinem ersten Rennrad schon recht mobil wurde, und mit dem Auto erst. Das ist der Wolfgang, der bei verschiedenen Gelegenheiten bemerken musste, dass man ohne Auto eine hilflose Person ist.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • dirket vergleichbar sind Misthaufen nicht mit einer Kläranlage, will ich meinen.
    Bei der Kläranlage geht`s außerdem nicht darum, dass die Bienen mal Kontakt haben nach Gülleausbringung oder einen Misthaufen irgendwo im Flugkreis, sondern hier ging es um die Primärentscheidung des Aufstellungsortes, damit der Frage, was im engeren Flugkreis ist, insbesondere welche Wasserquelle.
    Und wenn`s um das Gelände einer Kläranlage geht, dann tanken die Bienen was und wo? Richtig.


    Ist das wirklich so eindeutig? Ich geb's ja zu: meine Vorstellung von Kläranlage habe ich hauptsächlich aus Fernsehberichten. Dort sieht man vor allem große Becken mit steilen Wänden, in denen das Wasser bewegt wird. Keine besonders günstige Tränke für Bienen, scheint mir. Ich würde vermuten, dass die Bienen eher den Tau vom Gras oder evtl. Wasser aus Regenpfützen am Weg aufnehmen, bevor sie die Wand am Becken entlangkrabbeln. Wobei es natürlich auch Rechen gibt, an denen Feststoffe ausgesiebt werden, da könnten Insekten natürlich gut landen...


    Aber auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben gibt es genauso Becken und auch Pfützen, die das ganze Jahr über mit Gülle verunreinigt, und die für Bienen bequem zugänglich sind.


    Es erscheint mir halt zu vereinfacht davon auszugehen, dass die Bienen auf jeden Fall Wasser vom Klärbecken holen, und andererseits beim Bauern nur zweimal jährliche Gülleausbringung auf dem Feld zu denken.
    Sind halt alles nur theoretische Überlegungen, vielleicht sollte man mal jemanden mit praktischen Erfahrungen in der Richtung fragen:
    http://www.berlin.deutschland-…e/klaerwerk-ruhleben.html


    Grüße,
    Robert

  • Kommt bißchen auf die Beuten an. Vollsonne und Süd- Ostausflug war die die Alte Schule und geht bei gut isolierten Beuten. Trotzdem finde ich einen offenen Standort mit bodennahem Windschutz und einem großen Laubbaum im Süden, im Norden einer Fichtenlichtung auf 2/3 der Höhe eines Südhanges am alleroptimalsten, daß es idealer nicht mehr geht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja Robert,
    Recht hast Du, und mein Apettit auf Honig wird mit jedem Bild von Bienen vorm Klärwerk immer größer. Wahrscheinlich wird deshalb auch die neue Cola-Werbung in einer Amputationsklinik in Kabul gedreht und der neue Werbespot für die Folgemilch mitten im Sandoz-Werk. Burgerwerbung aus einer Rumänischen Hinterhofschlachterei und Bierwerbung aus den Sanitärräumen der Betty Ford-Klinik, das wäre es doch, oder? Aber wir kommen von der eigentlichen Frage ab. Kurz zusammengefasst und gut gemeint: Morgensonne ist gut, Bienen werden als wärmeliebend definiert. Bei über 3o° C etwas Mittagsschatten kann nicht schaden. Bodennaher Windschutz ist gut und Standort im oder am Klärwerk/ Misthaufen ist, na ja, wie soll ichs sagen, eben grenzwertig. Grenzwertig fürs Bearbeiten durch den Imker und Besucher, zweifelhaft für die Bienenprodukte, herausfordernd für die Vermarktung. Darüber zu streiten ist grenzdebil.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der jetzt seinen neuen Architekturwerbefilm direkt vor den "Neubauten" in Wolfen-Nord dreht

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Abgesehen von der Klärwerkfrage


    Gut:
    - Flugloch nach Osten - Bienen fliegen früh eher los und sind trotzdem bis abends fleißig
    - Flugloch nach Süden - Lt. Prof. Seeley von den Bienen bevorzugte Fluglochausrichtung, keine verschneiten Fluglöcher
    - Laubbaum im Süden - schattig im Sommer, sonnig im Winter, halbschattig dazwischen
    - Windschutz im Nord/Westen; dann auch an Südhängen
    - erhöhte Austellung (aber noch "Arbeitshöhe")
    - vor Vandalenaugen geschützte Aufstellung



    Nicht so gut:
    - Flugloch nach Westen und Norden - Kalte Winde und verschneite Fluglöcher im Winter
    - kühle und feuchte Senken - daran erkennbar, dass der Schnee bei Tauwetter dort länger liegenbleibt und daran, dass das Gras am Vormittag lange taubenetzt bleibt.
    - Flugbahn kreuzt begangene Wege



    Am besten sucht man sich einen Platz, an den man auch eine Liebeslaube, respektive Denkerbank, aufstellen würde.


    LG
    Mandy

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Wenn nicht jemand damit Werbung machen möchte, ist ein Standplatz im Klärwerkgelände genausogut, wie einer daneben. Vielleicht ist er sogar besser, weil es sich um bewachtes Gelände handelt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder