Einsatz Liebig Dispenser

  • Moinsen zusammen!


    Ich habe mir nach langem überlegen nun doch mal zwei LD gekauft um die auch mal zu testen. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage (zumindest stand vorgestern) waren gut bis sehr warm. Hab daher die Dochte auf die kleinste Stufe zugeschnitten und gestern Abend aufgestellt. Danach hab ich doch noch mal zufällig die aktuelle Wetterprognose geschaut und festgestellt, dass die Temperatur doch erst in drei Tagen auf 27 Grad gehen soll. Bis dahin haben wir 22-25 Grad. Also hab ich heute morgen die Dochte vergrößert (abgeschnittenen Stücke wieder dazugelegt - wie in Anleitung beschrieben).


    Nun zu meiner Frage. Bei dem ersten Volk war auch alles OK. Der Docht war schön nass und der Raum voll vom Ameisensäuregestank. Im zweiten Volk (Zweizarger) hatte ich einen größeren Docht eingesetzt. Dieser war jedoch erst zur Hälfte getränkt - der Rest somit noch trocken. Ist das normal, dass der nach 12 Stunden noch so trocken ist oder läuft hier etwas falsch? Da der Docht so groß ist, wellt er sich auch dank der rein gedrückten Flasche mehr als bei dem Einzarger. Kann das auch daran liegen? Bei allen Filmen, die ich bisher über den LD gesehen hab, wurde das aber immer so gemacht.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    Da stimmt was nicht! Wenn der Tropfausfluss nicht gestört ist, muss der ganze Docht nach wenigen Minuten feucht sein!
    Eventuell hast du die Flasche zu weit nach unten gedrückt?


    Es ist nur ein Kontakt zwischen Docht und Tropfeinsatz notwendig, darunter befindet sich ja eine Ausbuchtung, die den Ausfluss bei Bedarf stoppt. Also rein drücken ja, aber nur soweit, dass die die Unterkante Tropfeinsatz sicher unter Oberkante Ausbuchtung liegt.


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ulrich_W () aus folgendem Grund: Nachtrag!

  • Hallo Ulrich,


    wenn ich den über Kopf halte, müsste hier dann AS rauskommen bzw. tropfen? Eventuell ist ja auch der Ausfluss verstopft?!? Ich hab gegen 12 Uhr mal kurz reingeschaut und da war dann rund 3/4 feucht. Hatte den dann etwas rausgezogen. Mal schauen, ob der heute Abend feucht ist.


    Gruß
    Frank

  • Hallo zusammen!


    ich habe mal parallel beim Hersteller in der Schweiz angefragt. Hier die Antwort:


    Zitat

    Vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Verdunstungsmenge ist massgebend. Der Docht kann während einer Behandlung gut bis zur Hälfte Mal abtrocknen. Bei Zweizargen-Völkern sollte pro Tag bei 85%-tiger AS zwischen 20-30 ml verdunsten. Sollten Sie diese Mengen nicht erreichen, so kontrollieren Sie bitte den Sitz der Flasche. Diese sollte „locker“ auf der Grundplatte stehen. Zudem kann der Tropfeinsatz der Flasche mit einem Partikel verstopft sein. Flasche wechseln. Tropfeinsatz auswaschen.
    Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben zu dienen. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    die Flasche muss stetig tropfen sonst funktioniert es nicht. Bei mir laufen für gewöhnlich in den ersten 10min schon 20-30ml aus und der Docht saugt sich komplett voll. Das ist dann ein sicheres Zeichen, dass es funktioniert.


    Eventuell kannst du durch einen leichten, vorsichtigen Druck auf die Flasche nachhelfen und die Verstopfung lösen.


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • So ich hab heute Abend noch mal nachgeschaut. Also bei dem Zweizarger waren 15 ml raus und der Docht nur halb feucht. Ich hab dann die Flasche etwas höher gezogen und nach rund zehn Minuten war alles feucht - also der Docht zumindest. Nach rund einer Stunde roch die ganze Zarge / Beute nach AS.


    Da am Abend die ersten Bienen vor der Beute saßen, hab ich den Mäusekeil entfernt. Hier gibt es sehr widersprüchliche Aussagen. Die Anleitung sagt, dass das Loch wie vorher eingestellt bleiben soll. Eine Mitarbeiterin eines Bieneninstitutes meinte am WE, dass das Loch nicht voll auf, aber schon weiter als mit dem Mäusekeil offen gemacht werden sollte, andere meinen ganz auf. Ich hab mich jetzt, zum Schutz der Bienen, für ganz auf entschieden. Vor Räuberei hab ich aktuell nicht so viel Angst. Hab nur zwei Völker und im Umkreis von 2 km gibt es nur zwei oder drei weitere Völker. Hoffe, dass das richtig ist...


    Gruß
    Frank

  • Hallo Frank,


    für den Behandlungserfolg ist es wichtig, dass die Säure-Höchst-Konzentration, die mit dem eingestellten Docht erreicht werden soll, möglichst lange und oft erreicht wird!


    Ich lasse die Fluglöcher ebenfalls während der Behandlung ganz geöffnet.


    Meines Erachtens ist es für den Behandlungserfolg in den meisten Fällen günstiger. Durch das große Flugloch kann immer ein konstanter Austausch der Stockluft erfolgen, wodurch auch die Feuchtigkeit im Stock sinkt. Das hat zur Folge, dass immer ausreichend Säure verdunsten kann, diese nicht durch Feuchtigkeit verdünnt wird und die Säurekonzentration immer konstant hoch bleibt. Diese verdunstet dann auch merklich schneller.
    Wählt man das Flugloch sehr klein ist auch die Stockluft, zumindest feuchter. Dadurch wird die Säure verdünnt und die Konzentration ist geringer. Es kann auch, wenn Sättigung erreicht ist, keine Säure mehr verdunsten. Sinkt die Säurekonzentration unterhalb eine gewisse Schwelle hat sie keine Wirkung mehr.


    Letztendlich sichert nur die Gemülldiagnose den Behandlungserfolg :wink:


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Hallo zusammen,


    Liebig lässt die Fluglöcher eingeengt und positioniert den Dispenser diagonal entgegengesetzt, möglichst weit weg vom Flugloch. Außerdem drückt er die Flasche fest bis ganz nach unten!


    Hier von im selbst vorgeführt neben einer Demonstration wie man AS sicher abfüllt.


    http://www.immelieb.de/?page_id=761


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink: