Jungvolk behandeln

  • Hallo, ich habe Ende Juni meiner ersten Völker bekommen, 2 Ableger, die bei Erstellung mit Milchsäure behandelt wurden. Lt Fr Aumeier, bei der ich einen Kurs besuche, senkt die MS Behandlung den Varoabefall im Spätsommer erheblich, so dass Jungvölker meist nicht behandelt werden müssten, aber eine Gemülldiagnose ist natürlich verpflichtend, und je nach Diagnose auch eine Behandlung.
    Nun habe ich bei beiden Völkern einen natürlichen Mibenfall von 4-5 / Tag, muss also behandeln.
    Habe auf Fr Aumeiers Rat nun erstmal 5 kg Futter gegeben, ( Hintergrund ist , dass sie sich das Futter möglichst in die oberen Futterwaben legen sollen, und damit die Brut nicht so unmittelbar von der AS betroffen ist).
    Nun werde ich behandeln müssen ( Liebig Dispenser, 85% AS).
    ich bin aber schon in Sorge, ob es meiner Brut massiv schadet, auch wenn ich weiß, dass eine Nichtbehandlung ungleich schlimmere Auswirkungen hat.
    Kann mich jemand in Bezug auf die Brutschädigung etwas beruhigen oder noch besser aufklären?
    Vielen Dank im Voraus!

  • Hallo Honigbanane,
    die sanftere Methode wäre unter Berücksichtigung des Varroawetters sicher eine Kurzzeitbehandlung mit dem Schwammtuch und 60% ad vet us. Auch die sicherere Methode, bei der keine Flasche auslaufen kann, wie grad in einem anderen Forum gelesen.


    LG
    Andreas
    Nachtrag:
    Ich reich den Link gern mal wieder weiter, denn grad für Anfänger mit wenig Erfahrung kann er eine Entscheidungshilfe sein. Viellecht wird dann auch klarer wo die Nachteile einer Langzeitbehandlung liegen... für meine Postleitzahl wird von 85% iger von einer Behandlung abgeraten wegen zu hoher Temperturen.
    Da würde ich die Frau Aumeier bei nächster Gelegenheit dann doch einmal ansprechen...

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  • Hallo


    Eine langzeit Behandlung hat mit sicherheit zur Folge das die Königin aus der Brut geht. Nun geht aus deinen Beitrag nicht hervor, wie groß die Ableger sind. Mir wäre eine Behandlung mit 60 %iger AS sympatischer. Außerdem würde ich die Schwammtuchmethode vorziehen (siehe Forum) und sie nach 3-4 Tagen wiederholen und dann die Spätbehandlung OS träufeln. Jungbienenverluste sind in allen Fällen zu erwarten, ichdenke besonders bei deiner vorgesehenen Behandlung. Viel Glück.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)


  • Nun habe ich bei beiden Völkern einen natürlichen Mibenfall von 4-5 / Tag, muss also behandeln.


    Hallo,


    bei der Vorgeschichte bei Jungvölkern mit Vorbehendlung mit MS würde ich bei 4 - 5 Milben ein breites Grinsen entwickeln,
    und ich würde KEINE Sommerbehandlung jedweder Art starten!


    Wir haben September und nicht Juli oder?


    Winterbehandlung reicht, finde ich.


    Zum Thema auch nochmal hier zB. lesen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Ableger sitzen jeweils auf ca 5 Rähmchen.
    ich bin ja wirklich totaler Anfänger und sehe Fr Aumeier erst im November wieder. Sie hält von der Schwammtuchmethode überhaupt nichts, und sagt, die sei zu intensiv. Weiters hält sich auch von 60% iger AS nichts, weil sie angibt, dass die nicht ausreichend wirkt.
    Sie ist ja in ihren Ansichten sehr drastisch, kann aber auch sehr gut erklären.
    Der link mit der Tabelle ist sehr hilfreich, das kannte ich noch gar nicht.
    Demzufolge darf ich ab dem 5.9. gar nicht mit Liebig Dispenser behandeln ( PLZ 51503)
    Hmm.
    Immer der gleiche Mist, wenn man noch so unerfahren ist.:-(


    Was wäre denn, wenn ich noch 1 -2 Wochen warte, bis die Temperaturen wieder weiter sinken? Kann es dann schon zu spät sein?

  • Du meinst, dann bleibt nichts übrig?
    Du würdest gar nicht behandeln?
    Marion: Was meinst du mit Winterbehandlung? Die NACH der Auffütterung?

    Zitat

    Wir haben September und nicht Juli oder?


    Ist es denn nicht so, dass eine gefallene Milbe im September ein größeres Risiko darstellt als im Juli?

  • Hallo Honigbanane,
    dann solltest Du Dir statt ums behandeln schleunigst um die Völkerentwicklung gedanken machen!
    Ich gehe mal davon aus das Du vor dem 5 kg Futterstoß kontinuierliche 1:1 in kleinen Mengen gefüttert hast? Hier wäre Josefs Meinung gefragt ob und was man aus den 5 Rähmchen noch was überwinterungsfähiges hinbekommt...
    Wie stark wurde denn der Ableger gebildet? Ich mein in der Zeit hätte sich doch einiges tun sollen.
    Was Marion meint ist die Träufelbehandlung mit Oxalsäure zur Restentmilbung, vorzugsweise in der brutfreien Phase ( November /Dezember).
    LG
    Andreas

  • Bei dem letzten Lehrgang haben wir Völker gesehen, die kleiner oder genauso groß waren waren wie meine und denen Fr Aumeier sehr gute Überwinterungschancen prognostizierte- sie erklärte, dass man das richtige Potential am besten dann sehen könne, wenn man an einem Morgen nach einer Nacht mit Temperaturen nahe Frost die Anzahl der besetzten Wabengassen zählt. Von der Anzahl solle man dann die Zahl 2 subtrahieren.( weil die Bienen ja in der Traube sitzen).Es sind 6 Rähmchen in meiner zarge, überall sitzen Bienen, aber nur auf 5 ist Brut. Das 6. ist noch nicht wirklich ausgebaut.
    ja, ich habe kontiniuierlich wöchentlich gefüttert mit 3:2, das wurde uns empfohlen.


  • ja, ich habe kontiniuierlich wöchentlich gefüttert mit 3:2, das wurde uns empfohlen.


    Hallo honigbanane,
    es liegt mir zwar fern die Pia Aumeier zu kritisieren, aber ich meine das Zuckerwasser 1:1 ausreicht um den Bienen Tracht vorzugaukeln und den Bautrieb anzuregen, während Zuckerwasser 3:2 umgehend als Wintervorrat eingelagert wird.


    Auch wenn es selten vorkommt das zwei Imker mal einer Meinung sind, so schließ ich mich Drobi an und tendiere dazu das eine behandlungsbedingte Brutpause, die 85% Ameisensäure meiner Ansicht nach sich zieht, die Chancen erheblich ins negative verkehrt, die Völker auch auszuwintern.


    Hier im Forum gibt es einge Beiträge zu recht kleinen Völkern und derbocholter und andere haben sehr viel nützliches dazu geschrieben. Ich würd mich aus persönlicher Erfahrung eher an diese Ratschlägen und Handlungsvorschlägen orientieren, auch wenn diese oft das Gegenteil von dem beinhalten, das Frau Aumeier meint...


    LG
    Andreas

  • Hallo Zusammen!



    Also ich würde bei einem kleinen Ableger,der 5 Milben am Tag auf natürliche Art und Weise verliert auf jeden Fall behandeln.


    Die Ableger sitzen jeweils auf ca 5 Rähmchen.
    ich bin ja wirklich totaler Anfänger und sehe Fr Aumeier erst im November wieder. Sie hält von der Schwammtuchmethode überhaupt nichts, und sagt, die sei zu intensiv. Weiters hält sich auch von 60% iger AS nichts, weil sie angibt, dass die nicht ausreichend wirkt.
    Sie ist ja in ihren Ansichten sehr drastisch, kann aber auch sehr gut erklären.


    Was wäre denn, wenn ich noch 1 -2 Wochen warte, bis die Temperaturen wieder weiter sinken? Kann es dann schon zu spät sein?


    Du wirst im Laufe der Jahre deine Erfahrungen sammeln und für dich eine eigene Linie finden. Viele imkern seit Jahren erfolgreich mit Schwammtuch...


    Nicht mehr warten, handeln! Wir haben September!!


    Hallo Honigbanane,
    dann solltest Du Dir statt ums behandeln schleunigst um die Völkerentwicklung gedanken machen!
    Ich gehe mal davon aus das Du vor dem 5 kg Futterstoß kontinuierliche 1:1 in kleinen Mengen gefüttert hast? Hier wäre Josefs Meinung gefragt ob und was man aus den 5 Rähmchen noch was überwinterungsfähiges hinbekommt...
    Wie stark wurde denn der Ableger gebildet?


    Ich denke 5 voll besetzte Waben sind auf jeden Fall ausreichend. Er schreibt ja auch dass er 5 Waben mit Brut im Ableger hat, da kommt noch was...


    Es sind 6 Rähmchen in meiner zarge, überall sitzen Bienen, aber nur auf 5 ist Brut. Das 6. ist noch nicht wirklich ausgebaut.
    ja, ich habe kontiniuierlich wöchentlich gefüttert mit 3:2, das wurde uns empfohlen.


    Du hast 6 Rähmchen, und auf 5 ist Brut? Wo ist denn dann das Futter? Häng Futterwaben oder Lehrwaben an den Rand nach und füttere, wo sollen sie denn das Futter hinbringen? Die verhonigen dir das Brutnest...


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Danke Euch sehr für die sehr wichtigen Infos!
    Simon, das Futter lagern sie am Rand und oben in den Waben ein. Ich bin hier auch noch im Bergischen Land, da bringen sie noch viel Balsamine ein.
    Ich würde gerne mal Fotos einstellen, die ich heute von den Waben gemacht habe, und Ihr könnt ja dann vielleicht mal netterweise Eure Einschätzung sagen?


    Aber wie stellt man hier Fotos ein? Also, ich kenne das procedere mit verkleinern und so, bin in anderen Foren auch aktiv, aber da kommt man via der erweitert Funktion dahin... hier nicht?


    Ansonsten: Schwamm von oben oder von unten?
    Und habt Ihr links zu den Beiträgen von derbocholter zu kleinen Jungvölkern? über die Suchfunktion ist einfach nichts zu finden...