Thymolrähmchen, wie funktioniert das?

  • Hallo Imker’s,
    evtl. kann mich jemand etwas „aufschlauen“?
    Es geht um so genannte Thymol-Rähmchen, http://www.bienenzuchtbedarf-geller.de/shop/advanced_search_result.php?XTCsid=f280bcca6df0616852f72ccc52ca89cc&keywords=Thymolr%E4hmchen&x=19&y=9, oben ist ein Fach zur Einlage von Thymol.


    So weit so gut, mit was werden die beschickt, ALV oder was?
    Wendet jemand diese Rähmchen an? Wenn ja, wäre ein kurzer Anwendungsbericht echt nett.
    Vom Hörensagen ist mir auch ein Schweizer Imkermeister zu Ohren gekommen, der diese Art der Varroabekämpfung propagiert haben soll.
    Der Goggle bringt auch keine wirklichen Erkenntnisse zu Tage. Würde mich freuen wenn jemand mir darüber was genaueres erzählen könnte.

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Hallo, ich habe das in meinen Imkeranfängen gemacht. In dem Rähmchen ist oben eine Art Fach, wo Thymol und/oder Menthol in kristalliener Form hinein kommen. Außerdem war bei meinen 'geerbten' Rähmchen unten Platz für Drohnenbrut. Die Rähmchen, 2 pro Volk, werden nach der letzten Honigernte eingehängt und 2x im Abstand von 4 Wochen befüllt. Ich habe das dann schnell sein lassen, weil der Imker, von dem ich das Thymol bezogen habe, irgendwie keine rechtliche Grundlage mehr hatte, das Zeug zu vertreiben. Außerdem schneide ich keine Drohnenbrut. ALV finde ich wesentlich bequemer in der Handhabung.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Halo Horst,
    zonia hat alles Wesentliche zu diesem Verfahren gesagt.
    Hier gibt es noch einen Artikel aus dem Schweizer Bieneninstitut zu diesem Thema.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Moin Imker's,
    vielen Dank für eure Antworten, zumindest habe ich jetzt etwas Grundwissen zur Sache erhalten.
    Der Bericht der Schweizer ist recht informativ, meiner Meinung nach sind die dort gemessenen "Restwerte" Geschmackssensorisch nicht wahrnehmbar.
    Weiß jemand evtl. ob die Verabreichung von kristallienem Thymol in diesen Rähmchen gesetzeskonform ist?

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Moin Imker's,
    vielen Dank für eure Antworten, zumindest habe ich jetzt etwas Grundwissen zur Sache erhalten.
    Der Bericht der Schweizer ist recht informativ, meiner Meinung nach sind die dort gemessenen "Restwerte" Geschmackssensorisch nicht wahrnehmbar.


    Da wirst du dich aber wundern, nach Frakno-Rähmchen ist das Thymol sehr wohl im Honig auf der Zunge zu spüren.


    Weiß jemand evtl. ob die Verabreichung von kristallienem Thymol in diesen Rähmchen gesetzeskonform ist?


    Nein, es sind nur zugelassene Mittel erlaubt und Thymol gehört nicht dazu.
    Brummerchen

  • Thymol ist sehr wohl in und aus den Völkern zu riechen und zu schmecken. Ich kann sogar an den Ablegern meiner Patenkinder erkennen, ob der Verkäufer Thymol- oder FABI-Imker ist. Selbst nach wochenlangem benutzen in nagelneuen Beuten kann ich am Geruch die Lieferantenwaben erkennen. Und ich denke, das kann jeder andere auch. Wie muß das erst den Bienen stinken?


    Thymol kommt mir nicht in die Kisten. Auch nicht als Thymovar.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Geht mir auch so,
    einmal probiert,
    ich hab auch noch 2 P abgelaufenes ALV im Schrank, fällt mir ein,
    sollte ich mal wegschmeißen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Imker's,
    danke für Meinungen und Link. Evtl. mal zur Erklärung, für Thymolpräperate sollte es ohnehin schon zu spät sein (Anwendungsdauer + Durchschnittstemperatur). Meine Frage war reine Neugier was es mit diesen Thymolrähmchen auf sich hat. Eine Diskussion Pro/Contra Thymolanwendung lag nicht in meinem Bestreben. Meine Bienen brauchen/wollen ohnehin kein "Parfüm".:cool:

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Während der Behandlung duftet es und damit auch damit behandelte Ableger. Aber spätestens im nächsten Frühjahr duftet genau gar nichts mehr in den Beuten nach Thymol. :roll: Zumindest in Form von ApiLifeVar.


    Wer es anders erfahren hat, sollte mal die Fingers von nicht zugelassenem Zeuch lassen. Kristalle und so. :daumen: Dann stinkt im Frühjahr auch nix mehr. Jedenfalls besser als Perizinrückstände.

  • Jedenfalls besser als Perizinrückstände.

    Die stinken nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die stinken nicht.


    Aber dafür ist Thymol ja in zahlreichen Produkten Salben wie z.B Zahnpaste usw, Thymol ist also in vielen guten Dingen vertreten


    In Völkern wo Thymol vorhanden ist gibt es keine Krankheiten Milben oder Nosema usw.

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • In welcher Form auch immer angewendet, der Honig schmeckt definitiv nicht nach Thymol, woher kommt bloß dieser Nonsens?! Ich behaupte mal, ich bin jemand, der einen ziemlich sensiblen Geschmackssinn hat, selbst bei der Anwendung mit Thymol in kristalliener Form habe ich nix geschmeckt. Wie auch, wenn man Brut- und Honigraumwaben strikt trennt.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • In welcher Form auch immer angewendet, der Honig schmeckt definitiv nicht nach Thymol, woher kommt bloß dieser Nonsens?! Ich behaupte mal, ich bin jemand, der einen ziemlich sensiblen Geschmackssinn hat, selbst bei der Anwendung mit Thymol in kristalliener Form habe ich nix geschmeckt. Wie auch, wenn man Brut- und Honigraumwaben strikt trennt.


    Genau so ist es, aber es wird immer was anderes nachgesagt nachgeplappert

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie