Befallsmessung-Behandlung

  • Servus,


    mir fällt auf das immer wieder die Frage auftaucht ob/ wann / wie behandeln und / oder nochmal behandeln ...
    Und in den Antworten kommt immer wieder die Frage ob der Befall überprüft wurde....
    Und immer dann wenn diese Frage im Raum steht kommt auch die Frage ab wieviel Milben eine Behandlung sinnvoll ist. Und das ist ja jeden Monat anderst......


    Wäre es den möglich mal eine Art Tabelle aufzustellen / zusammenzutragen


    für die Messung per Windel


    Monat / ab ...(nat. Milbenfall pro Tag ) --> Behandlung notwendig


    und das selbe nochmals für die PuderzuckerBecherSchüttelmethode


    Monat / ab .... ( Milbenbefall je BecherSchüttel ) --> Behandlung notwendig


    vielleicht wäre manch einem Anfänger wie auch mir damit geholfen ...


    Danke Grüsse Johannes

  • Bernhard, danke für den Link,
    Wenn ich es aber nicht überlesen habe steht da nicht für jeden Monat die kritische Befallsmenge drin sondern nur für Juli...
    Also ich meinte eure Erfahrungen ab welchem Befall ihr sofort behandelt je nach Monat


    z.B. Mehr als 5 Milben pro Tag im Juli = sofort behandeln ...


    ?


    Danke Grüsse jo

  • Hallo !



    Also ich meinte eure Erfahrungen ab welchem Befall ihr sofort behandelt je nach Monat


    z.B. Mehr als 5 Milben pro Tag im Juli = sofort behandeln ...



    Hier erst einmal ein Link zu den Empfehlungen der Auswaschmethode von vor 5 Jahren.
    Befallschwelle:
    Juli - 1%
    Aug - 2%
    Sep - 3%
    Okt - 4%


    Und hier die Puderzuckermethode mit den absoluten Zahlen bei 50g Bienen (ca. 500 Stück Bienen):
    Juli - 5 Varroa
    Aug - 10 Varroa
    Sep - 15 Varroa



    Wir arbeiten mit etwas höheren Schadschwellen,
    das hat aber andere Gründe (Toleranzzucht Fortführung).



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Alles Hokuspokus ohne wissenschaftlich begründbare Aussage! :evil:


    Zum Nachdenken:
    Ihr habt eine Kiste. Da sind Steine drin.
    Ihr wisst aber nicht, wie viele. Niemand weiss es.
    Ein Helfer nimmt jetzt ein paar Steine raus.
    Ihr zählt die entnommenen Steine.


    Und jetzt wisst Ihr genau, wie viele Steine noch in der Kiste sind? :roll:


    Dr. Lustig hat keine Kleider an! Und der Büchler ist auch nackt!

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Ein Helfer nimmt jetzt ca. ein Prozent der Steine raus.


    Aha - interessant.
    Ca. 1% einer völlig unbekannten Menge.


    Oder genauer gesagt:
    Einen Becher Sand mit einer auszuzählenden Anzahl Steine aus einer unbekannten Menge eines Sand-Steine-Gemisches unbekannten Mischungsverhältnisses und unbekannter Gleichmäßigkeit der Durchmischung.


    Dann kannst Du sicher auch die Lottozahlen vorhersagen. :cool:

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Zur Sache vielleicht noch, wer mag:http://www.imkerverein-tempelh…/Tipps_Windeldiagnose.pdf


    Wobei irgendwie diese Grafik unten links entstanden sein muß.
    Es ist wie beim Wiegen, man bekommt einen Richtwert, keine absolute Erkenntnis. Mehr braucht es nicht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich kann auch eine bunte Strichgrafik im Kindergarten malen lassen.


    Oder - sofern ich Milben gezählt hätte - irgendeine beliebige Funktion mit Excel in ein Schrotschuß-Diagramm reinzaubern.


    Ich kann sogar erhöhten Varroafall provozieren. In ein und demselben Volk. Ohne Wärmebehandlung. Ohne Puderzucker. Ohne Chemie. Ohne entweiseln. Von einem Tag auf den anderen.


    Ich brauche jetzt nur den offenen Gitterboden gegen einen (fast) geschlossenen auszuwechseln.
    Dann hab' ich plötzlich eine kleine "Reinvasion". :lol:

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Schön, dass M das alles kann, obwohl er auf Kindergeburtstage keine Lust hat.


    Für jetzt verständlicherweise vielleicht etwas verunsicherte und daher schwimmende Anfänger gilt:


    Man braucht nichts neues erfinden, man kann auch erstmal nachkochen. Und trotzdem weiter nachdenken.
    Volksstärken und Bienenzahlen in Beuten kennt man schon eine Weile, das sind in gewissen Grenzen variable Größen,
    davon gibt es also Ausnahmen, es gibt auch Ausnahmeentwicklungen und Ausnahmesituationen. Wie in allen nicht starren biologisch-dynamischen Systemen.
    So was lernt man dann mit der Zeit einzuschätzen und vielleicht mit einzubeziehen.
    Zunächst mal aber an das Grundkochbuch halten ist schon OK.
    Grundkochbücher sind kein Quatsch, sondern erprobte Rezepte.


    Bei Chefkoch gibt es übrigens auch so`n Punktesystem zur groben Orientierung. Nur ganz grob :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Sehr schön, Du kannst also das Ergebnis verfälschen indem Du die Parameter änderst. Eine kleine Sensation :roll:


    Für mich und viele andere Anfänger wäre aber sicher sehr viel hilfreicher, wenn Du die Handlungsempfehlungen anderer nicht nur einfach durch den Kakao ziehen würdest. Echte und begründete Alternativvorschläge wären wünschenswert. Nur schlechtreden bringt rein gar nichts!


    Gruss
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Lasst Euch doch von ihm nicht verrückt machen.

    Zitat

    Megachiropter: Ich kann...., Ich kann sogar....., Ich brauche....., Dann hab' ich plötzlich.... keine Bienen mehr.


    Nicht das ich mich darüber lustig machen möchte, es ist traurig genug, für die Bienen.
    Bei diesen Beiträgen/ Antworten und auch bei den entsprechenden Nutzer-Reaktionen hier im Forum, da sollte man sich doch wirklich nicht mehr wundern.


    Beste Grüße
    Hartmut