2. Varroabehandlung auslassen?

  • Hallo Liebe Mitimker,


    Ich habe nach der ersten Varroabehandlung gemerkt das durchweg sehr wenige Milben gefallen sind. Ich habe immer fleißig Drohnenbrutt geschnitten und auf die Zeitpunkte dafür geachtet. Es sind Pro Volk während der Behandlung vielleicht 10 Milben gefallen. Pollen auf der Gemüllschublade war auch noch vorhanden und es war bei allen völkern so wenig. Ich habe dieses Jahr och keine Milbe an einer Biene gesehen und auch noch keine Flügeldeformation.
    Jetzt meine Frage, kann man dann die 2. Behandlung auslassen? Ich würde dann erst im Dezember mit Oxalsäure behandeln. Ich denke wenn die Behandlung wirklich unnötig sein sollte belastet sie das Volk ja nur.


    Was meint ihr dazu?


    Liebe Grüße
    Felix

  • Der Milbenfall bei der AS-Behandlung im Spätsommer kommt nur verzögert, weil die meisten Milben in den verdeckelten Brutzellen sind. Wenn aber - in einem entsprechenden Abstand zur Behandlung - der Milbenfall unterhalb der üblichen Schadgrenze liegt, hätte ich keine Bedenken eine zweite Behandlung wegzulassen. Ich würde aber unbedingt kontrollieren, um den Zeitpunkt für eine eventuell erforderliche zweite Behandlung nicht zu versäumen. Wenn im Herbt die Temperaturen fallen, wird es für die AS-Behandlung zu spät. Die OS-Behandlung im Winter kann sie nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Warum hast Du denn überhaupt behandelt? Waren den Milben in behandlungswürdiger Anzahl vorhanden?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Auch wenn die Frage an Henry ging: ich habe bei einem natürlichen Milbenfall im Wirtschaftsvolk von über 10 Milben am Tag behandelt. (im August)
    Nach 3 Tagen AS Behandlung war die Windel mit Milben übersät. Sie sind zu hunderten gefallen. Demnach hat die Behandlung gewirkt.
    Meine Ableger, alle auf 2 Zargen, hatten einen natürlichen Fall von unter 5. Demnach erfolgte keine Behandlung.


    Anfang September kontrolliere ich nochmals alle Völker und Ableger und behandele ab einem Milbenfall von 5/Tag allesamt mit einer Langzeitbehandlung.

  • Hallo Danke schonmal für die Antworten,


    @ Henry: ich muss zugeben das ich vor der ersten Behandlung nicht kontrolliert habe, da ich davon ausging das eine Behandlung ohnehin notwendig sei. Letztes Jahr als ich die Völker bekam war alles mit Milben übersäht, darum hat es mich dieses Jahr sehr gewundert das fast garnichts los war.

  • Hallo Wolfgang,


    Ich hatte die Schieber 10 Tage im Volk und habe dann Schieber kontrolliert und Verdunster entnommen. Da müssten doch schon einige gefallen sein, zumal ja auch die Aufsitzenden Milben hätten fallen müssen. Es war auch ziemlich warm somit war meine Dochtfläche eher größer als vorgeschrieben.

  • Hallo !




    Wäre schön wenn Du uns mitteilen würdest, auf welche Art und Weise Du gegen die Varroa behandelt hast.
    Auch das Drohnenbrutschneiden ist eine Behandlung gegen die Varroa, eben eine Mechanisch,
    spätestens damit hast Du die "Behandlungspflicht" nach BienSeuchV §15.1 schon lange erfüllt.


    Ich gehe nach Deinen Antworten einfachhalber mal davon aus, das Du mit Ameisensäure behandelt hast,
    aber wie ? ... eine (in Worten: EINE) Langzeitbehandlung, reicht z.B. in den allermeisten Jahren ganz locker.




    was heißt für dich zu dieser Zeit behandlungswürdige Anzahl an Milben?


    2% Milben ist jetzt ganz sicher im lockeren Bereich,
    allgemein spricht man mittlerweile allerdings von 5 Milben / 50g Bienen,
    wie Du eine entsprechende, schnelle und Bienenschonende Befallsermittlung machst,
    kannst Du beim LLH erfahen: Varroa-Befallsmessung mit Puderzucker.



    Hallo Danke schonmal für die Antworten,


    @ Henry: ich muss zugeben das ich vor der ersten Behandlung nicht kontrolliert habe, da ich davon ausging das eine Behandlung ohnehin notwendig sei. Letztes Jahr als ich die Völker bekam war alles mit Milben übersäht, darum hat es mich dieses Jahr sehr gewundert das fast garnichts los war.


    Kontrolle ist das halbe Leben, so auch bei den Bienen,
    die regelmäßige "sichere" Kontrolle, erspart uns und unseren Bienen,
    die Arbeit mit der Ameisensäure.
    Hier z.B. werden im Schnitt weniger als 50% der Völker mit Ameisensäure behandelt,
    denn bedenke, die AS schädigt auch die empfindlichen Sinnesorgane der Biene,
    nur insg. eben weniger als die Varroa. Eine unnötige Behandlung sehe ich als
    eine Behandlung zu viel an.


    Jedes Bienenjahr ist anders.


    @ Felix: vielleicht teilst Du ns mal mit woher DU kommst (ins Profil eintragen),
    dann kann ggf. auch Jemand aus Deiner Region näheres sagen.



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Bienenknecht,


    Also ich habe an Varroabehendlungen dieses Jahr:
    - das Drohnenbrutschneiden durchgeführt
    - Den Völkerbestand mit Ablegern verdoppelt und die Ableger mit Milchsäure Behandelt
    - Die Völker nach der Honigernte mit dem Liebig Dispenser einer Kurzzeitbehandlung unterzogen.(Schieber drin, Flugloch auf)


    Werde in Zukunft erst eine Gemülldiagnose machen und habe mein Profil aktualisiert.


    Liebe Grüße
    Felix