Achtung Maiswurzelbohrer

  • Moin



    behalten wir es im Auge
    Gruß
    Helmut


    Hallo Helmut.
    Zitat: Stattdessen müssten sich die betroffenen Landwirte von der Monokultur verabschieden und künftig eine Fruchtfolge einhalten, bei der in drei Jahren zweimal Mais auf derselben Fläche angebaut werden dürfe und ein Jahr ausgesetzt werde. Zitat Ende: Fruchtfolge, na ja geht doch


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Servus!


    Wer braucht schon Mais?


    Ausser gegrillt und für Popkorn taugt er nicht viel.


    Schon gleich nicht fürs Vieh! Schaut Euch food inc. an! Der killt nur Menschen wenn er durch den Kuhmagen geht.


    Und fürs Biogas gibts Alternativen!:p


    Wie sagt der Bauer, der das Gras wachsen hört immer? Wir haben aus der Kuh, eine Sau gemacht!


    Dass die Rindviecher, die nur Gras und Heu fressen, die beste Milche geben und das beste Fleisch, weiss mittlerweile jedes Kind!


    Wer nur Büffelfleisch isst, bekommt wg. des hohen Selengehalts, weder einen Herzkasperl, noch erkrankt er an Krebsen.


    ...sagt man!



    Neulich rief mich ein Reporter an und fragte mich, warum ich am Mais kein gutes Haar liesse, wobei er doch gelesen hätte, dass der Maispollen so wertvoll für die Bienen sei.


    Da hab ich dann auch mal erst geschluckt, bis mir Sabienes Lysin-Aminosäurenstory einfiel.


    Nutzloser Pollen, der noch dazu Mesurol enthält.


    Ich hab ihn dick, den Mais.


    Er ist tödlich!


    Vor allem bei den Ausfahrten und wenn er schmierig wird, beim Ernten!


    Griass Simmerl

  • Simon,
    dann gucke mal nach Lysinmangel-Krankheiten durch eine hauptsächliche Mais-Ernährung.
    Ist auf der halben Welt verbreitet, und macht Menschen dumm und krank, weil sich das Gehirn und das Skelett nicht vernünftig entwickeln können, wenn es dazu nicht reichlich Bohnen oder Algen gibt. Nach 3 Generationen einer solchen reinen Maisernährung sind die Überlebenden reine Pflegefälle....:evil:
    Mais ist die Hölle - nicht nur auf dem Acker.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo !


    Auch Ministerin Höfken ist eine gelernte Agrarwirtin,
    sie kann nicht aus Ihrer Haut und eine klassische Dreifelderwirtschaft* verordnen.


    Mit Ihrer 2 aus 3 Regelung will sie ja aber auch nicht den Maiswurzelbohrer eindämmen,
    sondern lediglich seine Ausbreitung "verlangsammen", klare Politik ist anders !


    Zumindest gibt es schonmal die Eingrenzungsstrategie
    und nicht mehr die Maisdauernutzung = Willkommensprämie für den Maiswurzelbohrer !



    Gruß
    der Bienen
    Knecht



    * - durch diese Neuerungen ab dem 10ten Jahrhundert,
    wurde in Europa die Grundlage für ein starkes Bevölkerungswachstum geschaffen,
    heute sollen PSM das vernichten !

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • simon : Nein, früher in Südamerika gehörten Bohnen zwingend zu jedem Essen und Mais = optimale Kombi. Die Drei Schwestern - Mais, Bohnen, Kürbis.
    Aber Mais wurde auch ohne Bohnen und Kürbis angebaut, vor allem in Afrika, und das geht übel aus.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Zitat: Stattdessen müssten sich die betroffenen Landwirte von der Monokultur verabschieden und künftig eine Fruchtfolge einhalten, bei der in drei Jahren zweimal Mais auf derselben Fläche angebaut werden dürfe und ein Jahr ausgesetzt werde. Zitat Ende: Fruchtfolge, na ja geht doch


    Gruß Josef


    2005 haben wir unser Haus gekauft, da stand hier noch Triticale.
    Seit 2006 ohne(!) Fruchtfolge Mais, Mais, Mais....
    20 ha direkt nebenan!


    Ich hab' schon mal bei ebay geschaut, ob man da den Maiszünsler ersteigern kann....:wink: ...da gibt's auch nicht alles.


    An den Biogasanlagen stört mich teilweise vor allem das Wort "Bio".


    Die Biogasanlage ist knappe 30 km entfernt, da muß das Zeug erstmal hin; und den Volldünger karren sie hier mit einem LKW an...


    Summende Grüße,
    Astrid (die sich eine vernünftige Fruchtfolge wünscht)

  • Moin Astrid,


    die Hülse "Biogas" wurde dem ganzen ja im Vergleich zum Erdgas, übrigens ja auch ein Biogas - nur sehr lange schon unterirdisch zwischengelagert, auf die Gewinnung bezogen verpasst, da es aus lebender oder gerade frisch gekillter Materie durch lebende Bakterien gewonnen wird. bios=leben


    Die entstehende Verständnisverwirrung wurde dabei sicher nur zu gerne in Kauf genommen, da sich dieser, meiner Meinung nach, Irrweg, der durch noch mehr Energiebereitstellung zu weiterer Erhitzung unseres ohnehin schon heißlaufenden, globalen Kapitalismus, dann der Öffentlichkeit besser 'verkaufen' liess. Das Runterkühlen auf erträgliche Temperaturen zur Bewahrung unserer Kultur ist momentan nicht so angesagt, es wird sich lieber auf das alte Rezept "Heilung durch Wachstum" verlassen, dass bisher immer gut funktioniert hat, solange noch Platz zum Ausbreiten war, uns aber bei globaler Ausdehnung genau diese Krisen beschert und bescheren wird und das dann immer öfter und größer.
    Auf der Osterinsel wurde ja auch nicht aufgehört die Bäume abzuhacken, sondern zur Endphase hin der Hieb noch beschleunigt...Problem war wahrscheinlich nur, dass diese Endphasen über Generationen gehen, so dass die Veränderungen nicht von einzelnen Menschen als bedeutungsvoll wahrgenommen werden...äääh, so, reicht erstmal als kleiner OT-Exkurs zum Thema "Maiswurzelbohrer" :oops: Frauen mögen zwar Männer die reden, doch sie stehen mehr auf Gespräch als auf Monolog vermute ich mal :roll:


    Kleine Anregung noch: stell Dir vor die 20 Hektar wären über Jahre hinweg mit Silphie, Sida & 'Wild'pflanzenmischungen kultiviert. Wärst Du dann immer noch so kritisch gegenüber der Biogasanlage ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ja. Der Unterschied zwischen Verwesung und Aufschluß kommt in der Biogasanlage zum Tragen. Die Anlage produziert gefährlichen biologischen Sondermüll, der als Düngemittel auch noch auf die Felder gebracht wird. Der Humusabbau und die Verwüstung der Böden werden damit weiter vorangetrieben.


    Angebracht wären Kleinstanlagen nach dem Schema der "Biomeiler", die biologisch und humustechnisch richtig aufzusetzen sind und nicht Abfall, sondern Rohstoffe produzieren.


    Aber für diese Erkenntnis wird es wohl noch weitere hundert Jahre dauern.

  • Moin Astrid,


    die Hülse "Biogas" wurde dem ganzen ja im Vergleich zum Erdgas, übrigens ja auch ein Biogas - nur sehr lange schon unterirdisch zwischengelagert, auf die Gewinnung bezogen verpasst, da es aus lebender oder gerade frisch gekillter Materie durch lebende Bakterien gewonnen wird. bios=leben


    Mal abgesehen davon, woher der Name kommt: verkauft wird das ganze als "grüne" Energie.
    Nachwachsend ist sie, ok.
    Aber diese Monokulturen ohne Fruchtfolge sind für unsere Böden "Gift" und für die Population an Wildtieren jedweder Größenordnung einfach "nix" wert!
    Das ist jetzt mal ganz "stumpf" ausgedrückt.


    Ja, die Krähen und Rehe fressen im Winter den übrig gebliebenen Mais, da erst im Frühjahr gepflügt wird (den Maiszünsler freut's).
    Aber in so einem Maisfeld lässt sich's weder brüten, noch Junge verstecken und für Insekten ist das auch nicht sooo besonders spannend.


    In eine Saatlücke in "unserem" Maisfeld hatte ich nach der Spritzung vorgezogenen Zucker- und Ziermais gesetzt. Den haben die Hasen abgemümmelt, den Rest (gebeizt und gespritzt) haben sie stehen lassen.



    Kleine Anregung noch: stell Dir vor die 20 Hektar wären über Jahre hinweg mit Silphie, Sida & 'Wild'pflanzenmischungen kultiviert. Wärst Du dann immer noch so kritisch gegenüber der Biogasanlage ?


    Über Silphie würde ich mich nicht besonders freuen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir uns da wieder einen auf Dauer schwer loszuwerdenden Neophyten eingehandelt haben. Die ersten Imker ziehen ja auch schon los, und pflanzen es sich an den Bienenstand. Was damit passiert, wenn der Bienenstand mal nicht mehr da ist, ist wohl zweitrangig. :-(


    "Einheimische Wildpflanzenmischung": da kommen wir schon eher ins Geschäft. Wenn das Ganze dann auch noch so angelegt ist, dass da z.B. Platz für Bodenbrüter und Niederwild bleibt und man auch noch auf Beizung und Spritzung verzichtet... ...immer man her damit.
    Aber auch dann bitte nicht in eine Biogasanlage stecken, die 30 km weit weg ist.


    Wir haben hier auf 50.000 Einwohner gefühlte 100 Biogasanlagen (in Wirklichkeit wohl etwa 30 :wink:).
    Die wenigsten verfügen auch nur ansatzweise über arrondierte Flächen. Zur Maisernte wird hier munter hin und her und her und hin gekarrt. Das "Summen" der breiten Reifen ist dann im ganzen Stadtgebiet zu hören.
    Dann doch lieber mehr Windkraft. Diese Anlagen verschandeln das Landschaftsbild für mein(!) Gefühl bei weitem nicht so sehr, wie diese Quadratkilometer an Mais.


    Irgendwie finde ich das Konzept, Mais erst in die Kuh und dann in die Biogasanlage zu stopfen auch noch etwas sympathischer.
    Gibt wenigstens lecker Milch oder Steak. Leider pupsen die Muhmuhs nur soviel Methan.
    Was da dann im Endeffekt als "Biogasanlagenschlamm" auf den Feldern landet, möchte ich mir aber wahrscheinlich gar nicht so richtig gerne vorstellen.
    Das mit dem vollvoluminösen Erwärmen auf über 70°C schaffen die wohl nur theoretisch. Und selbst dann bleibt vermutlich noch einiges übrig, was man eigentlich nicht vollflächig direkt "nebenan" ausgebracht haben möchte.


    Wenn es dann auch noch ein vernünftiges(!) Wärmekonzept gibt, werde ich noch zum Fan von Biogas.
    Spargelfelder mit der Abwärme zu heizen, um einen um zwei Wochen verfrühten Erntebeginn zu haben, finde ich allerdings "pervers".
    Auch das mit der "Brennholztrocknung" ist so ein leidiges Thema.
    Dann noch lieber Garnelenbottiche damit aufheizen. Ist zwar auch "seltsam", macht aber fast eher Sinn.


    "Damals" als Kind (vor 30 Jahren) habe ich mich noch über vereinzelte Maisfelder gefreut, weil wir dort übrig gebliebene Kolben als Hühnerfutter gesammelt haben.
    Heute bekommen meine Hühner, Hähnchen, Enten und Schafe Futter ohne Soja vom Biobauern und den Mais lasse ich auf dem Feld liegen.


    Ich gebe zu: ich nähere mich dem Thema erst langsam. Jeder, der mich eines besseren belehren möchte, möge dieses tun!
    Aber was ich bisher sehe, finde ich unbefriedigend.



    ...äääh, so, reicht erstmal als kleiner OT-Exkurs zum Thema "Maiswurzelbohrer" :oops: Frauen mögen zwar Männer die reden, doch sie stehen mehr auf Gespräch als auf Monolog vermute ich mal :roll:



    Ich sabbel selber gerne :wink:, höre aber auch sehr gerne zu. :)


    In diesem Sinne,
    gute Nacht,
    Astrid (die gerne mal wieder mehr Rebhühner sehen würde)

  • Hallo Astrid,
    Soja vom Biobauern?
    Es gibt doch kaum noch gentechnikverändertes Soja.
    Zudem wird dies importiert, die Anbauflächen dafür durch Rodung primärer Wälder erzeugt.
    Auch wenn diese Wälder per gängige Interprätion einer großen Umweltschutz(?)organisation keine mehr sind und es ausreicht, wenn nach deren Meinung davon 10% überbleiben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.