6er Dadantableger gemeinsam überwintern ??

  • Ich habe 2 Ableger auf 6 Waben in einer gemeinsamen 12er Dadantbeute sitzen.Beide sehen gut aus und die frage ist nun ,soll ich die besser so belassen oder trennen um sie vll noch 1-2 Waben größer zu bekommen?Lg

  • 6 Waben sind nicht viel in Sachen Brut und Futter; und gigantische Völker wintert man da auch nicht aus. Bis Ende September sind noch ein paar Wochen Zeit. Meinereiner würde in eine "richtige" Beute umhängen, noch 2 Mittelwände geben und weiter füttern.


    Die Völker werden vorwärts machen! :daumen:

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Ich habe 2 Ableger auf 6 Waben in einer gemeinsamen 12er Dadantbeute sitzen.Beide sehen gut aus und die frage ist nun ,soll ich die besser so belassen oder trennen um sie vll noch 1-2 Waben größer zu bekommen?Lg


    Willst Du hohen Wintertotenfall oder eine sichere Überwinterung?
    Lass sie so, wie sie jetzt sind!


    Megachiropter . Bei 15 Renommee Bewertungen ! 3 grün, 12 rot, sagt alles !


    Hallo Cheffe. Sofort umsetzen in Dadant. Zarge vollmachen und flüssig 1:1 füttern. Lass dich nicht von Leuten beeinflussen die null Ahnung von Dadant haben und hier nur schreiben um des schreibens willens. Das hat Hartmut auch schon festgestellt.
    Du hast eine PN.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

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  • Hallo,


    ich hab vor ungefähr 2 Wochen das erste Futter gegeben und mache das sowieso in mehreren kleineren Schritten. Dabei gab es auch einen 6Waben-Kandidaten, etwas hinterher wegen Umweiselung, jedoch verdeckelte Brutbretter in Petto.


    Da kannst Du mal sehen, was so ein Ableger aufdreht und was die noch ausbauen bis in den Herbst! Ich kann mich Josef und Traugott nur anschließen. Setz sie um, gib ihnen Platz und Gelegenheit und füttere weiter.


    Bei eng gehaltenen Dadantvölkern auf 6-8 Waben im Brutraum wird ganz regulär nach dem letzten Schleudern (welches regional auch mal nach Ende Juli sein kann, gerade dieses Jahr) der Brutraum ohne Schied freigegeben, sprich: aufgefüllt mit MW und dann gefüttert. Durch die Fütterung bauen die die MW noch gut aus, finde ich. Dazu braucht man noch nicht mal Ableger zu sein :wink:


    Fette Wintervölker wünscht


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

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  • Zur Ergänzung sei gesagt, dass,
    wenn man das beobachtet,
    es dazu führt, dass die ausgebauten MW fluglochfern zu Futter-/Vorratswaben eingerichtet werden.
    Insgesamt arrangieren sie sich zum Wintersitz mit mehr Platz und Vorrat.
    Ableger entwickeln sich eher gerne noch etwas länger,
    insgesamt ist es nicht so, dass durch mit Auffüllen der Bruträume mit MW eine verstärkte Brut ausgelöst wird,
    sondern dass die Völker sogar durch die Fütterung darin begrenzt werden:
    Freiwerdende Zellen werden dann mit Futter befüllt und nicht wieder bestiftet.


    Beim 6er Ableger heißt das: sie bekommen mehr Platz für ausreichend Futter,
    können ihr Brutnest noch führen
    und haben gleichzeitig genug leere Zellen für den Wintersitz. Enger Sitz auf Futterwaben ist nicht so günstig.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    ich habs irgend wo schon mal geschrieben, genau das ist der Grund, warum ich nach 2 Jahren Versuch wieder von den Schiedböden weg gekommen bin. Das hat einfach mehr Nachteile als Vorteile.
    Irgendwann muss man trennen und den Zeitpunkt schiebt man aus den unterschiedlichsten Gründen (bei mir Bequemlichkeit) immer wieder raus.
    Und das geht auf Kosten der Bienenmasse, die bei Ablegern auch jetzt noch wächst.


    Egal welches Wabenmaß, ich würde jeden Ableger um diese Zeit noch mit der einen oder anderen MW erweitern.
    Jede MW zusätzlich ist zusätzliches Futter und Fläche für Brut.


    Und zwei Ableger zu je 6 Waben eingewintert werden im Frühjar (wenn überhaupt) nur knapp mit dem Futter auskommen und mit Sicherheit sehr schwach auswintern, da die Fläche zur Brut im Spätsommer gefehlt hat.


    Warum überhaupt jemand Schiedböden verwendet ist mir persönlich rätselhaft, da das erweitern in normale Beuten nicht aus bleibt. Fazit: Man hat wieder zusätzliches Material rum liegen und macht sich zusätzliche Arbeit.


    Noch was abseits vom Thema:
    Wo sieht man denn, wer welche Bewertungen hat?

  • Noch was vergessen:


    Ich persönlich würde die MW direkt an die letzte BW geben, das wird häufig anders gemacht. Wenn die MW nach der letzten FW gegeben wird, wird diese nur ausgebaut, wenn richtig viele Bienen da sind, sonst wird diese häufig ignoriert.


    Also die Futterwabe bleibt auch nach der Erweiterung die Randwabe. Allerdings würde ich bei einer solchen Erweiterung um diese Jahreszeit nur mit einer oder 2 MW vor der FW erweitern und den Rest dahinter hängen. Dann sieht man, wie gut sie diese noch annehmen.

  • Der Cheffe hat jetzt eine 12er Kiste voller Bienen und Futter.


    Erklär mir mal einer, wo vom Überwinterungsvermögen her der Unterschied zwischen
    - einem Volk mit einer Königin und
    - einem gleich großen Doppelvolk mit Trennschied und 2 Königinnen liegen soll!


    Warum wohl hat Br. Adam in 4er Abteilen seine Kö überwintert? Schon mal überlegt, welches Volumen und welche Oberfläche der gemeinsamen Winterkugel er dadurch erzeugte?


    Wenn ihr meint, Cheffe solle jetzt auf zwei Beuten aufteilen, könntet ihr genau so gut für Ablegerbildung Ende August plädieren.


    An meinen ganz speziellen Freund:
    Du scheinst es wieder sehr nötig zu haben.
    Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
    Welche Aussagekraft haben "Bewertungen" von solchen Leuten?

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)


  • Erklär mir mal einer, wo vom Überwinterungsvermögen her der Unterschied zwischen
    - einem Volk mit einer Königin und
    - einem gleich großen Doppelvolk mit Trennschied und 2 Königinnen liegen soll!


    Warum wohl hat Br. Adam in 4er Abteilen seine Kö überwintert? Schon mal überlegt, welches Volumen und welche Oberfläche der gemeinsamen Winterkugel er dadurch erzeugte?


    Wenn ihr meint, Cheffe solle jetzt auf zwei Beuten aufteilen, könntet ihr genau so gut für Ablegerbildung Ende August plädieren.


    Gerne:


    Du vergleichst Äpfel mit Birnen und laß mal Bruder Adam aus dem Spiel oder lies ihn nochmal genauer.


    Man kann einen Ableger auf 6 Dadant-Vollwaben, der im nächsten Jahr ein Vollvolk werden soll, womöglich noch in der Frühtracht voll da sein muß, nicht vergleichen mit den Absichten von Bruder Adam!


    Es geht hier nicht rein um das Überwinterungsvermögen.
    Adam hatte minimal-optimale Absichten. Hier sind wohl eher maximal mögliche Einwinterungsstärken gewollt.


    Bruder Adam beschreibt dieses 4er System ausdrücklich unter dem Kapitel "Begattungskästen"!
    Das sind Kleinvölkchen, die eben dieser dienen sollten und der Überwinterung der Königinnen.
    Sie enthielten je 4 Halbrähmchen mit Maß 19x25 cm.
    Adam weiselte betont im März um, dann waren die weg...


    Buder Adam: Meine Betriebsweise:

    Zitat

    In einem normalen Sommer versorgen sich diese Zuchtvölkchen auf vier Halbrahmen selbst, Wintervorräte eingeschlossen. Sie sind klein genug, um den Trieb nach Drohnenbrut nieder zu halten, zugleich aber groß genug zur Vorprüfung und Überwinterung der jungen Königinnen.


    Mit Ablegerbildung im August hat das aber auch gar nichts zu tun.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Wo sieht man denn, wer welche Bewertungen hat?


    ...würde mich auch interessieren.



    Erklär mir mal einer, wo vom Überwinterungsvermögen her der Unterschied zwischen
    - einem Volk mit einer Königin und
    - einem gleich großen Doppelvolk mit Trennschied und 2 Königinnen liegen soll!


    Die Überwinterung wird zwar besser in den geteilten Beuten sein aber im Frühjahr hat man dann Probleme wenn das Brutnest wächst - besser sie können gemütlich in reichlich mit Futter gefüllten Waben reinbrüten.
    Also ich versuche meine frühen Ableger immer auf zwei Zargen (Zander) zu bringen bis zum Herbst. Dann habe ich im Frühjahr keine Arbeit mit diesen Völkern - ich muss höchstens ein paar FutterWaben rausholen bevor ich den HR aufsetzte.


    Grüße
    Hannes

  • Die Überwinterung wird zwar besser in den geteilten Beuten sein


    Genau das ist jetzt der Punkt.


    aber im Frühjahr hat man dann Probleme wenn das Brutnest wächst


    Frühjahrsarbeiten stehen im Frühjahr an, nicht jetzt.
    Die Schied-Gurus schwören Stein und Bein, dass 6 Waben Dadant zum Brüten reichen. Im Frühjahr sogar drei.


    beetic
    Wenn Du ihn wirklich gelesen - und auch verstanden - hättest, würdest Du nicht schreiben, es hätte mit der Überwinterung etc. nichts zu tun.

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Megachiropter ()

  • Die Schied-Gurus schwören Stein und Bein, dass 6 Waben Dadant zum Brüten reichen. Im Frühjahr sogar drei.


    Ja, mancher Guru schwört manchen "Schiet"! :u_idea_bulb02:


    Im Herbst soll außer der Brut aber noch etwas rein, das nennt sich "Winterfutter".


    Zitat

    Frühjahrsarbeiten stehen im Frühjahr an, nicht jetzt.


    Notfütterung von Schwächlingen ist für mich keine Frühjahrsarbeit, sondern ein vermeidbares Übel.



    Aber ich denke, bei den eigentlichen Adressaten kam das bereits an. :p_flower01:

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Im Frühjahr möchte oder kann ich wegen zu niedrigen Temperaturen die Völker nicht öffnen und manchmal ist ein Volk schon überaschenderweise weiter als man gerechnet hat sobald die Temps eine Durchsicht zulassen und da hat man mit enghalten über den Winter das Volk eingebremst.
    Ich glaube gerne, dass 6 Waben zum brüten reichen aber sie brauchen ja auch noch Futter und ein wenig Pollen bei der Überwinterung - deswegen gibt man ja bei Dadant nach dem Einfüttern den ganzen Raum frei (so wie ich das verstanden habe - bin ein Zwei-Brut-Raum-Imker:-)


    Und wieso sollte man die Völker nicht in je eine eigene Beute geben? Welche Nachteile siehst du darin? Die Überwinterung ist meiner Meinung nicht das Problem. Die (meisten)Völker sterben entweder schon im Oktober durch z. B. Varroa oder im Frühjahr (z.B. Futtermangel). Der Totenfall mag schon geringer sein, das ist er wenn man ein Volk einpackt und isoliert für den Winter auch. Aber das kann mir ja egal sein wenn ich bis zur Frühjahrstracht ein sattes, großes Volk habe.


    Grüße
    Hannes