Vorstellung und Ablegerbildung

  • Hallo liebe Mitimker,


    ich lese seit einiger Zeit hier mit und möchte mich hier kurz vorstellen:


    Ich heiße Alexander, bin U50 und habe vor etwa 10 Monaten damit begonnen ein Hobby für mich zu suchen, das verschiedene Aspekte beinhaltet. Ich interessiere mich seit Jahren für den ökologischen Umweltschutz, habe einen sozialen Beruf, und liebe die Natur. Mindestens diese Punkte suchte ich zu vereinen, auch im Hinblick auf die Entschleunigung. Ich habe vor einigen Jahren über den schlechten Zustand der Bienen erfahren und habe mich entschlossen einen kleinen Teil für den Erhalt der Bienen zu tun. Ich habe einen Imkerkurs besucht und bin jetzt "angefressen" :-)


    Ich habe im Mai von meinem Imkerverein einen Ableger bekommen, der ist jetzt sehr stark geworden und auf 2 Zargen sitzt.


    Ich habe mein Volk jetzt gefüttert und die erste Varroabehandlung wird seit dem 17.08. mit einem Nassenheider Verdunster Prof. und 200ml 60%iger Ameisensäure durchgeführt. Die Futterzarge ist gefüllt mit 10kg Zuckerwasser 1:1. Das wird gut angenommen.


    Ich bin sicher, mein Volk wird den kommenden Winter gut überstehen.


    Ich fange langsam an, das kommende Jahr zu planen. Mein jetziges Volk wird mein Wirtschaftsvolk, daraus werde ich bis zum Ende der kommenden Bienensaison einige weiter Ableger gebildet haben.


    Jetzt zu meinen Fragen:
    Ich habe vor diese Ableger in der ganzen Zanderbeute zu bilden. Je Ableger einen Boden, eine Zarge mit 5 Rähmchen. Königin soll zuerst selber geweiselt werden. Die Rähmchen mittig in der Zarge, links und rechts davon Trennschiede. Den Leerraum mit Leerrähmchen und Mittelwaben aufgefüllt. Das Flugloch mittig auf 1cm verengt. Futterzarge obenauf und gut. Deckel und Blechdach noch drauf. Das ganze soll zunächst auf einer Belegstelle stehen, bis die Königin gut schafft.


    Zwischendurch immer schön füttern und nach links und rechts erweitern, bis die erste Zarge im Juli voll ist.


    Das Wirtschaftsvolk wird immer wieder leicht geschröpft, um weitere Ableger zu erhalten. Andere Ableger sollen dazugekauft werden. Am Ende sollen es im August kommenden Jahres 10 starke Völker werden, die dann wieder Wirtschaftsvölker werden, etcpp.


    Soweit mein Plan. Gibt es, ausser der Natur, Schwachstellen? Was meint ihr zu meinen Plänen? Klappt das so?


    Ich möchte irgendwie vermeiden zusätzlich Ablegerkästen kaufen zu müssen, deshalb die Idee mit den Trennschieden. Nicht aus Mangel an Geld, mir fehlt es schlicht an Platz.


    Nun zur langfristigen Planung. Ich werde vermutlich irgendwann einmal in den Ruhestand gehen und möchte dann noch eine Tätigkeit ausüben können, die mir Freude bereitet und sich vielleicht selber trägt.


    Viele Grüsse aus dem sonneverwöhnten Markgräflerland und ich bin gespannt auf Eure Meinungen
    Alex

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  • Hallo Alexander,
    herzlich Willkommen hier im Forum!



    Ich heiße Alexander, bin U50


    Ja gibt´s denn sowas, ich auch :-D



    Ich habe mein Volk jetzt gefüttert und die erste Varroabehandlung wird seit dem 17.08. mit einem Nassenheider Verdunster Prof. und 200ml 60%iger Ameisensäure durchgeführt. Die Futterzarge ist gefüllt mit 10kg Zuckerwasser 1:1. Das wird gut angenommen.


    Siehste Henry, es gibt auch Andere Kurse :wink: Alex hat Futterzargen und Nassenheider :wink:



    Ich bin sicher, mein Volk wird den kommenden Winter gut überstehen.


    Ich möchte ja deine Euphorie nicht dämpfen und hoffe es für dich, aber so genau weiß man das nie. :wink:



    daraus werde ich bis zum Ende der kommenden Bienensaison einige weiter Ableger gebildet haben.


    Warum hast du eigentlich dieses Jahr keine mehr gemacht?



    Jetzt zu meinen Fragen:
    Ich habe vor diese Ableger in der ganzen Zanderbeute zu bilden. Je Ableger einen Boden, eine Zarge mit 5 Rähmchen. Königin soll zuerst selber geweiselt werden. Die Rähmchen mittig in der Zarge, links und rechts davon Trennschiede. Den Leerraum mit Leerrähmchen und Mittelwaben aufgefüllt. Das Flugloch mittig auf 1cm verengt. Futterzarge obenauf und gut. Das ganze soll zunächst auf einer Belegstelle stehen, bis die Königin gut schafft.


    Das wird so aber nicht funktionieren. Auf Belegstellen sind meistens nur EWKs zugelassen. Oft sind Andere Begattungseinheiten noch gedultet, aber eine komplette Zarge wirst du nicht hinstellen dürfen.



    Andere Ableger sollen dazugekauft werden. Am Ende sollen es im August kommenden Jahres 10 starke Völker werden, die dann wieder Wirtschaftsvölker werden, etcpp.


    Warte doch erstmal auf nächstes Jahr. So genau kann eigentlich kein Imker seine Völkerzahlen planen. Meistens werden es immer mehr als man geplant hat :wink: Kaufen würde ich an deiner Stelle keine.



    Ich möchte irgendwie vermeiden zusätzlich Ablegerkästen kaufen zu müssen, deshalb die Idee mit den Trennschieden. Nicht aus Mangel an Geld, mir fehlt es schlicht an Platz.


    Ablegerkästen sind auch nicht nötig, um nicht zu sagen überflüssig.


    Weiterhin viel Erfolg!


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo Alexander,
    herzlich Willkommen hier im Forum!


    Danke, hier habe ich schon viel gelernt.
     

    Zitat

    Ich möchte ja deine Euphorie nicht dämpfen und hoffe es für dich, aber so genau weiß man das nie. :wink:


    Ist halt wie vieles im Leben...



    Zitat

    Warum hast du eigentlich dieses Jahr keine mehr gemacht?


    Ortsabwesenheit :oops:, war schon lange geplant.


    Zitat

    Das wird so aber nicht funktionieren. Auf Belegstellen sind meistens nur EWKs zugelassen. Oft sind Andere Begattungseinheiten noch gedultet, aber eine komplette Zarge wirst du nicht hinstellen dürfen.


    Das bespreche ich dann mit meinem Vereinsvorstand.


    Zitat

    Ablegerkästen sind auch nicht nötig, um nicht zu sagen überflüssig.


    Gut! Was ist der Grund?


    Zitat

    Weiterhin viel Erfolg!


    Danke!


    Liebe Grüße
    Alex

  • Ablegerbildung in Magazinzarge: Ich habe auch keine Ablegerkästen, weil ich keine benötige. Nur dein Plan mit 2 Trennschieden zu arbeiten ist nicht so gut, besser ist folgender Aufbau:


    Beutenwand, Futterwabe, Brutwaben, Leerwabe (falls vorhanden), Mittelwand, freier Raum (zB um zu Füttern), Beutenwand


    Das Flugloch verkleinert, auf der Seite mit den eingehängten Waben.


    Und dann immer mit Mittelwänden erweitern, wenn die Königin in Eilage ist und der Ableger wächst.



    Stefan

  • Hallo Stefan,


    danke für deine Antwort!


    Zitat

    Beutenwand, Futterwabe, Brutwaben, Leerwabe (falls vorhanden), Mittelwand, freier Raum (zB um zu Füttern), Beutenwand


    Laß mich das (für mich) plastisch ein wenig auseinandernehmen. Ich wollte mittig starten und dann nach links und rechts gleichmäßig ausweichen, bis das Magazin besetzt ist.


    Wand - Leerraum mit 2 Reserverähmchen mit neuen Mittelwänden - Trennschied - Futterwabe - Leerwabe - Brutwabe - Leerwabe - Futterwabe -Trennschied - Leerraum mit 1 Reserverähmchen mit neuer Mittelwand - Wand = 10 Rähmchen in der Beute. Die Futterwaben wandern 1x nach links und rechts mit dem Trennschied. Rechtes Trennschied raus, Mittelwandrähmchen rein. Links wandert, Trennschied raus, Futterwabe links an die Wand und ein leeres Rähmchen einsetzen, zwischen Futterwabe links und damals Leerwabe. Das leere Rähmchen dient der Drohnenbrut.
    Wand - Futterwabe - leeres Rähmchen - Leerwabe - Brutwabe - Brutwabe - Brutwabe - Brutwabe - Leerwabe - Futterwabe - Futterwabe - Wand = 10 Rähmchen


    Flugloch mittig.


    Das klingt für mich (als Newbie) logisch. Aber, was ist schon logisch :-)


    Damit fasse ich die Brut und die Königin nicht an.


    Nach 5-6 Wochen je nach Druck 2. Zarge aufsetzen mit lauter Mittelwänden. Und die Beute von der Belegstelle räumen, Mitte Juni. Volk bis Mitte August groß und stark werden lassen. Zwischendurch immer mal die Drohnenbrut entfernen.


    Gedankenfehler?


    Liebe Grüße
    Alex

  • Hallo Alex,
    mittig starten kannst Du natürlich machen, der Trennschied schirmt aber am Anfang nicht so gut ab, wie wenn die Wabe direkt an der Beutenwand sitzt. Ich fange immer an der Seite an und schiebe in die Mitte, wenn ich den Fluglochkeil auf halbe Breite drehe - meist, wenn 6...7 Waben gut besetzt sind.


    Im Prinzip ist nur wichtig, dass Du vor dem Winter das Brutnest in der Mitte hast, damit nach beiden Seiten das Futter geholt werden kann und damit der Futterweg halbiert wird. Wenn Du mal ein eingegangenes Volk durch Abriss vom Futter gesehen hast, dann "klingelt's" (...zumindest bei mir war's so).


    Gruß Wolfgang
    P.S. Aus Rähmchen im Bausatz ohne Hoffmannseiten lassen sich wunderbar Trennschiede mit Isolation bauen...

  • Noch ein Rat
    Langsam die Völkerzahl hochfahren, immer entsprechend der zunehmenden Erfahrung. Von 1 auf 10 ist sehr "sportlich". Ich betreue Neuimker in unserem Verein und bin BSV, habe da schon viele "Imkerkarrieren" mit erlebt. Blitzstarter legen meist eine Bauchlandung hin - das ist meine Bebachtung...


    Gruß
    Wolfgang