Plastikfuttertrog von Holtermann OK?

  • Hallo zusammen!


    Nachdem ich nun langsam mit größeren Futtermengen anzufangen, hab ich mal diverse Behälter zum Füttern probiert und war nicht wirklich überzeugt. Nun wollte ich mir einen Futtertrog kaufen, da ich meine Jungvölker in kleineren Mengen von bis zu sechs Litern einfüttern wollte. Die Futterzargen würde ich mir im kommenden Jahr zulegen, da ich hier ja sowieso noch welche benötige und ich die kleinen Tröge für die neuen Ableger, die Zargen für die dann vorhandenen Wirtschaftsvölker nutzen wollte.


    Also ich wollte mir halt diesen Trog zulegen http://www.holtermann-shop.de/advanced_search_result.php?keywords=f%FCttern&x=0&y=0


    Frage hierzu: Hat schon jemand Erfahrung mit dem Kasten?
    Benötige ich hier auch Schwimmhilfen oder steigen die Bienen durch den Domaufstieg in der Mitte auf? Kann das auf dem Bild schlecht erkennen.
    Wenn keine Schwimmhilfen, bleibt der Deckel bestimmt geschlossen oder?


    Mit Futtertaschen hab ich übrigens keine so guten Erfahrung gemacht - zumindest mit den kleinen. 1. waren die undicht und 2. wollten die Bienen da nie mehr raus.


    Ach ja zu den Futterzargen - muss man die aus Holz immer Lackieren?


    Gruß
    Frank


  • Benötige ich hier auch Schwimmhilfen oder steigen die Bienen durch den Domaufstieg in der Mitte auf? Kann das auf dem Bild schlecht erkennen.
    Wenn keine Schwimmhilfen, bleibt der Deckel bestimmt geschlossen oder?


    Hallo Frank,


    die Bienen steigen in der Mitte durch den "Domaufstieg" auf. Das Holz ist dort griffig und sie finden guten Halt. Darüber gestülpt ist eine Plastikkappe, die im Optimalfall 0,5 mm über dem Boden der Futterzarge sitzt. Diese Kappe verhindert dass Bienen wegtreiben. Die 0,5 mm Abstand haben den Vorteil, dass bei fast leerer Futterzarge die Bienen unten durch kommen und die komplette Zarge ausschlecken können. Schwimmhilfen werden also keine benötigt.


    Hinzu kommt, dass sich die Zargen leicht nachfüllen lassen, ohne dass man das Volk dabei öffnen muss.


    Ich würde mir die nicht aus Plastik sondern aus Holz kaufen.


    LG


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Futterzargen - muss man die aus Holz immer Lackieren?

    Innen müssen die z.B. mit Wachs gedichtet werden. Zwingend. Auch wenn sie frisch befüllt dicht sind. Zudem neigen sie zum Gammel, wenn Futter rohes Holz berührt.


    Aber ganz ehrlich, fang nicht nicht so Innenfütterdingern an! Gib heute schon das Geld für FZ aus! Da hast Du länger was von und hast nicht zwei Futterstandards in der Imkerei.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Sorry, das mit dem Nachfüllen und so... das bezieht sich auf reine Futterzargen nach diesem System, nicht auf die oben genannten Futtertröge.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Zitat

    Hinzu kommt, dass sich die Zargen leicht nachfüllen lassen, ohne dass man das Volk dabei öffnen muss.


    Aber wenn die Bienen doch alles ausschlecken, kann ich ja nicht einfach in den dann (futter) leeren Trog einfach neues Futter schütten. Die Bienen müssen ja erst raus - also Trog ab / oder rausnehmen und aussschlagen. Ist zwar besser als die Tasche rausnehmen - aber ein öffnen ist ja trotzdem


    Zitat

    Ich würde mir die nicht aus Plastik sondern aus Holz kaufen.


    Warum? Nur weil es natürlicher ist oder weil es eine ganze Zarge wäre? Den Plastiktrog kann ich einfach unter Wasser abwaschen und muss ihn nicht wie Holz lackieren.

  • Aber ganz ehrlich, fang nicht nicht so Innenfütterdingern an! Gib heute schon das Geld für FZ aus! Da hast Du länger was von und hast nicht zwei Futterstandards in der Imkerei.


    Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die Futterzargen von Dehner auch auf meine Kisten passen. Ist halt ein anderer Lieferant. Nächstes Jahr wollte ich mir ja die Kisten von ihm kaufen, dann auch die Zargen. Daher tue ich mich jetzt schwer 50 EUR für zwei Zargen plus Farbe (hab halt noch keinen Wachs) zu investieren um zwei Zargen zu kaufen, von denen ich nicht weiß, ob sie passen. Daher halt der Gedanke an den Innenfütterer.

  • Hi Hobbit,


    die Dinger sehen aus wie die, die ich von einem anderen Händler habe. Auch die 6Liter-Version.
    Ich finde die gut, bin aber selber erst im 2. Jahr, also Bewertung bitte entsprechend einordnen!


    Bienen kommen locker hinauf und im Dom zum Futter hinunter, der Dom ist gerillt, die Bienen haben guten Halt.
    Wenn man den Deckel abnimmt zum Nachfüllen oder zur Kontrolle, kann man durch den transparenten Domdeckel sehen, was die Bienen machen. Ersaufen ist unmöglich. Sehr saubere Sache, kein schimmeliges Stroh oder anderes ekliges Zeug, was manchmal so empfohlen wird.


    Bei mir steht der Fütterer im Standarddeckel, der bei mir genau für diesen Zweck ein rundes Loch hat, über dem der Dom steht. Daher brauche ich gar nix, außer diesem Plastikfütterer. Außerhalb der Fütterungszeiten ist das Loch automatisch durch die Dämmplatte verschlossen (bei meinen Beuten hat der Deckel exakten beespace, daher kann ich auch ohne Folie arbeiten und die Bienen könnten dann ja in den Deckel und weg).


    Ich würde auch genau die aus Plastik wieder empfehlen. Vorteil: Stapelbar, leicht und einfach in der Spülmaschine zu reinigen.
    Die Holzfütterer sind riesig, schwer, brauchen Unmengen Lagerplatz und sind viiieel teuerer.
    Für 5 Völker müsste ich entweder fünf Zargen (z.B. Adamfütterer) mitschleppen oder eben nur 5 dieser Teile, die ich in einer Hand tragen kann.


    Mir wurde der auch empfohlen, da mir abgeraten wurde, sehr viel Futter auf einmal zu geben.
    Bisher fahre ich gut damit, meine Bienen sind alle am Haus oder nächstes Jahr auch in der näheren Umgebung, häufigere Anfahrten stören mich also nicht. Aber die Dinger gibt es auch mit größerem Fassungsvermögen, dann würden sie in meinem Fall aber vielleicht nicht mehr in den Deckel passen, zumindest, wenn sie dann auch höher sind.


    Weil ich es gerade sehe: Du kannst jederzeit nachfüllen, egal ob Bienen drin sind oder nicht. Völlig ohne Bienenkontakt - weder merken die was noch wirst du umschwirrt noch wird es in der Beute kalt (Herbst, nachts).
    Beutenblechdeckel abnehmen, Füttererdeckel weg, rein gießen, Deckel zu, kein Warten auf Bienenabflug mit Räubergefahr oder ersäufte Bienen sondern fertig.
    Und stimmt, den Vorteil habe ich in der Aufzählung vergessen: Wasserdicht machen mit Wachs, Lack oder ähnlichem Gefrickel ist auch nicht notwendig.



    Gruß
    hornet

    Ja, spinn' i oder bien i?

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von hornet () aus folgendem Grund: ergänzung

  • Aber wenn die Bienen doch alles ausschlecken, kann ich ja nicht einfach in den dann (futter) leeren Trog einfach neues Futter schütten. Die Bienen müssen ja erst raus - also Trog ab / oder rausnehmen und aussschlagen. Ist zwar besser als die Tasche rausnehmen - aber ein öffnen ist ja trotzdem


    Such mal beim Weber... Da steht das irgendwo in der Anleitung auch noch beschrieben. Du öffnest einfach die Futterzarge. Wenn noch nicht ganz leer, dann kannst du ohne weiteres zu beachten einfach auffüllen. Wenn sie leer ist, dann lass die Zarge einfach ein paar Minuten geöffnet. Binnen kurzer Zeit fliegen alle Bienen weg und du kannst nachfüllen.



    Warum? Nur weil es natürlicher ist oder weil es eine ganze Zarge wäre? Den Plastiktrog kann ich einfach unter Wasser abwaschen und muss ihn nicht wie Holz lackieren.


    Beides! Über Natürlichkeit kann man sich streiten, aber eine ganze Futterzarge ist schon eine feine Sache :wink: Warum musst du den Trog waschen? Die Bienen putzen gründlicher als du :p Die Futterzargen kommen lackiert zu dir. Wenn du selber baust, auch dann ist das lackieren nicht viel Aufwand...


    LG

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • ... Wenn sie leer ist, dann lass die Zarge einfach ein paar Minuten geöffnet. Binnen kurzer Zeit fliegen alle Bienen weg und du kannst nachfüllen.

    Machte ich das tatsächlich, wäre die binnen Minuten voll ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich habe davon eine ganze Menge aber ich bin nach und nach wieder abgekommen davon:
    1. Ich muss eine Honigzarge dafuer leerraeumen
    2. Man sollte eine Folie darunter legen weil sonst Essig mit dem bequemen, bienenfreien Nachfuellen
    3. Der Deckel passt mit Ach und krach drauf in der Segeberger
    4. Der Deckel schliesst nicht dicht und mit Folie hat man schnell Ameisen en masse im Futter...oder halt Klebeband rundum aber dann erst recht Essig mit Nachfuellen
    5. Die Futterabnahme ist zu langsam weil eben weniger Abnahmeflaeche als bei den seitlichen Aufstiegen
    6. Komplettleerung schwierig, mit Resten in einer Ecke muss man rechnen und leben.


    Die Segeberger Futterzargen sind Spitze, will ich nicht mehr missen!


    Melanie

  • Voll mit Bienen? Warum sollte sie denn das sein?

    Wenn ich im Moment hier meinen Stockmeißel raus lege, kriegt der Bienenpelz. Ein Wachsresteeimer oder abgeschmolzene Rähmchen wird zum Schwarm und mit einer Wabe in einer Zarge mit Flugloch könnte ich freiwillige Fluglinge bilden. Es Räubert nach der langen Lindentracht und den überfütterten Brutnestern nur so. Zudem scheinen jetzt plötzlich Millionen Wespen auferstanden.


    Offen lassen kann ich überhauptz nix!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Zitat von Weber...


    Zitat

    Die Bienen gehen dann, wenn der Pegel vom Bienenfutter bis zum Boden gesunken ist, unten in den Futtervorratsbehälter und lecken diesen sauber. Etwa drei Tage nachdem sie aus dem Vorratsbehälter den letzten Futtersirup aufgeleckt haben, kann nachgefüttert werden. Solange der Futtervorratbehälter nicht zu 100 % sauber geleckt ist, gehen die Bienen nicht von selbst zurück in die Beute. Ich rate Ihnen mit dieser Futterzarge bei Tageslicht zu füttern. Dazu den Beutendeckel so öffnen, dass Tageslicht auf die Bienen fällt. Die Bienen normaler, gesunder Völker gehen dann in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Minuten durch den Schlitz unter der Plastikabdeckung in das Innere der Beute zurück. Damit sparen Sie Arbeit und es kann nie Bienenfutter verderben.


    Ja, momentan wird geräubert was das Zeug hält, aber auf 5 Minuten? Also bie mir dauert es zumindest im Moment noch länger als 5 Minuten bis die Bienen die Futterquelle (klebriger Stockmeißel, ausgeschleudertes Rähmchen...) gefunden haben.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Also wenn ich mitti Kanister an die Völker gehe, dann geht dem Ratz-Fatz. Wiegen. Deckel hoch. Nachschütten. Deckel drauf. Evtl. nachwiegen. Nächstes. Ich laß da doch nicht 5-10 Minuten Licht und Luft dran. Und ich laß die auch nicht tagelang eine Futterzarge leerlecken, wenn ich eigentlich weiterfüttern will. Auch am Ende leckt die bei mir keiner aus, weil ich die bis zur Winterbehandlung drauf lasse, so wie sie sind. Ich kenne sogar Imker, die haben FZ und Bienenflucht immer oben auf den Völkern drauf, weil die das Geschleppe Leid sind. Die setzen dann im Herbst mal die FZ über die Fluchten, wenn sie die reinigen oder streichen wollen oder so.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder