Verhinderung der Räuberei mit einfachen Mittel

  • Hallo, die Räuberei ist ja leider jedes Jahr immer wieder ein Thema, ein einfaches Mittel ist, frische Brennnessel schneiden ,zu einem Bund zusammen binden , zwischen die einzelnen Beuten hängen, notfalls das Flugloch fast zuhängen. immer für frisches Nessel sorgen ,abgewelkt bringt es nichts. Gruß Jürgen

  • ich mach es so:


    - vitale Völker und Ableger,
    - Fluglöcher im Herbst einengen auf ca. 1/3
    - Achtsamkeit beim Arbeit, keinen Honig verkleckern, und wenn, dann gleich aufwischen,
    - zügig an den Völkern arbeiten,
    - Eingriffe in den Abend verlegen
    - .... was vergessen ?

  • Hallo Reiner,
    Du hast es auf den Punkt gebracht , jede Räuberei geht eine Eselei des Imkers vor aus.
    mein Liebes Honigbährmännchen, ich hatte von Bienen geschrienen, oder hast Du mich verkehrt verstanden ?



    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,
    die Anwendung von Brennnesseln zur Räubereibekämpfung ist uralt. Sie wird bereits 1929 von
    Sklenar beschrieben und hat bereits da schon nicht gewirkt.
    Die einzig nachweisbare Wirkung ist, dass sich die Bienen wegen der geändereten Optik neu einfliegen müssen.
    Dies ist nach wenigen Stunden geschehen, just wenn die Brennnesseln gewechselt werden sollen.
    Die Bienen haben weder Angst vor dem Sekret der Pflanzen noch vor dem Geruch, schon gar nicht Räuberbienen
    in ihrem Rausch.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    Problem des Erfolgsgefühles ist wie sicher oft die Suggestion und Art der Verknüpfung.
    Wenn eh keine Räubereibedingungen herrschen bzw. am Stand keine aufkommt, dann hätte man wohl auch Tapetenfetzen aufhängen können und würde hinterher denken, das habe funktioniert.
    Meist fehlt ja die Gegenprobe;
    erst recht die Doppelblindstudie :wink:


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Anzahl der Völker am betreffenden Stand spielt wohl auch eine Rolle. Je mehr, desto irre. Was bei 5 Völkern gut funktioniert, versagt bei 50 Völkern.

  • Hallo ,
    sicher habt ihr Recht.
    Nur aus der Erfahrung ei Beispiel, zu DDR Zeiten wurden in den Rotklee bis zu 8 Völker pro Hektar eingesetzt , also es standen heufig bis zu 300 --400 Völker an einem Schlag, es gab eine Bestäubungsprämie von 20,00 M pro Volk , ein Abwandern bei Räuberei war selten angesagt, mir hat es mit dem Nessel immer geholfen, es muß nur Frühzeitig erkannt werden.
    Mein Bestand waren damals 96 Wandervölker in 2 Wanderwagen.
    Aber bitte ich lass alles offen, so hat ja Jeder seine Erfahrungen gemacht, oder macht sie immer noch Positiv oder Negativ.


    Gruß Jürgen



  • Moin Jürgen,


    das da an Deinem Wagen ist kein Rotklee. Sieht eher nach Obst und Raps aus. :wink: Aber Hübsche Biene. Deine?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Du hast 96 Völker im Rotklee mit Brennesseln versorgt? Respekt. Wie oft hast Du die Brennesseln denn gewechselt?


    PS: Hübsche Bilder! Ruhig mehr davon.

  • Guten Morgen!


    Jaja, macht Euch nur lustig, aber ich habe gerade vor ein paar Tagen auch ähnliche Erfahrungen gemacht:


    Ein umgestülptes Gurkenglas, gefüllt mit Zuckerwasser hat einiges Getummel ( leider auch viel von Wespen) bei einem kleinen Volk hervor gerufen.
    Die "Eselei" des Imkers bestand im Umstülpen des Glases, bei dem - unverhinderlich - etwas von dem Zuckerwasser auslief und quasi auf den Beutenboden tropfte - was wiederum die anderen Damen anlockte.


    Ich habe mir mit frischer Minze schnell geholfen:
    Um das Glas herum und etwas davon vor das Flugloch und das Getummel hörte so schnell auf, wie es begann.
    Ich gehe davon aus, dass der Geruch der Minze den Geruch des Zuckerwassers einfach überdeckt hat.
    Wenn ich mir das nur eingebildet habe, dann solls mir auch wurscht sein.


    LG: Anni :wink:

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Aber bitte ich lass alles offen, so hat ja Jeder seine Erfahrungen gemacht, oder macht sie immer noch Positiv oder Negativ.



    Super Einstellung!
    Ich will auch noch mehr Bilder von anno Krach!

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Hallo ,
    ich freue mich, stelle fest es wird doch gelesen,
    Ja Henry, die hübsche Biene gibt es immer noch, ist nur wie ich, in der Zwischenzeit etwas reifer geworden.
    die Aufnahmen sind natürlich nicht aus dem Rotklee, sollten nur die Bienenmasse da stellen,und sind mindesten 30 Jahre alt.
    Bernhardt, immer Trocken,aber daas is Nix.


    Mit Frdl. Gruß Jürgen

  • ich freue mich, stelle fest es wird doch gelesen,

    Na klar.

    Ja Henry, die hübsche Biene gibt es immer noch

    :daumen: Nicht umweiseln! Nachzucht gemacht? :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder