Hanf gegen Varroa

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    Hallo Wilfried,
    andere Länder - andere Sitten.
    Hier im Forum hat man mir zu der Zeit erklärt, das Abschlegeln vor der Blüte wäre vorgeschrieben.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Zusammen!


    bei einem Spaziergang in Südkärnten (Urlaub :wink:) hat mich ein Geruch auf ein Feld aufmerksam gemacht:



    Und siehe da, es war Hanf!


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Guten Morgen!


    ich verwende für meinen Smoker unter anderem echten Taunus Hanf.
    Legal gekauft bei Werner Seip:
    http://www.bienenzuchtbedarf-s…unus-Hanf-Rauchstoff.html


    Unser Klempner dichtet auch heute noch manche Rohrleitung mit Hanf ab....


    Also an Hanf zu kommen, ist ja ein Leichtes.


    Als Kleintierstreu wird Hanfstroh genutzt.
    Weil Hanfstroh (Abfall von Nutzhanf!) Haus oder Heimtiere und ihre Umgebung vor Insekten und Schädlingsbefall schützen kann.


    Nun ja - meine Bienen sind noch nicht tot umgefallen, aber der Smoker verklebt gewaltig, warum wir wieder nur den Eierkarton und Gartenabfall nutzen.


    Varroa? Habe ich bis dato außnahmsweise nicht so viel, aber das führe ich nicht auf den Hanf, die Kappuzinerkresse, den Rhababer oder die Brennesseln zurück, die ich im Garten habe.


    Wie ein Vorredner hier schon erwähnte:
    Gäbe es wirksame Alternativmethoden zu den derzeit erfolgreich (wenn richtig) angewendeten, so wüsste man das


    Schmunzelnde Grüße: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Tobias,


    ganz normaler Rauchtabak (also von der Tabakpflanze) hat denselben Effekt. Einen Schwarm in einer Schwarmfangkiste damit beräuchert, dann 10 Minuten verschließen, und alle Varroen liegen am Boden. Nachteil: 5 Minuten später die Bienen auch. Und: die Varroen sind nur betäubt.


    Gruß
    KME


    In dem Film "More than honey" rennen doch der Schweizer und auch die Kö-Züchterinnen permanent mit so nem Ziagrrenteil im Mund bei den Bienen rum und pusten diese auch noch bewusst an.


    Ist das da kein normaler Rauchtabak / keine normale Zigarre oder liegt Deine tödliche Beschreibung / Beobachtung am Verschliessen der Kiste ?


    LG Co

  • Zum Thema Hanf:


    ich habe vor ca. ner Woche mit einem Baubiologen wegen Baumaterial Hanf quatschen können.


    Von insektenabwehrend hat der nichts gesagt, denn dann wäre es ja kontraproduktiv bei der Biene.
    Dann würde ich ja nicht nur die Milbe sondern auch die Biene verscheuchen oder schlimmeres.


    Ansonsten hat Hanf u.a. eine Wirkungsweise gegen Schimmel und Bakterien, zumindest als Dämmmaterial bei Häusern :wink:


    Habe mir jetzt Hanfplatten + Stopfhanf bestellt und wollte damit eigentlich mal den Versuch als Auflage über den Rähmchen und Dämmaterial ähnlich dem Kissen bei Warree probieren.


    Der Beitrag von Anni verunsichert mich aber nun, habe keine Lust dann meine Bienen damit umzubringen.


    Wie könnte man sowas testen, ohne gleich den Verlust eines ganzen Volkes zu riskieren ????


    LG Co

  • Hallo Villakunterbunt,
    ich habe auch zwei Jahre Hanfstreu im Smoker benutz ohne ersichtlich negative Vorkommnisse. Das einzige was negativ auffällt ist die starke Verteerung des Rauchers, was ja Anni auch als negativ beschreibt.
    Was im Film "More than honey" geraucht wird ist nach meinem Augenschein einfach Tabak. Ich kenne es aus meiner Anfängerzeit da war es bei allen Altimkern üblich eine Zigarrenstummel bei der imkerlichen Tätigkeit im Mund zu haben und bei Bedarf den Rauch auf die Bienen zun blasen. Ich denke es ist ein Unterschied eine leichte Rauchfahne auf die Wabe zu blasen bzw. den Smoker mit Tabak zu füllen und die Bienen maßiv einzuräuchern.
    Mit einer Hanfdämmplatte eine Winterdämmung durchzuführen statt dem Strohkissen halte ich für unproblematisch; habe aber keine eigene Erfahrung damit.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Soweit ich weiß, wird Faserhanf früher geerntet, als z.B. Hanf zur Samengewinnung für Vogelfutter, Öl o.ä.


    Güße,
    Jan


    Ja das ist ganz logisch ... für die Samengewinnung und fürs Vogelfutter (auch Samen) braucht man eine bestäubte Pflanze ;)


    Ich frage mich was ihr alle mit Hanf habt. Irgendwie ist das ein Mysterium das man nur vom Hörensagen kennt oder weil er mal auf dem Feld stand und ansonsten hört man von Hanf immer nur im Zusammenhang mit der bewusstseinserweiternden Wirkung sei es nun als Medizin oder als Droge. Es gibt übrigens in Deutschland einen erheblichen Anteil an Cannabiskonsumenten - so ein Tabuthema scheint es dann doch nicht zu sein.
    Hanf ist ein ausgezeichneter Faserlieferant und die Samen sind wohl sehr gute Proteinlieferanten weil sie alle Aminosäuren in einem, für den menschlichen Organismus günstigem Verhältnis beinhalten. Hanfsamen schmecken gut. Hanföl ist ein ausgezeichnetes Öl mit hohem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und macht fast jeden Salat zu einem Geschmackserlebnis.
    Versucht es mal im nächsten Bioladen. Das beste an Hanf ist, dass er keinen Dünger braucht und keine Schädlingsbekämpfungsmittel notwendig sind. Das Zeug wächst wie Unkraut und könnte eine erhebliche Menge Leute ernähren und mit hochwertiger, robuster Kleidung versorgen.


    Wenn wir über Hanf und Varroa diskutieren könnte man auch fragen warum man nicht getrocknete und zermalene Schlafmohnkapseln in den Smoker schmeißt und die Bienen bedisselt? Oder wie wären Cokablätter? Ich hätte noch einen ziemlichen Hammer - blätter des Stechapfels oder der Tropetenblume. Vielleicht legen wir auch Psilos (Zauberpilze) in das Futter der Biene. All das wird uns keinen Durchbruch gegen die Varroa bringen. Wir werden die Varroa nicht auf magische Weise los durch eine besonderes Mittel, durch eine besondere Bienenrasse oder eine besondere Kiste. Die Varroa wird uns noch eine weile begleiten.
    Ein wirklicher Durchbruch wird erst kommen, wenn die Umwelt wieder in Ordnung sein wird.
    Just my 2 Cents

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honig ()

  • Die Varroa ist doch nicht das Problem. Mit angepasster Betriebsweise lässt es sich problemlos mit der Varroa imkern. Die gegen null tendierenden Verluste unserer Grossimker beweisen es.
    Nur: Diese Leute sind nicht in Foren, noch sonstwo, um GENAU zu erklären wie sie es machen. Das bleibt deren Geheimnis.
    Alle anderen kloppen dann auf Theoretiker à la Megachiropter.
    Würden die vorgenannten Imkers Stellung beziehen und ihr Wissen preisgeben,(nur das bezüglich der Varroa) gäbe es keine Megachiropters, und keine Luxnigras.
    Donaueschingen wär da mal ein geeigneter Anfang.

  • Nur: Diese Leute sind nicht in Foren, noch sonstwo, um GENAU zu erklären wie sie es machen. Das bleibt deren Geheimnis.


    Das halte ich für ein Gerücht.

    Zitat

    Alle anderen kloppen dann auf Theoretiker à la Megachiropter.


    Wir wissen alle wie weit die Theorie von der Praxis abweicht - oftmals meilenweit. Wer von Farben redet obwohl mit weißem Stock klopfend unterwegs brauch sich nicht wundern, wenn ein Maler sich an den Kopf greift.

    Zitat

    Würden die vorgenannten Imkers Stellung beziehen und ihr Wissen preisgeben,(nur das bezüglich der Varroa) gäbe es keine Megachiropters, und keine Luxnigras.


    Ist immer alles irgendwo leichter hinaus posaunt als dann real umgesetzt. Man kann immer schnell sagen was andere so machen sollen und müssten - wenn man selbst in der Position wäre gäbe es sicher die einen oder anderen Gründe es nicht zutun und schon gar nicht im Internet wo Hinz und Kunz mit lesen und außerdem noch Hermann unreflektiert Ansichten übernimmt weils ins Weltbild passt.

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  • Hanf ist nicht gleich Hanf! Es gibt auch in DE legalen Hanfanbau.


    Den Nutzhanfanbau muss man beantragen und dies darf man nur als "Flächen-Durchschnittsbauer".


    ...Hier im Forum hat man mir zu der Zeit erklärt, das Abschlegeln vor der Blüte wäre vorgeschrieben....


    Ist vermutlich nicht vorgeschrieben. Hab grad zwei Völker an einem verkornblumten Hanffeld stehen. Da wurde nix geschlegelt.


    Der Samen schmeckt wirklich lecker.


    Ach - und den gibts ja auch als Vogelfutter - und wenn da was nach dem Winter keimt ...- und was weiss denn ich was da aufgeht ...:wink:
    Sind jedenfalls imposante Pflanzen.


    MfG André


  • Ach - und den gibts ja auch als Vogelfutter - und wenn da was nach dem Winter keimt ...- und was weiss denn ich was da aufgeht ...:wink:
    Sind jedenfalls imposante Pflanzen.


    Stimmt - vor paar Jahren hat ein Vogelhalter in der Gartenkolonie bei uns da wohl den Schiss der Vögel auf den Kompost gepackt neben den Weg. Und irgendwann wuchs da eine Pflanze - bis zur Blüte ... hat keiner mit bekommen.
    Schade - diese Pflanzen sind, so würde ich denken, ein wunderbarer schnell wachsender Sichtschutz. .oO( und das alles nur weil ein Herr Anslinger seinen Job nicht verlieren wollt)

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  • Hallo André,
    die Hanfsamen im Vogelfutter werden keimunfähig gemacht.
    Die gehen nicht auf.
    Wurde mal in "Zeit für Tiere" im WDR getestet.
    Alles andere im Vogelfutter schon (auch wenn ich nicht weiß, wie "JodS11" wächst... :wink: ).
    Viele Grüße
    Lothar

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