• Moin, moin!


    Ich habe bei zwei Völkern, kräftige 2Zarger DN, Segeberger, auf den Windeln eingetrockenete Larven gefunden, knapp 20 und gut 20, die rosinenartig in Farbe und Konsistenz, wenn auch viel kleiner waren. Beige bis schwarzbraun. Ein Kollege meinte, das sei "Kaltbrut", käme mal vor und habe nichts auf sich. Nein nicht Kalkbrut. Kaltbrut. Ich solle die Waben erneuern. Bei der Suche nach diesem Begriff stoße ich immer wieder auf Kalkbrut. Zum Kurs Brutkrankheiten geht es nächsten Monat, ich wüßte aber gerne schon jetzt. Erkältet schließe ich eigentlich aus.


    Kann mir jemand weiterhelfen?


    Danke!


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • ... knapp 20 und gut 20, die rosinenartig in Farbe und Konsistenz, wenn auch viel kleiner waren. Beige bis schwarzbraun. Ein Kollege meinte, das sei "Kaltbrut", käme mal vor und habe nichts auf sich. Nein nicht Kalkbrut. Kaltbrut. ...


    "Kaltbrut" habe ich noch nie gehört oder gelesen....


    Nach der Beschreibung zu urteilen, ist es Kalkbrut.
    Würde die Königinnen austauschen um die Kalkbrut los zu werden.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin, moin!


    Kalkbrut habe ich schon gesehen, die sind dann größer und nicht so weich, jedenfalls waren es die, die ich mal hatte, in Völkern, die mit diesen hier jetzt nichts zu tun haben. Die hatten damals eher Steinchencharakter und fielen nicht durch den Gitterboden, sondern lagen unten in den Kellerecken, des alten Bodens, weil die schlecht anzufassen waren...


    Ich werde sie in Döschen sammeln, und nach der Behandlung mal weiter sehen...


    Austauschen. Ja, ich muss aber erstmal noch welche kriegen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Clas. Ohne umweiseln wirst du das Problem (Kalkbrut) nicht los und Königinnen sind jetzt noch reichlich zu bekommen .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Moin, moin,


    Kalkbrut ist das nicht. Die sind hart, die hier sind aber weich. Die gesammelten Dinger habe ich mit zum Kurs genommen; dort erhielt ich die Meinung, es sei ein AS-Schaden. Das möchte ich so eigentlich auch nicht weglegen. Die AS-Schäden, die ich bis dahin kenne, sehen anders aus. Ich werde sie also bis zum IFT bewahren.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Schwarz-braune bobbelartig, schiffchenförmige getrochnete Larven deuten auf Faulbrut, die Larven werden von den Bienen im Frühstadium ausgeräumt und finden sich auf dem Boden oder Gitter.


    schau mal nach verdrehten Larven in den Zellen und nach Zelldeckel mit Löchern wo so ein braunes "Schiffchen" dann drinne liegt.


    Bekomme das Bild von EFB!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast058 ()

  • Moin, moin,


    Kalkbrut ist das nicht. Die sind hart, die hier sind aber weich. Die gesammelten Dinger habe ich mit zum Kurs genommen; dort erhielt ich die Meinung, es sei ein AS-Schaden. Das möchte ich so eigentlich auch nicht weglegen. Die AS-Schäden, die ich bis dahin kenne, sehen anders aus.


    Ich würde Kontakt mit Dr. Ritter aufnehmen, bezüglich einer handfesten Diagnose:

    Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg (CVUA)

    Fachgebiet Bienen
    Leitung: Dr. Wolfgang Ritter
    Am Moosweiher 2
    79108 Freiburg
    Tel.: (07 61) 15 02-1 41
    Fax: (07 61) 15 02-2 99

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  • Moin, moin,


    dann werde ich morgen mal Kontakte aufnehmen. EFB, lernte ich gestern, gibt es nur in der Schweiz. In D gaaanz selten. Ich werde heute noch reinschauen. Wenn sie hoffentlich aufgegessen haben, gestern gerade gefüttert.


    Und im übrigen ein dreifaches, tiefempfundenes, vorauseilendes Och nööö!


    Und wenn denn dann denn das so sein sollte: war da nicht so eine Anfrage eines Doktoranten, der sowas sucht?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo


    Es ist ja schon viel geschrieben worden. Also Kaltbrut gibt es nicht, aber verkühlte Brut schon, aber ich glaube das ist ein anderes Thema.
    Meiner Meinung nach könnten hier Sackbrut, Steinbrut oder Kalkbrut in Frage kommen, das könnte ein Bienenseuchensachverständiger leicht klären.
    Ich kenne Kalkbrut, da findet man früh vor dem Flugloch kleine weiße Kalkmumien.
    Ich würde auch in deinem Fall auf Kalkbrut tippen, denn ich habe ein Buch vor mir liegen in dem die Kalkbrutmumien auch Rosinenartig abgebildet sind. Da steht dabei "Mit Fruchtkörpern bedeckte Kalkbrutmumien".

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin Reinhard,


    ich kenne Kalkbrut auch. Ich glaube nicht, dass sie das ist. Mit Rosinenartig meinte ich weniger das Aussehen, als den Trocknungsgrad und damit die haptischen Qualitäten, diese Verschieblichkeit der Haut zwischen den Fingern über dem weichen Inneren... Das, was Markus da schreibt, kommt dem, was ich hier sehe, leider erschreckend nahe...


    Steinbrut kann es gar nicht sein, die sind weich und sitzen auch nicht in den Zellen fest. Gelben Schimmel sehe ich auch nicht.


    Wie sieht vertrocknete ausgeräumte Sackbrut aus? Das weiß ich leider nicht. Est steht geschrieben vom rauhen Schorf. So würde ich meine nicht bezeichnen. Morgen kommt ein Update.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    in Göttingen sitzt Marvin Djukic und forscht über EFB. Den habe ich kontaktiert, und er sagt, ein sicherer Nachweis geht nur mit lebendigen kranken Larven. Mit Mumien nur möglicherweise. Dazu werde ich ihm welche schicken.


    Also habe ich heute die durchgeguckt und keine kranke Brut gesehen. Überhaupt nach der AS nur ganz wenig Brut, oben, unten auf 2 oder 3 Waben. Jeweils eine Handfläche groß. Aber Bienen, so dass ich den Overall angezogen habe, nachdem ich 6 oder 7 Kriegerinnen in meinen Haaren an der Hutkante abdrücken musste.


    Das habe ich ihm mitgeteilt, und er meinte, es komme öfter vor, dass EFB in Deutschland in den Völkern sei und auch, dass sie spontan wieder ausheile. Und vor allem, dass sie nicht erkannt werde. Zu Untersuchungszwecken kranke Larven zu bekommen, ist ihm immerhin ein spontane Reise von Göttingen hierher wert.


    Griuß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Clas


    habe nochmal eins meiner Bücher zur Hand genommen: "Bienengesundheitsdienst", da steht unter Gutartiger Faulbrut, ich zitiere:


    Da an der Entstehung der Gutartigen Faulbrut verschiedene Bakterienarten beteiligt sein können, ist das Krankheitsbild nicht einheitlich. Nach der Infektion verfärben sichdie Maden zu einer braunen, schmierigen oder gelblich-krümeligen Masse.Die Maden sterbenmeist bereits als ältere Rundmaden in den offenen Zellen ab, seltener als Streckmaden in schon verdeckelten Zellen. Meist fällt ein stinkender Geruch auf. Die zersetzten Madenreste sind nur selten Fadenziehend.In eingetrocknetem Zustand bleiben unregelmäßig geformte braune bis schwarze, nicht fest haftende, schuppige Schorfe in den Zellen zurück.


    Wenn das zuträfe, wäre das nicht schön, aber es gibt Schlimmeres.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)