Ableger erweitern

  • Hallo zusammen!


    Ist zwar eigentlich eine Frage fürs nächste Jahr, aber mich interessiert das aktuell trotzdem und ich finde hierzu nirgends etwas. Es geht um die Brutablegerbildung im April / Mai. Hier wird immer davon berichtet, dass man eine Wabe mit jünster Brut, eine Mittelwand (bzw. leeres Rähmchen oder leere Wabe) plus eine Futterwabe mindestens nehmen soll. Soweit so gut. Wenn ich das in einem 4er oder Ablegerboden unterbringe habe ich ja noch etwas Platz. Normalerweise würde ich diesen Platz mit MW aufstocken. Nun habe ich jedoch in vielen Büchern Fotos gesehen bzw. bei Liebig auf der Homepage gesehen, dass dieser Raum einfach frei gelassen wird.


    Warum ist das so? Warum wird der freie Raum nicht einfach mit Mittelwänden aufgefüllt und die Bienen können selbst eintscheiden, wann sie diese ausbauen? Wie erweitert man denn diese Ableger dann immer? Nimmt man einfach MW und packt diese zwischen das noch kleine Brutnest? Wenn ja, immer nur eine MW / Erweiterung oder stockt man gleich mit zwei / drei MW auf?


    Schönen Gruß
    Frank

  • Gute Frage!Ich hab meinen Ablegern immer gleich ne ganze Zanderzarge mit Mittelwänden gegeben und die haben sich noch nie beschwert.Vielleicht gibt es ja einen Grund, aber ich sehe erst mal keinen. Für mich ist das auch ne Zeitfrage: wenn ich einmal am Einlöten bin mache ich eben gleich alle Rähmchen fertig. LG Schäfchen

  • Hallo, die Frage hatte ich auch mal bei meinem Imkerkurs gestellt. Die Antwort war wie folgt: Beim Ableger nicht auffüllen, sondern nur soviel Raum geben wie sie gerade besetzen können, plus dann eine frische Mittelwand, die sie dann fleissig ausbauen unter Zugabe von 1:1 Zuckerlösung. Den Rest vorerst leer lassen. Wenn alle MW schon gleich von Anfang an rein kommen - streunen viele Bienen auf den leeren MWs rum und die Konzentration auf den Aufbau des Brutnest geht schleppender. Zudem geht wohl auch Wärme verloren, da die Fläche einfach eine größere. Mir wurde gesagt, dass die Bienen es bevorzugen, recht eng geführt zu werden... natürlich immer unter der Beobachtung und der Zugabe von Raum, wenn dieser knapp wird. Bei Wirtschaftsvölkern siehts dann anders aus mit dem Erweitern. Ich habs so gemacht wie man es eben nicht machen sollte... 5 Waben Ableger und den Rest mit Mittelwänden aufgefüllt... der Ausbau war total willkürlich.
    Hätte ich immer mal wieder eine neue Mittelwand ran ans Brutnest und bei Annahme ins Brutnest zwischen reingehängt... wären die Brutnester gewachsen und müßten auch nicht nachträglich korregiert werden. Das ist mein Fazit - man spart sich echt nachträgliche Arbeit, auch wenn man vielleicht des öfteren mal schauen muss wie der Stand der Dinge ist.

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Ich bilde meine Ableger wie folgt:
    1-2 Brutwaben mit ansitzenden Bienen, eine Leerwabe, eine Mittelwand. Das Ganze eingerahmt von 2 Futterwaben links und rechts. Der Rest der Zarge wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Die Futterwabe wirkt wie ein Schied und wird kaum überstiegen.
    Im 14-tägigen Abstand wird die Futterwabe einen Platz weiter geschoben und gegen eine MW getauscht. Gefüttert habe ich nur die ersten 3-4 Wochen.
    All meine "Ableger" sitzen jetzt auf 2 Zargen und füllen diese. Die ersten Ableger haben sogar einen Honigraum Sommertracht eingebracht...


    Aber jeder machts anders....

  • Hallo, die Frage hatte ich auch mal bei meinem Imkerkurs gestellt. Die Antwort war wie folgt: Beim Ableger nicht auffüllen, sondern nur soviel Raum geben wie sie gerade besetzen können, plus dann eine frische Mittelwand, die sie dann fleissig ausbauen unter Zugabe von 1:1 Zuckerlösung. Den Rest vorerst leer lassen. Wenn alle MW schon gleich von Anfang an rein kommen - streunen viele Bienen auf den leeren MWs rum und die Konzentration auf den Aufbau des Brutnest geht schleppender. Zudem geht wohl auch Wärme verloren, da die Fläche einfach eine größere. Mir wurde gesagt, dass die Bienen es bevorzugen, recht eng geführt zu werden... natürlich immer unter der Beobachtung und der Zugabe von Raum, wenn dieser knapp wird. Bei Wirtschaftsvölkern siehts dann anders aus mit dem Erweitern. Ich habs so gemacht wie man es eben nicht machen sollte... 5 Waben Ableger und den Rest mit Mittelwänden aufgefüllt... der Ausbau war total willkürlich.
    Hätte ich immer mal wieder eine neue Mittelwand ran ans Brutnest und bei Annahme ins Brutnest zwischen reingehängt... wären die Brutnester gewachsen und müßten auch nicht nachträglich korregiert werden. Das ist mein Fazit - man spart sich echt nachträgliche Arbeit, auch wenn man vielleicht des öfteren mal schauen muss wie der Stand der Dinge ist.



    Ahhh so hat mir das noch nie jemand erklärt. Hast du dann überhaupt einen Mehrfachablegerboden oder arbeitest du nur mit normalen Böden, die du dann einengst? Welchen Vorteil haben denn Ablegerboxen? Ich sehe eigentlich keinen. Die kosten fast das gleiche wie ein Boden, Deckel plus Zarge, man kann die nicht erweitern und muss das Volk später noch in eine normale Kiste umsetzen.


    Gruß
    Frank

  • Welchen Vorteil haben denn Ablegerboxen?



    Mehr Umsatz bei Imkerbedarfshändlern ;)


    Und sie lassen sich einfacher umherfahren als große Kisten, weil man 50% mehr ins Auto bekommt.


    Ich verwende auch keine Ablegerboxen, stehen eh von August bis Mai ungenutzt im Keller rum.


    Stefan

  • Hallo Frank,
    ds Beste daran ist:
    man muss die Ableger umsetzen.
    Das ist der erste Auslesetermin, an dem schwache Ableger ausscheiden, zur Verstärkung der anderen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Frank,
    ds Beste daran ist:
    man muss die Ableger umsetzen.
    Das ist der erste Auslesetermin, an dem schwache Ableger ausscheiden, zur Verstärkung der anderen.
    Viele Grüße
    Lothar


    Ja aber wenn ich nen Viererboden habe, muss ich die auch umsetzen. Vorteil hier ist, dass ich Anfangs vier Ableger bilden kann - bei nur wenig extra Kosteneinsatz und ich kann diese ohne Platzprobleme aus dem normalen Flugfeld bringen. Aber nen Ablegerkasten leuchtet mir nicht so wirklich ein.

  • Hallo Hobbit,
    wenn Du die Ableger an andere Stände verbringst, oder von den Ständen an einen speziellen Ablegerstandort,
    dann sind die kleineren Kästen schon von Vorteil (wie oben in einem anderen Beitrag schon benannt).
    Mal generell:
    Einfacher sind früh erstellte kleinere Kunstschwärme, die können gleich in "richtige" Zargen.
    Ableger kann man auch einfach und günstiger mit Abtrennschied bilden.
    Zum Viererboden:
    wie bekommst Du die alle "sauber getrennt" da raus?
    Viele GRüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.


  • Zum Viererboden:
    wie bekommst Du die alle "sauber getrennt" da raus?
    Viele GRüße
    Lothar


    Hallo Lothar,
    naja hier fehlt mir halt noch die Praxis. Ich denke mir halt, wenn die Völker zu groß für den Viererboden sind, nimmt man die zwei drei Waben und setzt sie in die jeweiligen Kisten. Vorher natürlich etwas mehr Rauch geben, damit die möglichst weit unten sind. Das trotzdem ein paar Bienen überlaufen sollte ja nicht weiter schlimm sein. Wobei - wenn ich mir das so recht überlege, bekommt man ja nur maximal zwei Rähmchen / Volk da rein. Also nicht mal genug für einen kleinsten Ableger. Dann taugt der Viererboden in meinen Augen mehr was für die Königinnenzucht als "Begattungskästchen" oder man nutzt nur zwei oder drei Fluglöcher?!?


    Fragen über Fragen. Ich plane ja gerade die Einkaufsliste für den Winter. Will ja (wenn alles klappt) im nächsten Jahr aus zwei Völker 5-6 machen (Anfangs zwei Ableger plus später ein / zwei Kunstschwärme).


    Gruß
    Frank

  • Hallo Hobbit,


    ich hab schon einiges probiert in Sachen Ableger bzw. Begattungseinheiten.


    Kleine Völker auf kleinen Waben in kleinen Kisten ala Mini Plus die extra für die Begattung überwintert und im Frühjahr zur Zucht geteilt wurden. Tolle Sache, aber viel Aufwand und die Überwinterung ist nicht einfach.


    Apideakästchen, schön zu handhaben, gut zu kontrollieren aber viel zu wenig Platz zum legen, sodas das winzige Völkchen recht bald schwärmt und die gute Kö weg ist. Ist mir mehrfach passiert.


    Ableger im Standmaß und 3-er bzw. 4- er Boden. Bequem zu transportieren, wenig Aufwand was das Material angeht da selbes Rähmchen aber ich hab die nie 100% dicht bekommen und bei Durchsichten laufen immer Bienen über, was Unruhe erzeugt. Auch beim trennen entsteht große Unruhe.
    Was mich aber noch mehr gestört hat ist der große Arbeitsaufwand, da ich nach Begattung erst wieder alles zerlegen und in eine große Beute umsiedeln muss.


    Nach all diesen Erfahrungen bin ich dazu über gegangen, das ich früh im Jahr über Sammelbrutableger oder entweiselte Völker nach 9 Tagen Zellen breche und Zuchtrahmen gebe. So entstehen früh im Jahr ein Teil meiner Jungvölker direkt im Standmaß am endgültigen Platz.


    Das hat sich für mich als am effektivsten erwiesen.


    Daneben fülle ich einzelne Apideas um Reserven für die nicht begatteten Ableger zu haben. So hab ich in normalen Jahren in so gut wie jedem Ableger eine Kö. Heuer mal ausgenommen. :oops:


    Den Rest an Völkern die ich noch brauche, mache ich später im Jahr mit Kö aus Zucht im Weiselrichtigen Volk, begattung im Apidea (die ja schon da sind) und Kunstschwarm nach dem Abschleudern im Juli.

  • Fragen über Fragen. Ich plane ja gerade die Einkaufsliste für den Winter. Will ja (wenn alles klappt) im nächsten Jahr aus zwei Völker 5-6 machen (Anfangs zwei Ableger plus später ein / zwei Kunstschwärme).


    Gruß
    Frank


    Hallo Frank. Kauf dir doch sofort komplette Beuten und lass die Viererböden (nur was für 4 Wochen und die andere Zeit stehen sie nutzlos rum) oder das andre Spielzeug einfach weg. Vorteil: Kein umhängen der gerade begatteten Ableger nötig und genügend Platz zum erweitern. Manche Ableger schaffen such zwei Zargen bis zum überwintern und die dritte Zarge zum einfüttern.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von derbocholter () aus folgendem Grund: bis

  • Hallo Frank,
    Vierer-Böden sind Begattungsableger.
    Das Trennen ist wirklich schwer, weil Bienen überlaufen, man den Rest nicht rauskriegt.
    Besser nach Begattung Königin rausfangen und anderweitig verwenden.
    Dann die weisellosen Ablergerabteilungen untereinander vereinigen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    wie machst du denn das mit den Begattungsvölkern? Begattungskästchen, Viererböden, Ablegerböden, Normaler Boden, Mini-Plus oder sonst noch was?


    Gruß
    Frank