Varroa 2013, Eure Taktik ist gefragt ?

  • TBE im Frühjahr bringt überhaupt nix.

    Hallo Gerold, arbeitest Du noch mit einer frühen TBE ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Gerold, arbeitest Du noch mit einer frühen TBE ?


    Gruß Molle


    Oder hat jemand anderes Erfahrungen mit der Entnahme aller verdeckelten Brut in der Schwarmzeit?
    Ziel: Schwarmverhinderung, Sammelbrutableger oder Ablegerbildung und Milbenbekämpfung - ohne gravierenden Honigertragseinbuße


    Gruß Jörg

  • Warré beschreibt eine Methode, bei der die komplette Brut mit dem Einsetzen der Haupttracht entnommen wird. Er nennt sie die "heroische Methode". Weil etwas Mut und Risiko damit verbunden sind.


    Ich habe das mal ein paar Jahre lang ausprobiert und kann nichts Positives über die Methode sagen. Die Bienen werden komplett "demoralisiert", zumindest fühlt es sich so an. Die versprochenen positiven Effekte stellten sich nicht ein.


    Wenn überhaupt Brutentnahme, dann sehr früh, wenn die Völker nur ein oder zwei Waben Brut besitzen und mutmaßlich alle Varroen drin sind. (?) Zur Schwarmverhinderung eignet sich diese aber Methode nicht.


    Genial finde ich die MDA Splitter-Methode, wie im anderen Thread angesprochen. Ich werde morgen mal die wichtigsten Teile übersetzen und hier einstellen. Die Varroa wird dabei in der wichtigsten Entwicklungsphase ausgetrocknet. Die künstlich erzeugte stille Umweiselung produziert hochwertige Königinnen im Vollvolk. Das Schwärmen wird komplett unterbunden. (Ähnlich wie bei der 2x9 Methode von Golz). Gleichzeitig werden durch Sammelbrutableger und Entweiselung starke Honigvölker geschaffen. Alles mit einem Abwasch und wenigen Handgriffen.


    Ich habe die Methode noch nicht 1:1 ausprobiert, kenne aber die Teile einzeln davon zur Genüge. (Sammelbrutableger, Königinnen im entweiselten Vollvolk ziehen, etc.) So daß ich sehen kann, daß es und wie es funktioniert. Einzig beim Effekt auf die Varroapopulation - das Austrocknen der Varroen - bleibe ich mal vorsichtig skeptisch. Das wird dem Schwärmenlassen auch angedichtet, hat sich aber nicht bewahrheitet. Allerdings hat die Varroa beim Schwärmen genug Hinweise, um sich auf das Schwärmen vorzubereiten.

  • Wenn überhaupt Brutentnahme, dann sehr früh, wenn die Völker nur ein oder zwei Waben Brut besitzen und mutmaßlich alle Varroen drin sind.


    In welchem Verhältnis stehen denn am Beginn des Massewechsels der angerichtete Schaden und der "Nutzen", gefühlte 10 Milben gekillt zu haben? :roll::roll::roll:



    Bernhard, Du verzettelst Dich scheinbar immer mehr.
    Dabei warst Du schon mehrmals nahe dran.



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • ... ohne gravierenden Honigertragseinbuße

    Ganz ohne wird es wahrscheinlich nicht gehen, doch kann man versuchen es so optimal wie möglich an die örtlichen Trachten und die Volksentwicklung flexibel anzupassen, um den Unterschied gering zu halten.
    Weiterhin macht dann die Nutzung einer Spättracht richtig Sinn, da die FrühTBE-Völker zu der Zeit die normal geführten überholen. Ersichtlich daraus, dass schon die Lüneburger mit ihrer Späthaupttracht genau zur Vermehrungszeit der Bienen vermehrten, also heute bei uns zur Zeit der Mitte der Rapsblüte oder Pfingsten oder wenn die Völker beginnen Zellen anzusetzen.




    Wenn überhaupt Brutentnahme, dann sehr früh, wenn die Völker nur ein oder zwei Waben Brut besitzen...

    Wie teilweise beim frühen Einengen, doch wie Du schon schreibst, hat das keinen Einfluss auf die Schwarmdämpfung, die entnommene Brut ist, meiner Meinung nach, verlorene Energie und Vermehrung wird damit nicht gesichert.
    Ist auf jeden Fall eine interessante, andere Methode, die momentan für mich nicht der Weg zum Optmum ist. Doch ich mache gerne Fehler für Lerneffekte :-D



    Ich werde morgen mal die wichtigsten Teile übersetzen und hier einstellen.

    :p_flower01:



    Ähnlich wie bei der 2x9 Methode von Golz

    Excellent erkannt....



    Einzig beim Effekt auf die Varroapopulation...bleibe ich mal vorsichtig skeptisch...

    :daumen:




    Bernhard, Du verzettelst Dich scheinbar immer mehr...

    Das wird erst die Zukunft zeigen, vielleicht wirst Du dann einer der feurigsten Vertreter der "HeuvelschenReinigungsflugBrutentnahme" oder "BärenherzbrutentnahmezurSalweidenblüte", wer weiß, wer weiß...:cool:


    :p_flower01: & :liebe002:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

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  • Uff, aus 30 Dokumenten ein "Versuch" der Zusammenfassung der MDA Splitter-Methode - jetzt auf Deutsch:
    http://www.immenfreunde.de/docs/NotesMel.pdf


    Ich hoffe, ich habe alles sinngemäß zusammengebracht. Meinungen erwünscht. Erfahrungen später. (Nix für Anfänger!!!!!!) (PS: !!!!!!!!!!!)


    Unbedingt auch die Abbildungen in den Originaldokumenten ansehen, die sind sehr anschaulich.

  • ... Zusammenfassung der MDA Splitter-Methode - jetzt auf Deutsch:
    http://www.immenfreunde.de/docs/NotesMel.pdf


    Ich hoffe, ich habe alles sinngemäß zusammengebracht. Meinungen erwünscht.


    Da hast Du Dir aber wieder viel Arbeit gemacht. :daumen:




    Alles in allem kombiniert Mel nur bereits bekanntes.



    Seine Vermehrungsmethode nutzt die gleichen Mechanismen wie der Bogenschnitt oder das Furchenziehen mit dem Stockmeißel.



    Wenn seine Wirkungs-Theorie von der überstürzten Mehrfachinfektion nach einer Brutpause mit zwangsläufigem Absterben der Brut und der Milben richtig wäre, würde die Varroa jedes Frühjahr aussterben... :lol:


    Er widerspricht sich auch gleich selbst, wenn es heißt: "Eine Brutpause und anschließendes vollständiges Schlüpfen der Brut wird oft genutzt, um eine chemische Behandlung mit Varroaziden im Brutfreien Volk durchzuführen." Wozu will er denn behandeln, wo sich doch die Varroen angeblich selbst ausgetrickst haben? Und selbst danach überleben noch 10%... :roll:



    Und wenn sich die Varroa schneller vermehrt, als die Biene, ist es absolut unmöglich, ihr davonzubrüten!!!
    Weder dauerhaft, noch temporär!


    Der Mechanismus ist ein anderer! (Es bedarf nicht einer Brutpause...)



    Mel's Ableger im Juli oder stille Umweiselungen nach der SSW wirken letztendlich auf die gleiche Weise, wie die TBE Ende Juli. Sie reduzieren die Varroa vor Erbrüten der Winterbienen. Ist also auch nichts wirklich neues.


    Deshalb ist es auch Käse, zu behaupten, "der einzige Weg ... vor dem Herbst ... (wäre), die Völker zum Ende Juli mit einer schlupfreifen Weiselzelle zu beweiseln."



    Das man Nachschaffungs-Ableger vorteilhafterweise nicht nur mit ein oder zwei Brutwaben bildet und diese besser aus dem Flugkreis verstellt, war vor Dr. Auameier auch noch bekannt. :cool:



    Warum sollte eigentlich ein weiselloser 2-Waben-Ableger verwirrter sein als ein weiselloser mit mehr Waben?
    Die Verwirrtheit liegt hier nur in den menschlichen Gedanken.



    Die Aufteilung in 2-Waben-Ableger erst nach der Verdeckelung ist zwar relativ elegant, aber nicht revolutionär.
    (Dr. Lustig's 4er-Boden erzielt IMHO exakt das gleiche Endresultat.)



    Was mich ziemlich wundert: daß bei Mel die MW im weisellosen Volk ausgebaut werden. Ich war bisher immer der Meinung, daß ohne Kö nicht gebaut würde. Oder reicht die Stimulanz der MW "durch sich selbst" (Formulierung nach Henry)?


    Und meiner Meinung nach ist es grundsätzlich abzulehnen, Brutwaben und Mittelwände abwechselnd einzuhängen.


    Wenn genügend Futter belassen würde, bräuchte es auch kein Zuckerzeug-im-Deckel-Candy-Board.



    Das war hart - aber ehrlich herzlich. :liebe002:



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Apropos Varroa und Taktik.


    Wie sieht es in euren Völkern hinsichtlich der Varroa aus - jetzt im Mai, nachdem der erste große Schwung an Bienen geschlüpft ist? Beobachtet jemand die Varroapopulation? (Oder nur den Honigraum...:))


    Nach den Beobachtungen in den Völkern hier, prognostiziere ich für dieses Jahr einen "interessanten" Verlauf der Varroapopulationen. Und ich denke, im Herbst wird es viele tote Völker geben. Dieses Jahr ist bestimmt eine besondere Taktik gefragt. Standardvorgehen werden zu Verlusten führen. Wir sprechen uns im Spätherst noch dazu.


    Wie sieht es bei euch aus? Macht einer Befallsproben mit Puderzucker? Oder Windelkontrollen?


  • Wie sieht es in euren Völkern hinsichtlich der Varroa aus - jetzt im Mai---


    Drohnenbrut wird rausgefressen, trotz Honig über Brut.
    Völker stehen in den Startlöchern.
    Bienen werden fett!



    ...MW unten am untersten Draht entfernt.
    Kalkbrutvolker haben wenig Varroa!
    Kalkbrut schadet bei richtger Führung den Völkern nicht!


    dD


  • Kalkbrut schadet bei richtger Führung den Völkern nicht!

    Wie sieht die aus ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • :p_flower01:
    Und wie zeigst Du ihnen was weg gehört ?


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“