Melizitose und Warre / Demeter

  • Hallo,


    seit ich mit der Melitracht hier arbeite, stelle ich mir immer wieder eine Frage:


    Wie gehen einerseits Warreaner damit um, die den Honig ja nicht im Volk lassen können. Bei mir wären da locker 4 Zargen, eher 5 oder 6 bei starken Völkern zusammen gekommen.


    Andererseits was machen Demerterimker, die ja keine MW geben dürfen.
    Ich werde heuer kein einziges Volk auf NB in den Winter führen, da ich so gut wie alle Waben austauschen muss.


    Bin gespannt auf Antworten. :wink:

  • Rechtzeitig ausschneiden, immer wieder.
    Dann spät nochmal ausschneiden, drücken und eng am Brutnest mit hochkonzentrierter Zuckerlösung füttern.



    ....nur, frag ich mich...wie machen es die anderen, die keine Ökofuzis sind:roll:

  • ....nur, frag ich mich...wie machen es die anderen, die keine Ökofuzis sind:roll:


    Diesen schwierigen Honig aus den Brutwaben zu bekommen, stellt sich ja so auch in anderen Systemen. Siehe die vor kurzem eingestellten Beiträge. Bienen sind Bienen, Melizitose ist Melizitose. Der Rest ist Handwerk. Welche konkrete handwerkliche Frage stellt sich Dir denn?


    Ich habe hier am Niederrhein noch kein Melizitose gehabt.

  • Also bei mir mach ich das so, das ich die Waben einzeln entnehme, das geht ja bei Warre nicht. Ich nehme alle Futterwaben raus und hänge einfach neue MW unter fütterung ein, sobald die Tracht zu Ende ist.
    Und wie Markus schreibt, einfach ausschneiden und einfüttern, das kann eng werden bei NB so spät im Jahr.


    Und Lux, was den Blütenhong angeht, der sollte rein theoretisch ganz oben sein, da ja das BN nach unten rutscht und der neue Honig immer grad über dem BN eingelagert wird, oder irre ich mich da?


    Ich wollte halt wissen, was Ihr den Warreanern, Bienenkislern, TBH usw., von denen es sicher auch einige in unserem Trachtgebiet gibt, raten würdet, denn davon liest man eigentlich nie was.
    Als Anfänger kann man da schon überfordert sein, wie man hier lesen kann:


    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=35726

  • Bei natürlicher Bienenhaltung ist ja auch noch der Frühjahrshonig und der Sommerhonig drin. Da stellt der Zementhonig nur einen erntbaren überschuss dar


    Hallo schwarzer Lux,
    was ist denn "natürliche Bienenhaltung". Ich möchte mich degegen verwahren, dass wir hier keine natürliche Bienenhaltung haben. Es ist heuer eine besondere Situation.
    Hier in der Südostecke (Austria und Südostbayern) wurde der Frühjahrshonig und der Sommerhonig auf Grund der schlechten Witterung von den Bienen selbst weggefressen, deshalb haben wir keine günstige Mischung. Ich konnte erst letzte Woche schleudern. Zementhonig dieser Art habe auch unsere "alten" Imker noch nicht gesehen.
    Schönen Gruss,
    Christian

  • Günther : im NB werden zu erst die auslaufenden DW voll gebunkert, die fliegen dann eben als erstest raus und die anderen werden wieder beigerückt.
    Enghalten und viele HR´s helfen!


    Das ist mir alles klar, ich hab auch NB und auch dort werden die großen Zellen, wenn nicht mehr gebraucht, gefüllt.


    Und beirücken dürfte bei der "Ur- Warre", sprich stabilbau ohne Rähmchen, echt schwierig sein.:roll:


    Zitat

    was ist denn "natürliche Bienenhaltung". Ich möchte mich degegen verwahren, dass wir hier keine natürliche Bienenhaltung haben


    Das ist es ja, was mich auch immer stört, besonders Anfänger fallen auf diese Argumentation regelmäßig rein.


  • Und beirücken dürfte bei der "Ur- Warre", sprich stabilbau ohne Rähmchen, echt schwierig sein.


    ... in diesen Zeiten kam es vor, dass es Winterverluste von 70-80% gegeben hatte (lt. alten Bienenzeitungen und -büchern).

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • ...dürfte ...


    Nix genaues weiß man nicht, nicht wahr? Hätte, wenn und aber...:roll:


    Du hättest deine Warrébeuten besetzen sollen, anstatt sie unbenutzt in die Ecke zu stellen.


    ...besonders Anfänger fallen auf diese Argumentation regelmäßig rein.


    Von sich selbst auf die Allgemeinheit zu schließen, ist zwar gängig, aber nicht die feinste Art. Auch nicht, nach einer virtuellen Enttäuschung (virtuell, da gar nicht erst in die Praxis gegangen) auf einen persönlichen Kreuzzug zu gehen.


    Gruß
    Bernhard