• Servus,


    ich habe Mitte der Woche angefangen an einem Stand einzufüttern. 4 Völker mit je 1 Eimer Apiinvert. Nun habe ich wohl bei einem Volk die Dämmplatte nicht richtig aufgelegt, so dass an der Seite ein Bienenbreiter Spalt war. Heute morgen habe ich dies bei der Kontrolle festgestellt, war aufgrund der Bienenautobahn auch nicht zu übersehen.
    Ich habe dann den Deckel dichtgemacht und sämtliche Fluglöcher noch weiter als schon vorhanden eingeengt. ( vorher 4-5 Bienenöffnungen, jetzt nur noch 2)
    Bei der Kontrolle eben war überall reger Flugbetrieb, Stau am Einlass und der Boden der betroffenen Beute war übersäht mit toten Bienen. Aufgrund der Färbung kann ich sagen, es sind grösstenteils fremde tote Bienen. Bei 3 von 4 Völkern (auch beim betroffenen) waren die Eimer halbleer, beim 4. noch 3/4 voll.


    War das bereits eine Räuberei, nur halt von oben?



    Gruß Wile

  • Wenn du 3 bis 4 km verstellen kannst, ansonsten mit einem staken Volk den Platz tauschen.
    Du musst schauen ob die Kö aus dem betroffenen Volk noch lebt.


    Ich hatte das auch vor ein Paar tagen durch.

  • Heute abend noch verstellen. Viel fuettern. Flugloch trotzdem eng halten, weil die Waechterbienen und die in dem Alter, die das machen koennen vermutlich stark dezimiert sind. Dann nach einer Woche die Koenigin suchen. Wenn die Eier noch nicht gefressen wurden siehst Du dann schon Nachschaffungszellen.


    Schwer zu sagen. Es kommt darauf an, wie weit die Raeuberei fortgeschritten war. Nach meiner Erfahrung kommen Koenigin und Eier erst ganz zum Schluss dran. Wenn Du durch das Verstellen die Raeuberei noch heute beendest, dann wird das Volk ok sein, falls die Koenigin noch lebt.


    Bei den anderen Voelkern am Stand FL weiter eng halten. Die Raeuber werden alle Voelker abchecken, wenn sie ihr Opfervolk nicht mehr finden.

  • Servus,


    ...Wie soll ich jetzt weiter vorgehen? Beobachten und bei anhaltender Räuberei ggf. verstellen?


    Gruß Wile


    Hallo,


    alle Fluglöcher auf 2 Fingerbreit verengen. Fütterung sofort einstellen. Und beobachten, ob die Räuberei nachlässt. Falls ja, dann würde ich in ca. 1 Woche wieder füttern.


    Falls die Räuberei weitergeht, dann bleibt ein Verstellen der letzte Ausweg. Dies alles MUSS morgen geschehen.
    Gruß
    KME

  • Enge Fluglöcher und Böden mit den Windeln schließen = AS-Schwammtuch am ganzen Stand.


    Rasensprenger zwischen die Beuten. Fütterung mit Kleinmengen = max. Tageabnahmemenge spät abends beginnen. Verhindern, daß bei starken Temperaturschwankungen Futter durch das Volk und den Boden tropft. Futtertröge nehmen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Joe,
    eben nicht viel füttern, oder?


    Das war NACH dem Verstellen, also am neuen Standort > 3km weit weg. Ausgeraeuberte Voelker haben oft Futtermangel, also muss es wieder aufgefuettert werden. Dort trotz Abwesenheit der Raeuber FL weiter enghalten.


    Am Stand selber nicht mehr fuettern und FL zunaechst supereng. Wenn alles OK ist von Tag zu Tag wieder etwas weiter oeffnen.

  • Guten Morgen,


    kurzer Zwischenbericht:
    Ein paar "Lederringe" haben an der Beutenaussenseite übernachtet und versucht wieder über die Dämmplatte reinzukommen. Pech gehabt, geht nicht mehr. Vor der Beute liegen ein Haufen toter Bienen, größtenteils welche mit "Lederring". Innen am Fluglöchlein haben sich etliche Bienen meines Volkes postiert. Aktuell besetzt es noch 7 Wabengassen Zander, einzargig und hängt minimalst um diese Uhrzeit unten durch. Die anderen Völker besetzen 1-2 Wabengassen mehr.



    Gruß Wile