Volk in Kirchenmauer, was kann ich machen?

  • Hallo, ich benötige einen Ratschlag.
    Heute bin ich zu unserer Kirche gerufen worden um ein Bienenvolk umzusiedeln.
    Das Bienenvolk befindet sich in einer Ecke Kirchenschiff zum Turm in einer vermörtelten 3/4 m breiten Bruchsteinmauer.
    Von innen gibt es keinen Zugang zum Bienenbau.
    Das Volk scheint nach der Betriebsamkeit am Flugloch recht stark zu sein.
    Welche Möglichkeit gibt es ohne die Mauer zu zerstören an die Bienen zu kommen
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  • Welche Möglichkeit gibt es ohne die Mauer zu zerstören an die Bienen zu kommen


    Keine.
    Die Situation kenne ich aus der Stadt.
    Tipp: Lass das Volk in Ruhe, berichte uns, wie es durch den Winter gekommen ist und wenn es Glück hat, gibt es Schwärme ab im nächsten Jahr, überlebt eine zeitlang.

  • Ist die Mauer wirklich massiv? Ist dort vielleicht nur das Flugloch in einen verblendeten Hohlraum? Ein Endoskop hilft!


    Wir haben hier Imker, die Völker aus Kirchenmauern die dann doch hohl waren haben retten können.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Die Kirche ist ca. 500- 600 Jahre alt, wurde damals schon mit doppelten Mauerwerk gearbeitet?
    Aber selbst wenn, ich glaube nicht dass ich dort Steine herausbrechen darf um an das Volk zu kommen.
    Morgen werde ich mir die Sache nochmals genauer anschauen. Vielleicht kann mir auch der Handwerker, der die Renovierung durchgeführt hat weiterhelfen.
    Eine Überlegung war einen Kasten mit Waben vor das Flugloch zu hängen in der Hoffnung das es die Bienen dort hin zieht. Dies halte ich aber für aussichtslos, warum sollten die Bienen dies tun. Eine sichere gut temperierte Behausung verlässt Biene nicht wegen eines Holzschuppens.
    Ich glaube nicht das der Schwarm durch den Winter kommt, meine 3 bisherig beobachtete verwilderte Völker haben es jedenfalls nicht geschafft.


    Grüße
    Gerd

  • Ich hatte dieselbe Situation dieses Jahr. Nur war es keine Kirche.


    Meine Lösung, da an das Nest nicht heranzukommen war:
    So viele Bienen wie möglich abgesaugt.
    Zuhause eine Brutwabe zugegeben > Neues Volk.


    Jetzt natürlich nur noch 2 Möglichkeiten:
    Eine legende Königin zugeben oder ein schwaches Volk verstärken.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Leider ist das mit dem stillhalten und beobachten heute nicht so einfach. Da kommt dann die erste Mutter oder sonst wer und behauptet er sei gegen Bienen allergisch
    (aus diesen Grund musste ich bereits mit einem Stand umziehen). Dann sprüht irgendjemand ein Insektizid oder sonst was in den Schlitz um die Bienen loszuwerden da Bienen ja so gefährlich sind...
    Das wars dann mit beobachten.


    Grüße


    Gerd

  • Hallo zusammen


    Auch wenn er das Volk raus bekommen sollte dann stellt sich immer noch die Frage ob er dann dieses auch über den Winter bekommt. Was nutzt es wenn 1 oder 2 Waben besetzt werden und die brauchen erst mal 3 Wochen um zu bauen.??
    Dann lieber da lassen wo sie sind um nächstes Jahr schauen ob es das Volk noch gibt. Wenn ja dann kann man wohl einen Versuch Starten. Allein die Idee ein Stein aus einer Kirche raus zu nehmen Sorry auf die Idee würde ich nicht mal kommen und ich bin schon irre ;) ..... nee nicht böse gemeint. Nur ich denke das es eh nix mehr werden wird.


    Aber mein Kollege Henry wird dies bestimmt auch so sehen oder zumindest einen Teil :lol:


    LG Mario

  • Was war denn mit Tunnel aus Fliegengitter ans Flugloch, also quasi Bienenflucht, Ersatzkasten zum Uebernachten daneben und sobald die Koenigin alleine im Loch sitzt, kommt die dann auch zu ihren Bienen rausgekrabbelt. Ich erinnere mich an eine ausfuehrliche Beschreibung von Bernard.

  • Moin ,Moin aus Hamburg,
    Leider kann man auf Deinen Bilder nicht allzuviel sehen. Was mich stutzig macht, ist diese "schlitzartige" Putzverschmierung.es sieht so aus, als ob da mal etwas geändert wurde. Vermutlich istbdort ein größerer Hohlraum . Lag da mal etwas drin? Eigentlich sollten bei diesem Baustil die Wande keine Hohlräume aufweisen. Schon gar nicht bei einer Kirche.
    Ich würde da mal einen Stein rausnehmen. Letztendlich wird der Aufwand aber in keinem Verhältnis stehen.
    Beste Grüße
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Durch die Kirche das Volk heilig sprechen lassen - oder wenigstens segnen. In England finden sich in den Kirchen und Klöstern extra für die Bienen hergerichtete Mauernischen und gemauerte Bienenbeuten. (Siehe Eva Crane.)

  • Der Vorschlag mit dem Heilig Sprechen ist super, nachdem ich gestern meine ganz besondere Erfahrung mit Umsetzen von Bienen aus DN Hinterbehandlugsbeute auf Liebig Zander Beuten gemacht habe. Meine erste Erfahrung war, dass man nach 30 Stichen nicht stirbt, zum Glück. Das Schleier nur von innen nach Außen Bienendicht sind und nach einem Stich in die Lippe das Essen und Biertrinken wahrhaft schwierig ist, dafür sich aber lauter dumme Sprüche anhören muss.
    Das Elend fing an als ich versucht habe diese merkwürdigen Metallwinkel an den Rähmchen zu befestigen, das fanden die Damen garnicht toll. Typischer Anfängerfehler ich hätte natürlich die Rächen erstmal abstoßen sollen. Ich habe die Arbeit nach der Hälfte umsetzen der Rähmchen abgebrochen und Heute Mittag fortgesetzt.
    Also so stinkige Bienen habe ich noch nie erlebt, diese haben mich noch einige hundert Meter weit nach Beendigung der Arbeit verfolgt.
    Das gematsche und gesteche werde ich mir mit den Kirchbienen nicht auch noch antuen, ich werde sie lieber an Ort und Stelle lassen und beobachten ;-).