Gesundes Bienenfutter selber machen (Ableger/Kunstschwarmfütterung)

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    Aber wenn es gefährlich wird, werde ich mich einmischen. Gefährlich zum Beispiel für unsere vielen Anfänger hier.


    Guten Morgen,


    ganz genau so ist das. Von daher liebe Anfänger; das beste Bienenfutter ist immer noch reiner weißer Zucker in Wasser gelöst, oder halt Futtersirup der anerkannten Hersteller.


    Das ganze ist steril, belastet nicht die Kotblase im Winter (da keine BAllaststoffe) und ist einfach zu händeln!
    Gruß
    KME

  • :lol: Michael,
    deine rhetorische Volte zur Melezitose bringt nix: was hat selbst invertiertes Futter mit Melezitose zu tun?
    Nix. Gar nix.
    Ich kann für Melezitose nix. Und auch nicht für deine Anfänger. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo !


    :lol: Bernhard,
    wenn ich steriles kommerzielles Futter mit merkwürdigen Zuckerarten wie Maltose oder Maltotriose drin kaufe, ist alles okay, aber wenn ich selbst sauber in Fruktose/Glukose invertiere, nicht?
    Was ist das denn für eine Logik?:confused:


    Genau das ist es Sabine, die höherwertigen Zucker (lest doch mal Quer, fast überall
    steht das Bienen das nur schwer oder garnicht umarbeiten können) stören mich auch
    immer in den Weizensirupen, deshalb verfüttert meine Imkerin und Ihr Knecht nur
    Futter auf Saccharose Baisis da hat es dann jeweils >30% Fructose, Glykose und Saccharose.




    Dürfen wir jetzt das Diskussionsniveau hier nicht ein wenig erhöhen dürfen, nur weil Du Angst hast
    das dies hier ein Imkereinanfänger liest und Du Dich dann außerhalb dieses Forum darum kümmern
    mußt ?
    Damit willst Du das entsprechende sachliche Streitgespäch hier unterdrücken ?
    Das ist doch nicht wirklich von Dir Ernst gemeint.



    Und jetzt treibst Du unnötigerweise eine neue Sau durchs Dorf, zumal Du ja selber schreibst, du möchtest dein Selbstgebrautes für Ablegerfütterung nutzen.
    Ist dazu jetzt die Zeit?
    Probier es doch aus, dein Rezept, im stillen Kämmerlein, und danach berichte.
    Das wäre sinnvoll, nicht umgekehrt.


    Also Michael, so langsam finde ich das echt ein bischen albern mit welcher Art von Argumenten hier
    aufgefahren wird. Warum muß alles immer erst durchgeforscht sein ? Im Vorfeld durch einen
    angeregten, vorurteilsfreien Meinungsaustausch kann man viele, durch den anregenden
    Imker (in diesem Fall eben Sabi(e)ne), nicht immer alle zu beachtendende Blickwinkel doch mal
    durchdenken ... wenn man sich da nicht von angesprochen fühlt kann man es ja lassen ....



    ganz genau so ist das. Von daher liebe Anfänger; das beste Bienenfutter ist immer noch reiner weißer Zucker in Wasser gelöst, oder halt Futtersirup der anerkannten Hersteller.


    Das ganze ist steril, belastet nicht die Kotblase im Winter (da keine BAllaststoffe) und ist einfach zu händeln!
    Gruß


    Dem wiederspreche ich hier nicht,
    allerdings sollte im Rahmen dieses Imkerforum, das Denken über einen Imkergrundkurs bzw. der
    Veröffentlichungen in Imkerzeitschrigften hinaus "erlaubt" - oder besser sagar "erwünscht" - sein.



    Für mich sind Sabi(e)nes Ansätze zumindest nachdenkenswert ...


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Alex,
    ich möchte keine Diskussion über Sabine und ihr Futter.
    Wie sie ihre Bienen -sofern sie denn welche hat- füttert, ist mir vollkommen wurst.
    Ich möchte schlicht klarstellen, dass sie eine Meinung vertritt.
    Eine unter vielen.
    Und daß gerade Anfänger zutiefst verunsichert sein können, sollte mein Beispiel mit der Melizithose verdeutlichen. Sonst nix.
    Das scheint mir gelungen, und daher wars das jetzt.

  • Hallo Michael,



    Okay, keiner muß an einer Diskussion dieser Art teilnehmen.


    Ja, Sabi(e)ne vertritt oft kontroverse Ansichten, aber man sieht doch das Sie sich
    wirklich Gedanken zu den Themen rund um die Imkerei macht. Klar auch das diese
    Ansichten nicht gut und richtig sein müssen, aber darüber sachlich zu Diskutieren ist
    doch gut, egal wie das ergebnis ausgeht, ich lasse mich auch von Deinen Argumenten
    dazu inspirieren ...


    Es ist doch sicher auch in Deinem Interesse,
    wenn die Themen sich hier mal über die richtige Richtung des ASG
    oder die einzig richtige Varroabehandlungemethode hinweg entwickeln.
    So ein wenig ist doch mal erlaubt .... ?



    Hallo Bärmann,


    Wo ist das Problem, dass nicht zweifach Zucker genommen wird:cool:


    Ja, ich glaube ich weiß worauf Du rausmöchtest:
    ... auf das was Liebig 2000/6 von der Ohe/Schönberger, 2002 dazu erforscht haben ?
    Und die Maltose > 2xGyklose Wandlung ...


    Habe mich da vor zwei, drei Jahren auch mal eingelesen (sicher nicht auf Deinem Niveau,
    aber für das Verständnis eines Freizeitimkers, wie mich hoffentlich ausreichend).


    Man sieht ja auch an dem massighaften Einsatz von Weizen/Mais Stärkesirup das es geht ...
    ... aber geht es in dem Faden hier letztendlich darum ??



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Eine Mitteilung im Forum kommt immer einer Empfehlung gleich. Sie ist ein hilfreich scheinender Ratschlag. Ein Machdas oder Laßdaslieber. Und oft entscheidet nicht die Nachprüfbarkeit, Plausibilität oder Dokumentation über den individuellen Wert dieses Tipps, sondern die Reputation oder Notfalls Beitragszahl des Schlagenden.


    Deshalb ist es wichtig tatsächlich abzuprüfen, ob der Rat- oder Vorschlag wirklich der Hammer ist, oder ob da vielleicht bloß eine Idee des Einzelfalles verallgemeinschönert werden soll. Und genau da liegt die Gefahr


    Ich will mal gegen das Zuckerinvertieren gar nix sagen. Sicher ist das sinnvoller, als ALDI-Sonderangebotszucker pur. Aber es ist eben nicht sinnvoller als vom Ammelunxen Kanister oder Tanks zu bestellen. Und darum gehts. Das meßbare Ergebnis ist die gesunde Überwinterung und die ist mit den meisten Fertigsirupen gegeben und wissenschaftlich begleitet sehr genau untersucht. Unternehmen gehen pleite, wenn Bienen ihre Futter nicht vertragen und mehr als auswintern können Bienen auf keinem Futter. "Lebt noch" ist das entscheidende Kriterium des Frühjahrs. Und das ist mit Fertigfutter erreichbar. Mehr als "Lebt noch" ist nicht möglich, wenn wir unverträgliche und nur zufällig überlebte Futter mal ausklammern und brutbehindernde Kristallisation.


    Wofür genau soll eine Fütterungszubereitung, die hohen zumindest aber höheren Aufwand bedeutet, also gut sein? Entwickeln sich Ableger tatsächlich besser und überwintern Völker stärker? Und was konkret bedeutet das? Ich kenne Franzosen, die Füttern Ableger (wenn man aus 2 mach 3 so nennen will) bis zum Einfüttern mit Industriezucker als Maische oder unter Honig. Zum Einfüttern nehmen sie dann aber ApiGold. Die wünschen sich regelrecht die Invertaseerzeugung in den Bienen, weil die dann was zu tun haben und es zu Umsatzimpulsen kommt, die mehr Brut erzeugen als Umlagerfutter. Wird das bei Sabines Betrachtungen berücksichtigt?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry : ich hab bereits im allerersten Beitrag geschrieben, daß es sich bislang nur um 1:1 Fütterung für KS und späte Ableger geht.
    Und mir kann keiner erzählen, daß bestens zu verdauendes Futter den beiden Gruppen NICHT auf die Füße helfen würde.


    Ich habe NICHT den Anspruch, hier das perfekte Futter für alle Gelegenheiten zur Hand zu geben, hier geht es erstmal ausschließlich um rein enzymatisch invertierte Saccharose OHNE jegliche höhere Zucker oder HMF im Endprodukt zu haben.
    Und ich mache das NICHT, um damit Geld zu verdienen wie die Futtermittelhersteller, sondern weil ich das für meine Bienen als den besseren Weg befunden habe, daß sie keine höheren Zucker kriegen, sondern nur Glucose und Fruktose...
    Was dann ziemlich/völlig kristallisierungsfrei ist.


    Solange immer noch massig Rezepte mit Aufkochen von Zuckerwasser und diversen Säuren im Umlauf sind, und Bienen an daraus resultierendem HMF sterben, so lange werd ich mein Rezept weiter propagieren.


    Und mir ist es auch egal, ob Sirupe aus Getreide funzen oder nicht - die höheren Zucker haben in Bienenfutter nix zu suchen - ihr seht doch grad das Chaos mit der Melezitose.
    Die ist vielleicht für den Imker gut an Trachtmenge, aber sicherlich in keinster Weise als Futter geeignet ohne Nachhilfe/Extrabehandlung.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    Kostenvergleich Invertierungsrezept <> Bienenfertigfutter




    Zur Kostenseite: 1 Liter Wasser, 1kg Zucker (0,85ct), Zitronensäure (375g a 2,99€ = 75 Meßlöffel voll, macht 4 Cent pro Portion) - Invertin: 3 Cent.


    Endkosten für 1,5 Liter/2kg invertierter Futtersirup 1:1 mit bienengemäßem pH-Wert:


    92 cent.


    Sabi(e)ne zeigt in Ihrem Rechnungsbeispiel Kosten auf von:
    46 cent für 1kg Flüssigfutter 1:1 (Trockenmasseanteil 50%) auf Saccharosebasis


    Winterfutter aus dem Handel hat einen Trockenmasseanteil von 70-78% (~75%),
    hier kostet das kg > 0,69cent ...
    (Wir kaufen das Futter auf Saccharosebasis für 0,90cent aber das sind im Vergleich
    zu Dir ja sicher nur Mindermengen).


    Bei 0,69cent/kg komme ich im Trockensubstanzvergleich (75%) auf den selben Preis
    wie bei Sabi(e)nes Invertierungsrezept ... 0,92cent, dann habe ich aber keine Saccharosebasis.



    Hinkt hier meine Rechnung oder
    ist der Vorwurf unbegründet das Sabines Futter teurer ist ?



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Solange immer noch massig Rezepte mit Aufkochen von Zuckerwasser und diversen Säuren im Umlauf sind ... so lange werd ich mein Rezept weiter propagieren.

    Liebe Gemeinde, bitte sorgt dafür, daß diese Rezepte aus dem Umlauf verschwinden! Bitte.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Kommerzieller Sirup und der meiste selbstangerührte haben den falschen pH-Wert - der bei 6,0 liegt - bienengerecht wäre aber ein deutlich saures Futter um 3,0-4,5.
    Wer sich die Mühe macht, mal zu suchen, wo der Zusammenhang zwischen pH-Wert des Futters und der EFB, der AFB, und der Nosematose liegt, wird ne Menge finden...


    Mit Verlaub, das ist Quatsch. Ich bin aus diversen Gründen gegen Zukauffertigfutter. Und Pro-selberanrühren von Haushaltszucker. Aber das ist ne andere Geschichte.
    Fakt ist, dass bei uns, egal was er füttert, dadurch keine Nosema oder Faulbrutkrankheiten ausbrechen.

  • Kommerzieller Sirup und der meiste selbstangerührte haben den falschen pH-Wert - der bei 6,0 liegt...

    Dein Satz schränkt die Selbstangerührten ein, die kommerziellen Sirupe nicht. Demzufolgen haben Sirupe generell eine falschen pH-Wert von 6,0 und nur bei wenige Selbstangerührte Futter - also nicht den meisten - ist das nicht so. Ich habe mir gerade die Mühe gemacht, so einige mir bekannte Sirupfutteranalysen anzusehen. Erstaunlicherweise stellt sich mir das Ergebnis gerade reziprok dar. Konkret habe ich nicht einen gefunden mit einem pH-Wert von 6,0. Von Api-Invert bis Gold, von BeeFood bis Belgosuc haben alle eine Wert von max. 5,0 als basischstes Extrem. Los geht es bei 3,5.


    Bitte führe doch einmal paar Bespiele an, von gewerblichen Bienenfuttern, die einen pH-Wert von exakt 6,0 haben und relativiere Deine Pauschalaussage, nicht daß die noch wieder irgendwo zittiert und in Gedächtnissen eingelagert wird!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ..in Gedächtnissen eingelagert wird!


    Und womöglich dort kandiert. :wink:


    Mich störte die Aussage, daß die Rezeptur "gesünder" sei. Ist sie nicht. Zum gekauften Fertigfutter besteht inhaltlich kein so großer Unterschied, der die Aussage "gesünder" rechtfertigen würde.

  • Hinkt hier meine Rechnung oder
    ist der Vorwurf unbegründet das Sabines Futter teurer ist ?


    Sehr viel teurer ...
    ... auf dem Weg von der Arbeit beim Imkerbedarfshändler anhalten, 20 Kanister einladen, bezahlen ...20 min fertig. Ca. 300 kg Zucker besorgen, Pülverchen und Säuren inzufügen, erwärmen und Rühren, abfüllen.. ich will das gar nicht ausrechnen wieviel meiner kostbaren Zeit mich das kosten würde.

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )