Honig im Brutraum

  • Hallo zusammen,


    wie geht ihr bei der Auffütternug/Schleudern mit den Waben um, bei denen halb Brut halb Honig eingelagert wurde?


    Wie ich mal irgendwo aufgeschnappt habe, können die Bienen den eingelagerten Honig im Winter nicht so leicht verarbeiten als den Zuckersirup.
    Daher habe ich etwas Angst, dass der Honiggranz der aktuell auf den "mischwaben" ist, zu viel Platz wegnimmt zum einfüttern.


    Danke für eure Antworten



    P.S.: Ich hoffe ich habe bei der Suche nicht wieder einen Therd übersehen wo dieses schon behandelt wird.

  • Servus Mister,


    ich bin selber noch Anfänger und von der Melizitose heimgesucht. Am Lehrbienenstand riet man mir jetzt noch nicht einzufüttern sondern gar erst im September. Bis dahin hätten sie die Honigkränze mit Melizitose so weit verbraucht, daß sie für den Winter nicht mehr gefährlich werden. Erst dann einfüttern. Die Bienen sollen die Melizitose-Waben erst im März erreichen, dann schadet dieser Waldhonig nicht mehr.


    Sagt man. Erfahrung habe ich im 2ten Jahr aber eh nicht damit :)
    Was sagen die Profis hier dazu?


    Alex

  • Hallo zusammen!
    Also so ganz verstehen tue ich das mit dem Einfüttern auch nicht. Denn a) haben die ja nun im Brutraum ja noch Honig und zu Punkt b) wie oben schon gesagt solles nz soooo gut sein das der Honig mit Sirup "Überlagert" wird. Vor ein paar Tagen habe ich auch sowas mal hier gelesen zu haben. da wurde gesagt entweder Honig einfüttern oder Sirup. Und im mom finden die ja auch noch einiges an Pollen zumindest bei mir.


    LG Mario

  • Hallo,


    in diesem Jahr gibt es hier die Besonderheit, dass zum Ende der Lindentracht und danach massiv Blatthonig eingetragen wurde. Bei mir werden aufgrund einer Besonderheit der Betriebsweise um diese Zeit die Brutwaben brutfrei, daher konnte ich schleudern. Es waren im Schnitt 20kg pro Volk von tief dunklem Honig! Zum Überwintern ist der nicht geeignet und der Eintrag geht anscheinend noch weiter.
    Da das an anderen Orten genauso sein kann, empfehle ich zu prüfen, ob der Honig im Brutraum dunkel ist und wenn ja, dass er entnommen und durch Sirup ersetzt wird; ansonsten droht Ungemach im Winter durch Ruhr. Zumindest sollten die brutfreien Waben geschleudert werden. Zusätzlich würde ich die Brutwaben mit schweren Honigkränzen über das Absperrgitter geben, auslaufen lassen und dann schleudern.


    Gruß Ralph

  • Fürchtet euch nicht
    Die Bienen haben die letzten 40 Millionen Jahren auch überlebt.
    Und, wie man munkelt, sogar auf Honig.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    Da das an anderen Orten genauso sein kann, empfehle ich zu prüfen, ob der Honig im Brutraum dunkel ist und wenn ja, dass er entnommen und durch Sirup ersetzt wird;
    Gruß Ralph


    Genau das ist das Problem, ich möchte ja nicht Brut mitscheudern und vom zerstören der Waben hab ich doch auch nichts...



    Zusätzlich würde ich die Brutwaben mit schweren Honigkränzen über das Absperrgitter geben, auslaufen lassen und dann schleudern.


    In der Theorie stimme ich dir voll und ganz zu, dies würde ich machen wenn mitte bis ende Juli wäre, aber es ist schon August und die Walddtracht lässt erst jetzt langsam nach. Ich muss doch schon langsam behandeln und einfüttern.




    Hast du oder jamand noch andere Ideen?

  • Fürchtet euch nicht
    Die Bienen haben die letzten 40 Millionen Jahren auch überlebt.
    Und, wie man munkelt, sogar auf Honig.


    Meine Theorie ist: In den allermeisten dieser Jahre hat ihnen aber vorher niemand den unkritischeren Frühlings- und Sommerhonig genommen.

  • In der Theorie stimme ich dir voll und ganz zu, dies würde ich machen wenn mitte bis ende Juli wäre, aber es ist schon August und die Walddtracht lässt erst jetzt langsam nach. Ich muss doch schon langsam behandeln und einfüttern.


    Es schadet den Völkern nichts, wenn du die Brutwaben mit schweren Futterkränzen über das Absperrgitter bringst und unten Leerwaben gibst. Du kannst auch mit dem Mittel deiner Wahl behandeln. Nur den geschleuderten Honig kannst du dann nicht verwenden, schade. Aber du kannst dadurch deine Völker auf geeigneterem Futter einwintern.


    Gruß Ralph

  • OK also unterm Strichhänge ich die Honigwaben als Brutraum ein...


    Wäre es dann eigentlich möglich, die Brutwabe zu entnehmen, zu behandeln (Kurzzeitbehandlung) und dann wieder rein zu hängen?
    Oder kann die Brut nicht so lange überleben oder so?

  • OK also unterm Strichhänge ich die Honigwaben als Brutraum ein...


    Wäre es dann eigentlich möglich, die Brutwabe zu entnehmen, zu behandeln (Kurzzeitbehandlung) und dann wieder rein zu hängen?
    Oder kann die Brut nicht so lange überleben oder so?


    Hallo Mister. Lass die Brutwaben da wo sie sind und füttere erst im September / Oktober ein. Die Brut überlebt nur im Volk .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Miteinander,
    der "ungeeignete" Honig ist doch oben in den Waben.
    Diesen Bereich verbrauchen die Bienen erst im Frühjahr, wenn sie Möglichkeiten zum Ausfliegen haben.
    Zuerst verbrauchen sie den unter diesen Vorräten lagernden Futterzucker.
    Wenn Ihr die "Problemwaben" seitlich setzt, verringert Ihr das Risiko noch um Einiges.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ... aber es ist schon August und die Walddtracht lässt erst jetzt langsam nach. Ich muss doch schon langsam behandeln und einfüttern.


    Hast du oder jamand noch andere Ideen?


    Verlangen Deine Biene jetzt nach Einfütterung oder Behandlung? Nein! Sie tragen selber ein und leben fröhlich. Oder hast Du anderes festgestellt?


    Du hast noch reichlich Zeit für Deine Vorhaben. Beide kann man auch im Oktober noch machen. Bis dahin ist die Brut über dem Absperrgitter ausgelaufen und die Honigproduktion der Bienen vorüber.


    Also immer hübsch ruhig, die Bienen fragen und dann handeln.


    Wolfgang, der Heidjer,


    der seine Bienen in einer Woche für vier Wochen in die Tracht, so es sie dann gibt, bringt. Dann ca. zehn Tage wartet, damit sie aus der Brut gehen und sie dann 'umwohnt'. Sie müssen dann die Wohnung einrichten, sich behandeln lassen und die Speisekammer füllen.
    Nimm einen Kalender und stelle fest, welche Zeit wir dann haben.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)


  • Lothar, sei Dir über die Reihenfolge nicht so sicher.


    Ich habe im letzten Jahr übersehen, dass in einem Brutraum vier Waben oben mit Heidehonig waren. An diesen oberen Bereichen der Waben machten sich die Bienen zuerst zu schaffen. Die daneben bis zur anderen Seite der Beute hängenden reine Futterzuckerwaben haben sie nicht mehr erreicht.
    Wenn also ein Imker aus dem Brutraum Honigwaben entnimmt, so entspringt es nicht immer dem sprichwörtlichen Imkergeiz, sondern ist eine gesundheitliche Vorsorgemaßnahme.


    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)