Buchsbaumzünsler

  • Heute werden in den Stuttgarter Nachrichten erste Bedenken bei der Behandlung der Pflanzen mit PSM bekannt. Ist ja kein Wunder die alten Kameraden: Wie CALYPSO Thiacloprid, STEWARD Indoxacarb, CORAGEN Rynaxypyr u.a. werden zu Behandlung angewendet. Wie sich das auf Bienen auswirkt soll noch unbekannt sein, doch sie nehmen den Wirkstoff über Nektar, Pollen und von den Blättern auf. Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Moin, moin,


    warum sollte das unbekannt sein. Die sind für Insekten giftig und erwachsene Raupen, die in einem Gespinst leben, brauchen eine kräftige Dosis. Solange die noch klein, zart und empfindlich sind, sieht sie der Gärtner nicht. Die Kollateralschäden sieht er auch nicht.


    Wer sich über den Falter informieren will:http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Cydalima_Perspectalis . Hier die Geschichte der Identifikation dieses Neozoons:http://www.lepiforum.de/forum.pl?md=read;id=48878 .


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Bei uns im Ort stirbt der Buchs aus. Nur ein paar Hirnverbrannte wollen es ich wahrhaben, kommen jede Woche mit der Chemiekeule :evil:
    Wir hatten die ganze Terasse von mit schönen Buchsbäumchen - alle über'n Jordan. Als Alternative haben wir lauter bienenfreundliche Stauden gepflanzt und was soll ich sagen:
    Sieht viel schöner aus als die langweiligen Buchsbäume und gefällt jetzt auch den Insekten! In diesem Sinne - vielen Dank lieber Zünsler :wink:

  • vielleicht verträgt der Buchsbaum diese Chemie-Duschen nicht so wie das die Herren im weißen Kittel gerne hätten?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Bei uns fangen die Vögel an zu lernen, dass man die Raupen essen kann. Bisher hatte der Buchsbaumzünsler hierzulande keine natürlichen Feinde - wie auch? -


    Ich habe Meisen, Amseln und Spatzen (von denen ich das gar nicht gedacht hätte!) beobachtet, wie sie die Raupen verspeist haben. ...schon mal ein Anfang...


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Bahhh!


    Jetzt ist s mir klar geworden:
    Meine Freundin und ich haben uns diese Woche noch gewundert, was das komisches ist, dass die "Hecke" am Discounter so zugesponnen ist.
    Das scheint wohl Buchsbaum zu sein. Das ganze Gestreuch ist komplett eingewebt, als hätte sich Christo im Verhüllen geübt!


    Ich selbst habe an meinem Bienenstand Buchsbäumchen stehen, die sind jetzt so ca 50cm hoch. Da ich die weder beschneide noch zurechtstutze blühen diese auch und werden von den Bienen gerne beflogen.


    Stefan

  • das blöde daran ist, dass wenn die Raupen vergiftet sind, dann werden die Vögel die Finger davon lassen!


    Und die Bau-Märkte und auch die Chemie-Industrie haben ja, wenn man auf das Gleichgewicht der Natur setzt (sprich Vögeln die Bekämpfung überlässt) nichts mehr zu verdienen!


    Ich weiß noch zu gut, wie letztes Jahr alle Medien-Kanäle die Gefahr des Buchsbaum-Zünslers dramatisierten! Und alle Welt ging die Empfohlene Chemie-Keule einkaufen! Bauhaus und co waren Zeitweise ausverkauft!


    Eine bessere PR hätte es nicht geben können!


    Geschickt eingefädelt!


    Maiswurzelbohrer lässt grüßen!


    auch sehr geschickt eingefädelt worden!


    leider des GUTEN zu viel!


    12500 offiziell dokumentierte Vergiftete Bienenvölker! Die größte je dokumentierte Bienenvergiftung der WELT aus LEGALER Anwendung heraus!


    Man stelle sich das nur vor!


    Respekt vor den Zeitungsmachern die jetzt die Weichen in eine andere Richtung stellen! Hut ab!


    Applaus Applaus bitte!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Moin, moin,


    und wenn man dann bedenkt, dass die Verbreitung im wesentlichen erfolgt ist und weiterhin erfolgt durch raupenbesetzte Buchsbäumchen, die zur Verteilung in die Gartenabteilungen der Baumärkte kamen... Der Falter ist kein Wanderfalter.


    Sinnvollerweise sollte man die Raupen durch Absammeln und ein heißes Bad dezimieren, bevor der Buchs kahl ist. Oder die Massenvermehrung selber zusammenbrechen lassen. Im Ganzen ist Buchs sehr regenerationsfähig.


    Die Fressfeinde sind jedoch nicht der Knackpunkt. Viel wesentlicher sind die Parasitoide, die die wirklich kontrollieren könnten. Auch die sind aber Insekten und nicht giftfest.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...