Propolis und Viren....

  • Moin,
    Propolis ist ja SEHR viruskillend - sind wir mit dem Zuchtziel "wenig propolisierend" bei den Bienen vielleicht auf dem falschen Dampfer?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Morgen Sabine,
    ich denke allgemein dass die natürliche Vitalität der Völker u. A. durch die Zuchtauslese verloren geht. Das Ziel muss viel mehr heißen: Renaturierung.
    LG


    Simon


    PS: Wollte mir dieses Jahr Masthähnchen kaufen. Rufe also an beim Bio-Geflügelhof und frage nach Masthähnchen. Ja sie haben Masthähnchen, es sind jedoch Hybridhähnchen. Ich muss sie noch 5 Wochen mästen und dann kann ich sie schlachten. Während den 5 Wochen darf ich sie nur mit einem speziellen Mastfutter füttern und es darf sie ja nicht abregnen, sonst sterben sie!!! Soviel zum Thema Zucht... Die überzüchteten Hybrid-Hähnchen haben alle Widerstandsfähigkeit und Vitalität verloren.
    Nun gibts Les Bleus - Braten :daumen::wink:

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Moin,
    Propolis ist ja SEHR viruskillend - sind wir mit dem Zuchtziel "wenig propolisierend" bei den Bienen vielleicht auf dem falschen Dampfer?


    Es war schon immer ein Fehler, wenn die Zuchtziele "genormt" werden...... Das ist das Erschreckende: Man will doch so alternativ sein, verhält sich aber
    "modern" (d.h. man geht mit der Mode!).
    Ein Zuchtziel "wenig propolisierend" ist m.E. kontraproduktiv .......

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo Sabine,

    Zitat

    sind wir mit dem Zuchtziel "wenig propolisierend" bei den Bienen vielleicht auf dem falschen Dampfer?


    Gibts das überhaupt noch ?
    So überschlägig fällt mir da nix ein, wisst Du vielleicht,welcher Zuchtverband dies als "Ziel" herausgibt?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Kann dies auch an den Bäumen liegen, die umher wachsen? An einem Stand mit Pappeln, habe ich sehr viel Propolis-Eintrag. Michael Bush benennt diesen Baum besonders.


    Zitterpappel, Balsampappel, Schwarzpappel, Silberpappel, Graupappel oder welche Pappel :confused:


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Hallo Sabine,


    Gibts das überhaupt noch ?
    So überschlägig fällt mir da nix ein, wisst Du vielleicht,welcher Zuchtverband dies als "Ziel" herausgibt?


    Unsere 2 aus der Muppet-Show, die züchten noch auf "wenig propolisierend"


    Und ein neues Zuchtfeld wurde schon präpariert: Massivimporte aus Sizilien. Wer keine bekommen hat, fürchtet nun der Beutenkäfer werde kommen.
    Bleiobst besser im Saarland, Michi, hierzuland gibts nur noch Seuche

  • Mir schien es nur so, dass dieser Baum (Welche Unterart auch immer), besonders zur Propolisierung beigetragen hat.


    Hab letzthins erst nachgelesen, welche Baumarten besonders viel Harz abgeben und bei den Bienen zur Propolisbildung genutzt werden. Leider wieder vergessen *g* Schwarzfichte war dabei, aber die kommt nur in NAmerika vor :lol:


    Propolis ist ja SEHR viruskillend - sind wir mit dem Zuchtziel "wenig propolisierend" bei den Bienen vielleicht auf dem falschen Dampfer?


    Das habe ich mir letzthins, in einem anderen Thread zu dem Thema, auch gedacht. Ich weiß nicht welchen Stellenwert dieses Merkmal aktuell in der Zucht hat, aber es sind ja mittlerweile quasi alle gezüchteten Herkünfte bereits auf "wenig verkittend" vor-ausgewählt.


    Was man von "alten" Imkern so hört, die noch stark kittende Völker hatten, war das aber auch kein Spaß. Denke, dass ist so ein klassisches Generationen"problem", je nachdem welche Erfahrungen man hat: als junger Imker scheint einem Propolis ganz nützlich zu sein, und man würde gerne mal "mit etwas mehr probieren," und die älteren Imker wissen noch von damals, dass zu viel / mehr des Guten bei der Arbeit ungemein nervig ist und die Völker auch nicht auf wundersame Weise gesünder macht.



    Trotzdem finde ich die Frage interessant, gerade was die mehr oder minder neuen Probleme, wie Eintrag giftiger PSM etc anbelangt... ob da nicht etwas mehr Propolis im Volk doch wieder nützlich wäre, so dass verschmutzte Bereiche automatisch schneller mit Propolis überzogen werden und sich die Giftstoffe dadurch im Volk nicht weiter verteilen können (in dem jede Biene drüber rennt und es mit den Füßen weiter verteilt etc)?!
    Ist jedenfalls ein interessantes Gedankenspiel. Leider kenne ich keine Studien dazu und hab viel zu wenig Ahnung von alledem, um selbst darüber spekulieren zu können - aber wäre an Infos, wie gesagt, auch sehr interessiert ;-)

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Mit den alten Hinterbehandlern ist Propolis sicherlich sehr sehr hinderlich. Ein moderner Dadantbrutraum ist einfacher zu handeln, trotz massivst Propolis.
    Und nein, die Bienen sind nicht gewappneter mit mehr Propolis gegen ihre modernen Feinde.


    Kann ich an den Meinigen beobachten.

  • Hallo Miteinander,
    wieso "neues" Zuchtziel - Verwendung von wenig Propolis?
    Nach Bruder Adam (Züchtung der Honigbiene; Auf der Suche...) hat die Carnica früher statt Propolis Wachs verwendet.
    Das macht diese Herkunft bekanntlich und erfahrungsgemäß nicht mehr.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • "Isch abe gar kein Fenster....":cool:


    Nein im Ernst: das Zeug ist bei aufkommendem Lippenherpes das einzige, was sofort und sicher wirkt.
    Das reicht mir als Beleg - zumal ich etwa 80 Versuchskaninchen in drei Jahren dafür hatte, die durch die Bank alle begeistert waren.:Biene:

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