Drohnenbrütiger Ableger bettelt sich nicht ein

  • Hallo zusammen,


    ich habe Gestern einen Drohnenbrütigen Ableger abseits vom Stand abgekehrt, allerdings hat er sich nicht eingebettelt sondern hängt in einer Traube an seinem alten Standort.
    Was soll ich mit diesem Volk machen? kann ich es einem anderen Ableger direkt vor´s Flugloch kehren oder besteht dabei Gefahr für die Königin?


    Danke
    im Voraus
    mfg
    Willi

  • Lieber Willi,


    genau diese Frage wollte ich gerade auch stellen!
    Ich hatte schon vor Wochen einem drohnenbrütigen Volk eine Wabe mit einer schönen verdeckelten WZ von einem anderen Volk gegeben. Gerade hab ich feststellen müssen, dass dieser Plan daneben gegangen ist, vermutlich hat das Drohnenmütterchen die Königin abgestochen, oder? Und jetzt habe ich Angst, dass diese Bienen ein anderes Volk versauen könnten, wenn ich sie davor abkehre.


    Ich hoffe, wir bekommen Antworten


    Gabriele.

  • Hallo Garbriele,
    dass das Zuhängen einer Weiselzelle in ein drohnenbrütiges Volk vergebene Liebemühe ist hast Du bereist erkannt.
    Das Abkehren des drohnenbrütigen Volkes, muss in einiger Entfernung vom Standplatz geschehen, bei mir haben sich ca. 25 m als ausreichend erwiesen. Die gesamte Brut wird eingeschmolzen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Alternativ
    Ich fege das drohnenbrütige Volk vor einem soeben gebildeten Ableger ab. Neben Honig, Pollen, schlüpfender Brut und Leerwaben erhalten
    die jungen Bienen Zuchtstoff.
    Umgehend blasen sie Weiselzellen an und ich habe so bei Bedarf noch Ersatzköniginnen.
    Das drohnenbrütige Volk übernimmt dabei SEHR EFFIZIENT die Aufgabe der Verteidigung und des Flugbetriebes.
    Elk

  • Hi ELK,
    den Ableger stellst Du an den Platz des bisher drohnenbrütigen Volks?
    Ich habe beobachtet, dass die abgefegten Bienen aus einem drohnenbrütigen Volk in das stärkste Volk am Stand einziehen, es scheint attraktiver zu sein. Warum sollten sie in einen Ableger reingehen?
    Grüße
    apirita

  • Hallo,


    ich habe das letztens so ähnlich gemacht wie Elk.


    Auf den Platz des drohnenbrütigen Ablegers habe ich eine Beute mit leeren Waben/Mittelwänden und unbegatteter Königin gestellt, dann den drohenbrütigen Ableger in ca. 20m Entfernung auf eine alte Decke abgekehrt.
    Ein Großteil der Bienen ist direkt zum alten Platz in die neue Beute geflogen. Ein anderer Teil blieb auf der Decke, bzw. bildete eine Traube auf der Decke. Durch mehrmaliges Anlupfen / Hochheben der Decke (Zeitdauer eine gute halbe Stunde) wurden die meisten Bienen ebenfalls zum Flug in die neue Beute bewogen.


    Am nächsten Tag war die Decke leer.


    Die Kö wurde angenommen, ist mittlerweile begattet und legt.


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Und warum ist der Abstand von ca.20 Metern so wichtig? Hat es dmit zu tun, dass das Drohnenmütterchen nicht zum alten Standort zurückfliegt, oder damit, dass die Flugbienen nach und nach in ihr "Ersatzvolk" einziehen, und nicht alle auf einmal, wie es wohl wäre, wenn man sie direkt an Ort und Stelle abfegt???
    Gabriele

  • Die Drohnenmütterchen könne diese Entfernung nicht überwinden, wenn ich mich recht erinnere sind die auch nicht flugfähig.


    Herr Rübengrüm

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

  • Die Drohnenmütterchen könne diese Entfernung nicht überwinden, wenn ich mich recht erinnere sind die auch nicht flugfähig.


    Herr Rübengrüm


    Hallo Herr Rübengrüm, mit einer Decke als Startrampe schaffen es auch die Drohnenmütterchen wieder zurück. Dieses verhalten ( Decke ) ist völlig Kontraproduktiv.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hi Apirita
    So ist es. Der soeben gebildete Ableger übernimmt den Platz des drohnenbrütigen Volkes.
    Bienen fliegen immer zuerst nach Hause. Da es im nur junge Bienen gibt, existieren keine Türsteher und sie fliegen einfach ein.
    Ohne auslaufende Brut kommt er nicht aus dem Knick.
    Ich war selbst erstaunt, mit welcher Hingabe die Exdrohnenbrütler umgehend den Aussendienst für diesen Frischling übernahmen.
    Elk



  • Hallo Willi,
    Dein buckelbrütiges Volk hat wahrscheinlich ein Königin, die nicht ausreichend begattet war und deren Samenvorrat erschöpft ist. Dann gibt es nur noch unbegattete Eier.
    Das abgefegte Volk löst sich nicht auf weil die Kö noch vorhanden.
    Erste Arbeitsschritt: Kö heraussuchen oder heraus sieben.
    Zweiter Schritt: Wenn Du eine Kö hast, weisellos lassen und später die Kö zusetzen. Hast Du keine Kö. so kannst Du die Bienen etwas mit Zuckerwasser einsprühen und einem oder mehreren Völkern zum Einlaufen vorkehren.


    Anmerkung: Drei meiner in diesem Frühjahr buckelbrütigen Völker hatten eine schlecht begattete Kö aus dem letzten Jahr. Nachdem ich dieses wusste, konnte ich bei weiteren ebenfalls aus der begatteten Brut gegangen Kö aus dem letzten Jahr rechtzeitig reagieren und die Völker retten.


    Viel Erfolg!


    Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

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    Anmerkung: Drei meiner in diesem Frühjahr buckelbrütigen Völker hatten eine schlecht begattete Kö aus dem letzten Jahr. Nachdem ich dieses wusste, konnte ich bei weiteren ebenfalls aus der begatteten Brut gegangen Kö aus dem letzten Jahr rechtzeitig reagieren und die Völker retten.
    ...


    Hatte dies auch 3 mal dieses Jahr aber mit drohnenbruetigen Jungkoeniginnen. Kann bestaetigen, dass es erst weitergeht, wenn die Koenigin rausgeholt wird. Sonst halten sie dran fest und gehen langsam mit ihr unter.