Presshonig

  • Liebe ImkerkollegInnen,


    gibt es welche unter Euch, die in nennenswerter Menge (also nicht nur 5 kg aus der Bienenkiste) Presshonig ernten?
    Ich bin dieses Jahr am experimenterien und habe rund die Hälfte der Waben gepresst. Mehr wollte ich nicht, aus Sorge, zu wenig ausgebaute Waben für Brut und weiteren Honig zu haben.
    Hat hier jemand Erfahrungen gesammelt?


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo !


    Liebe ImkerkollegInnen,


    gibt es welche unter Euch, die in nennenswerter Menge (also nicht nur 5 kg aus der Bienenkiste) Presshonig ernten?
    Ich bin dieses Jahr am experimenterien und habe rund die Hälfte der Waben gepresst. Mehr wollte ich nicht, aus Sorge, zu wenig ausgebaute Waben für Brut und weiteren Honig zu haben.
    Hat hier jemand Erfahrungen gesammelt?


    Wir haben bisher auch nur Kleinstmengen gepresst,
    ein guter Teil unseres Neuwachs geht mit dem Wabenhonig raus.


    Schau mal hier, da hat Konstantin (gibts den eigentlich hier noch ?) dokumentiert wie
    er so presst: LINK


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Bienenknecht,


    ja, die Seite kannte ich. Das steht aber nur was zum Pressverfahren. Da liegt nicht mein Problem.
    Ich arbeite mit einer ähnlich großen Korbpresse aus Edelstahl, die ohne Presstuch auskommt und weit billiger ist. Das klappt sehr gut. Der Honig kommt sehr gut heraus. Es bleibt nur sehr wenig im Presskuchen. Den Presskorb stelle ich danach einfach in den Dampfwachsschmelzer.


    Mein Frage bezog sich auch das Verhältnis von Pressen und Schleudern bezüglich der Bauerneuerung bzw. der benötigten ausgebauten Waben. Auch Erfahrungen mit der Vermarkung würden mich interessieren.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Wolfgang,


    nach der Heide presse ich die gesamte Tracht. Schön getrennt nach Stabilbau oder MW aus Beuten wird dann auch das Wachs eingeschmolzen.
    Ausgebaute MW habe ich nur, wenn sie zufällig während des Jahres, wie in diesem besonders, durch Auflösung von Völkern oder Wegnahme von fast leeren Honigräumen, anfielen. Oder sie bekommen als Ableger oder zum Winter im Frühjahr entnommene Futterwaben. Ansonsten besitzt ich keine alten Waben. Die Bewohner der Segeberger bekommen im Frühjahr MW und die in den Körben müssen fleißig bauen.


    Wolfgang, der Heidjer


    PS.: Das Pressen erfolgt in einer Böhlingschen Presse, nicht im 'Spielzeug'.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Hallo Wolfgang,


    bauen denn die Bienen für das Winterfutter die Mittelwände noch ausreichend aus? Die Heidetracht ist ja recht spät.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Sei gegrüßt Wolfgang,


    es gibt natürlich einen sicheren Weg: Man sucht sich vor der Heidetracht Ammenvölker aus und schont diese. Nach der Heidetracht können sie dann von den abgestoßenen Völkern noch Bienen hinzu bekommen. (Es darf auf keinen Fall Heidetracht in diesen Völkern sein. Darauf können sie nicht überwintern.)


    Oder man hat noch einen Korb mit teilweise ausgebautem Wabenwerk, in dem aber zur Zeit niemand wohnt, evtl. weil ein Schwarm nach z.B. zwei Tagen wieder ausgezogen ist.


    Wenn man zwei Kilogramm Bienen nach der Heidetracht in einen neuen Korb gibt und das langsame Füttern nicht vergisst, so bauen sie zügig aus und haben im Frühjahr Platz zur Entwicklung.


    Sicher ist gar nichts!


    Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)