Viele Überraschungen

  • 2013 ist für Überraschungen gut. Für schlechte und für gute. Die schlechten kamen im Frühjahr, nach langem Winter - vor den Pfingstferien noch Beuten voller Honig und nach 14 Tagen kaltem Regenwetter Völker knapp vor dem Hungertuch. So wenig Obstblütenhonig wie dieses Jahr gab's bei mir noch nie. Dann kam die Robinie, nach zwei Jahren Totalausfall, und gab viel Honig. Dann schafften wir die Bienen in den Wald - und dort tut sich bis heute fast nichts. Bei den drei am Heimatstand zurückgebliebenen Völkern habe ich dagegen gestern jeweils 20 kg Waldhonig rausgeholt, und damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich einmal vor der Haustür Waldhonig ernten könnte, denn das bisschen Wald liegt in 1,5 km Entfernung und es ist ein Mischwald mit viel Buche und Eiche, etwas Kiefer, wenig Fichte und keine Tanne. Ich hatte zwar gesehen, dass die Bienen in den letzten Wochen mehrheitlich in die "falsche" Richtung flogen, aber an Waldhonig nicht einmal gedacht, sowas von aus der Welt ist das hier. Waldhonig, veredelt mit einem herrlichen Lavendelgeruch (der wächst hier reichlich). Und wenn ich die Zeichen inzwischen richtig deute, honigt der Wald immer noch. Und unten an der Bundesstraße hat wer auch immer eine Sumpfwiese in ein Bienenparadies verwandelt: dort blüht auf einem halben Hektar dicht an dicht Borretsch, so viele Bienen auf einmal habe ich noch nie beim Honigsammeln gesehen. Zur Nachahmung empfohlen! Auf der anderen Straßenseite dann auch noch Sonnenblumen, die ausnahmsweise auch mal angeflogen werden. Das Jahr begann sehr mäßig, aber es scheint sich nun sehr gut auszugehen. Beste Grüße Steffen

  • Borretsch. "Sumpfwiese" ist vielleicht übertrieben gewesen, eher eine Auenwiese, die nach starken Regenfällen immer wieder mal überschwemmt ist und deshalb nicht bewirtschaftet wird. Wie der Borretsch so massenhaft dorthin kam, ist mir ein Rätsel. :confused: Gruss Steffen

  • Hallo Steffen,
    der Standort spricht eher für Beinwell.
    Sehen sich ähnlich, gehören zur gleichen Familie.
    Als "Unkraut" kommt er bei uns im Garten vor - darf aber stehen bleiben, wenn er als "solcher" erkennbar ist.
    Sicherlich gibt es im NetBilder und TExte, die en Unterschied erkennbar machen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Naja, die Ähnlichkeit ist bei 300 Meter Abstand vielleicht gegeben. :-D


    Ansosnten kannich noch beisteuern, daß es bei uns auch verwilderte Flächen mit Borretsch gibt, der sich gern etabliert (Sandboden) und immer wieder selbst aussäht. Typischerweise wächst er aber nicht in Reinform, sondern meist vermengt mit anderen Pflanzen. Im Gegenteil zum Beinwell, der gern mal alles überwuchert.

  • Hallo,
    ich habe Borretsch als Versuch ausgesät. Bin von dem Erfolg sehr überascht, voller Bienen, Hummeln und anderen Wildinsekten. Der B. blüht endlos und soll angeblich um die 1g. Zucker pro Blüte enthalten?? Nächstes Jahr werde ich jedenfalls keine 2 Reihen aussähen sondern so viel wie meine Chefin gestattet:wink:
    Gruß Dieter