Zementhonig

  • Ich kann dass auch nicht begreifen wie man den schönen Honig nur so behandeln kann.


    Mal abgesehen davon, wieviel Schädigung bei einer solchen Behandlung eintritt, ist sicherlich nicht der gesamte Honig 10 Stunden lang auf 70° erwärmt wurden.
    Ich vermute, der Tauchwärmer schmilzt nur kurze Zeit den Honig in seiner unmittelbaren Umgebung.
    Auch geringere Temperaturen über längere Zeit können den Honig schädigen.

  • Ich denke aber das bei 35 bis 38 Grad keine Schädigung eintritt.
    Selbst wenn es Stunden dauert.
    Im Sommer herschen diese Temperaturen eigentlich auch im Bienenstock.


    Aber es war auf jedenfall viel viel Arbeit den Melihonig aus den Waben zu bekommen und jetzt da die Zeit kommt und er etwas kristalllisiert, der steht im Raum bei 10 Gard.
    Erwärme ich den Hobbock im Wasserbad, rühre mit dem Rapido und fülle ihn warm ab.
    Nehme auch fürs Glas 2,- € mehr.
    Dass muss er den Kunden wert sein. :wink:

  • Hallo Imker/innen


    ich möchte dieses Thema nochmal aufgreifen. Mit sehr viel Aufwand habe ich letztes Jahr den Zement in die Eimer bekommen. Ich hatte bisher ja noch nicht das Vergnügen und bin jetzt über die Konsistenz und Farbe etwas verunsichert.


    Auch nach (moderatem) Auftauen bleibt der Honig trüb und es lassen sich noch immer Kristalle auf der Zunge spüren. Geschmack ist super, aber ich befürchte, dass der Kristallisationsprozess bald wieder einsetzen wird.


    - Wie lange wird er schätzungsweise flüssig bleiben, bzw. wie ist generell die Konsistenz von Meli-Honig beim Verkauf?
    - Die Farbe ist dunkelbraun, aber sehr trüb. Ist das die Regel?
    - Würde Rühren Sinn machen?
    - Länger (3 Tage) und mit höherer Temperatur (bis max. 40°) auftauen wird zwar grenzwertig, aber bringt das überhaupt Erfolg?


    Ich habe Kunden, denen es wichtig ist, dass Waldhonig flüssig und klar ist. Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir Eure Erfahrungen dazu mitteilt.


    danke schon mal und viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo Gerhard!


    Also ich kann nur sagen - Wasserbad hat zu wenig Power - 40 Grad Temperatur - damit schmelzt Du keine Melikristalle.


    Hab mir im August letzten Jahres den Luxus gegönnt und einen Melitherm gekauft.
    Damit wird der Honig fast klar und die nicht geschmolzenen Kristalle bleiben im Seihsack hängen.


    Der gewonnene Honig bleibt gut drei Monate fast klar - und erst im fünften Monat bilden sich wieder richtige Kristalle.


    Meine Honigkunden waren begeistert - obwohl diese ausgesprochene "Cremig-Schlecker" sind.


    Das Verkaufstalent musst Du Dir selbst beweisen und lass einfach probieren.


    Vg Ruth

  • So genau kann man das nicht sagen wie lange so ein Honig flüssig bleibt. Ich hatte welchen, der nach 4 Wochen schon wieder Anzeichen von Kristallen zeigte. Seither schleudere ich Melihonig nicht mehr, sondern hebe die waben auf und lasse umtragen. Nach dem Umtragen ist er normalerweise so wie er sein soll. Allerdings auch oft trübe. Das kann man der Kundschaft aber erklären.


    Und ein Melitherm ist kein Luxus. Er ist nicht ganz billig und wird deshalb als Luxus angesehen. Für mich ist Waldhonigverkauf ohne Melitherm eine halbe Sache. Nur mit diesem Gerät kann ich den Honig in einer vernünftigen Qualität (wie meine Kunden diese verlangen) liefern. Alles andere ist ein Kompromiss.
    Mit einem Wärmeschrank kriegt man, wie Ruth schon geschrieben hat, die Kristalle nicht weich.


    Wenn man schaut was Leute so für ihr Auto und dessen Zubehör, für Mode, Urlaub, Unterhaltungselektronik usw. ausgeben, dann würde ich behaupten das das Luxus ist.


    Melitherm braucht man, jeder sollte eins haben.:wink:

  • Wenn man schaut was Leute so für ihr Auto und dessen Zubehör, für Mode, Urlaub, Unterhaltungselektronik usw. ausgeben, dann würde ich behaupten das das Luxus ist.


    Melitherm braucht man, jeder sollte eins haben.:wink:


    :cool: Man muss halt Prioritäten setzen :daumen:
    Mit selbstverdientem Einkommen muss ich niemanden um Hobbygelder anfragen, Rechtfertigungsanlass findet sich aber schon manchmal.
    Unschlagbar im Dagegenhalten sind sonst auffindbare Kosten für Firseurbesuche mit allem Zipp und Zapp oder ausgiebige Shoppingtouren insbesondere in die Schuhmode. Auch kann man so einen Betrag ruckzuck verrauchen...


    Grüße


    Marion,


    die deshalb nicht mit einer ungepflegten "Ökohecke" auf`m Kopp rumläuft, das aber selbst hinkriegt...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo und danke für die Antworten,


    ich werde mir vorerst ein Melitherm vom Verein ausleihen und 1-2 Melezitose-Eimer durchlaufen lassen. Den Unterschied kann ich dann gut vergleichen, zumindest visuell. Und dass dieses Auftau-Verfahren für WH wirklich schonender ist, habe ich nun begriffen.


    danke nochmal, schönen Tag und viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.

  • Hallo Imkerfreunde!


    Hab vor lauter heurigem Honigmangel und einem vorab gelösten Gutschein für eine Honiguntersuchung, ein Glas Melizitosehonig von 2013 eingeschickt und untersuchen lassen.
    Ich hab die Waben nach dem Schleudern immer gewaschen s. a. Thread #149.


    Hab heute das Ergebnis von der LWG Veitshöchheim bekommen.
    Wassergehalt: 16,4 %
    Invertase-Zahl : 303,7 (für mich unglaublich!) - nach DIB Vorschriften sind mind. 64 vorgeschrieben.
    Sorte: Wald


    Honig wurde bei der Schleuderung nur grob gesiebt und jetzt zum Abfüllen und Verkauf (nach fast einem Jahr teilweise noch flüssig) nur über Melitherm verflüssigt.


    Viele Grüße
    Ruth

  • Hallo,


    mittlerweille habe ich meinen Meli-Honig durch ein Melitherm laufen lassen und bin vom Ergebnis begeistert.
    Danke für diesen Rat.


    viele Grüße
    Gerhard

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind sich so sicher und die Klugen zweifeln so sehr.