Warum ich Selbstgebautes hasse!

  • Moin,


    immer wieder klebt an mir der Ruch ich hätte was, gegen Selbstbauzeug an den Bienen. Deshalb habe ich heute mal eine Webseite rausgesucht und gebe Euch Gelegenheit, nachzuvollziehen, was mich bewegt. Fast ganz ohne Kommentar: Biohonig Bitte "seblst gebautes" aufschlagen. Denn damit ist bestimmt "Selbstgebautes" gemeint.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich finds gut!

    Nachdem Du die Seite angesehen hast? Oder so aus Genralopposition? Findest Du tatsächlich geschraubte Rähmchen mit überstehenden Schrauben dafür aber ohne Ösen und Abstandshalter toll? Na dann will ich nix gesagt haben. :roll:


    Richtig geil ist aber die Nut in den Zargen, die zum Zargenknacken mißbraucht wird. Wie wird die Zarge oben aussehen, wenn zigfach im Jahr ein Außeneck eines Schraubenziehers, das Gegenlager für einen Hebel darstellt?


    Wir der Boden in der Nut-und-Feder-Konstruktion wirklich jede Zarge akzeptieren? Wer wird die Nuten reinigen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
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  • Hmmm, und was ist daran jetzt schlecht?

    Das nicht sofort zu sehen, ist das Problem beim Selbstbau.


    Auch die "Gießanlage" der totale Murks (Zitata der Website):


    Mein [sein] Fazit:
    perfekte Mittelwände darf man nicht erwarten, ... um nur Anfangsstreifen herzustellen ist die Gießform ideal. Für richtig gute Mittelwände müßte sie einfach noch etwas größer sein ... bricht die Mittelwand dann oft kann aber ... repariert werden. Solche Mittelwände sind dann aber ziemlich dick. Also doch nicht alles so einfach, wie es scheint... Auf jeden Fall macht es aber Spaß, und riecht so gut! Also nicht zögern liebe Imker, selber bauen !

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Nachdem Du die Seite angesehen hast? Oder so aus Genralopposition? Findest Du tatsächlich geschraubte Rähmchen mit überstehenden Schrauben dafür aber ohne Ösen und Abstandshalter toll? Na dann will ich nix gesagt haben. :roll:


    Richtig geil ist aber die Nut in den Zargen, die zum Zargenknacken mißbraucht wird. Wie wird die Zarge oben aussehen, wenn zigfach im Jahr ein Außeneck eines Schraubenziehers, das Gegenlager für einen Hebel darstellt?


    Wir der Boden in der Nut-und-Feder-Konstruktion wirklich jede Zarge akzeptieren? Wer wird die Nuten reinigen?


    Zum einen, lass doch die Leute machen was sie wollen, du musst mit dem Zeugs ja nicht imkern :-)


    Was ist an geschraubten Rähmchen falsch? Mein Pate schraubt sie auch, ich nicht, ist mir zu doof. Jedem das Seine.


    Auch das mit der Nut stört mich nicht. Wenn es für den Imker gut ist zu arbeiten dann passt das doch :)


    Ich finde es generell toll dass sich Imker mit ihrer Tätigkeit auseinandersetzen und sich zu helfen wissen, auch wenn manche das vielleicht belächseln. Solange nicht noch ein weiteres Rähmchenmaß erfunden und propagiert wird ist alles ok.

  • ...Auch das mit der Nut stört mich nicht. Wenn es für den Imker gut ist zu arbeiten dann passt das doch :)


    Nut = Bienenknacken = nicht gut!

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Was ist an geschraubten Rähmchen falsch?

    Na z.B. die Schrauben kucken raus. :eek: Die Seiten sind drehbar gelagert. Die ganze Wabe hängt anschließend nur an zwei Schräubchen am Oberträger. Der hat zudem breite Ohren ...

    Auch das mit der Nut stört mich nicht.

    Binnen kurzer Zeit wird die Beute hier undicht. Erst nur für Ameisen, dann auch für Wespen und Bienen. Auf den Boden geht sie entweder nicht drauf oder nie wieder ab, weil da ja dann auch für den "Knackschraubenzieher" kein Platz ist.

    Wenn es für den Imker gut ist zu arbeiten dann passt das doch :)

    Es geht um Bienen und es ist bestimmt nicht gut zu arbeiten.

    Solange nicht noch ein weiteres Rähmchenmaß erfunden und propagiert wird ist alles ok.

    Warum nicht auch noch ein neues Rähmchen erfinden, basierend auf den Sägemaßen von Baumarktholz und eine neue Beute drum rum bauen? Wenn das für den Imker gut zu besorgen ist, dann paßt das doch :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Alles im grünen Bereich. :)

    Zitat

    Die Rähmchen sind hier auch aus den selben Brettern gesägt + geschraubt. Das ist aber so fummelig + aufwändig und erzeugt unmengen von Sägemehl, das ich jetzt doch lieber fertige Rähmchen kaufe oder wenigstens fast fertige in Teilen.

    Mit freundlichen Grüßen -- Traugott Streicher

  • Ich habe alle meine Beuten selbst gebaut und das funktioniert prima. Bei meinen Zanderbeuten habe ich mich an Liebigs Plan der Einfachbeute gehalten und auch die laufen einwandfrei. Prinzipiell eine Abneigung gegen Selbstbau zu haben, kann ich nicht nachvollziehen. Mit etwas handwerklichem Geschick, der notwendigen Zeit und dem richtigen Werkzeug geht das ohne Probleme.
    Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel. Und ob die Rähmchen ohne Abstandshalter genutzt werden, kann ich so nicht beurteilen, auch wenn keine auf dem Bild zu sehen sind. Da würde sich der Imker ja aber selbst nicht unbedingt einen Gefallen tun. Oder wird am Ende ein Rechen verwendet? Zumindest sehen die abgebildeten Rähmchen recht akurat eingehängt aus...


    Viele Grüße
    Markus

  • Spirituelles Mobbing - ganz klar Großmeister!

    Warnung an alle Selbstbauer!


    Originalzitat der Webseite: Man spart dabei eine menge Geld, muß aber dafür auch sehr viel Zeit investieren. Es lohnt sich also nur, wenn man Spaß dabei hat. Belohnung ist dann das Erfolgserlebnis und der Glaube, daß die eigene Konstruktion natürlich viel besser ist als die der fertig gekauften...


    Nur damit hier kein falscher Zungenschlag bestehen bleibt: Es gibt auch Murks zu kaufen - nur eben nicht lange! Die Selbstbauerei hört erstaunlicherweise niemals auf. Wahrscheinlich hängt da Herzblut dran, wenn man so viele schöne Stunden gegeigelt hat.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ach iwo Henry. Ich sehe das sportlich. Ich baue auch vieles selbst, auch Mist ist dabei. Manches finde ich gut und bei anderen Sachen sehe ich eine herstellende Firma von den Möglichkeiten einfach im Vorteil. Einfache Zargen und einen Wachsschmelzer zu bauen, ist allemal drinnen. Auch die mit einer ordentlichen Falz bekommt man mit einer Kreissäge, oder einer Fräse hin.


    Solange keiner vorgibt, dass das so zu sein hat und alles andere Lug und Betrug ist, sehe ich das sehr interessiert.


    Ich will es sogar anders formulieren: Imkern lebt von Innovation und Wissensdurst.


    Erfreuen wir uns also an Webpräsenzen, die länger als ein Jahr dokumentieren und berichten und rechnen wir danach mit ihnen ab, wenn überhaupt.


    Pfüati