Frage an die erfahrenen Imkerhasen bzgl. Einfüttern

  • Hallo zusammen,


    hätte da eine Frage zum Einfüttern an die erfahrenen "Imkerhasen". Ich werde dieses Jahr wieder mit 5 Liter Futtereimer einfüttern, also keine Futterzarge!
    Letztes Jahr noch mit selbstangerührtem Zuckerwasser 2:3 - dieses Jahr mit 28KG ApiInvert je 2 Zarger.
    Wie lange braucht es bis ein Wirtschaftsvolk (heute auf 4-5 Zargen) die 28KG ApiInvert über den Futtereimer abgenommen haben, bei sommerlichen Temperaturen?!?
    Hat da jemand Erfahrungswerte - mit welchem Zeitraum man so rechnen muss? Hab da noch wenig Erfahrung, daher würde mir helfen, wenn mir jemand dazu was sagen kann.
    Mein Imkerpate meinte, dass das in einer Woche erledigt sein sollte. Kann das wirklich sein?

    :daumen: Iss Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß für deinen Gaumen! Die Bibel - Sprüche 24,13 -> http://THEFOUR.COM

  • Mein Imkerpate meinte, dass das in einer Woche erledigt sein sollte. Kann das wirklich sein?


    Ja, das ist so.
    Allerdings darf's draußen nicht mehr honigen. Und stark muß das Volk sein (genügend Bienen) und genügend freie Zellen haben.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • Mein Imkerpate meinte, dass das in einer Woche erledigt sein sollte. Kann das wirklich sein?


    Hallo, ja so ist es. Und bei wirklich starken Völkern sind die 28 kilo (entspricht ca. 19 kg Trochensubstanz - in etwa) viel zu wenig.


    Futtereimer 5 ltr ist meiner Meinung nach Spielerei. Ich füttere in Futterwannen 12 liter, in einer Leerzarge, mit Stroh als Schwimmern. Mit 2 Gaben sind 28 kilo innerhalb weniger Tage verfüttert.
    Gruß
    KME

  • ...starken Völkern sind die 28 kilo (entspricht ca. 19 kg Trochensubstanz - in etwa) viel zu wenig.


    ...


    Hallo Kai-Michael,


    ich hatte auch immer so zwischen 18 und 26 Litern Sirup gefüttert, aber nachdem ich dieses Jahr wieder so viele unverbrauchte Futterwaben im Frühjahr rausnehmen musste, wollte ich dieses Jahr deutlich weniger einfüttern. So so 15 bis 20kg.


    Johannes : das hängt auch neben Volksstärke und Tracht noch von der Aussentemp. ab. Jetzt geht es sicher schnell, Ende September wird es zäher...


    Gruß Jörg

  • Servus,


    ich war auch eben etwas irritiert. Ich füttere ca. einen halben Karton (14 Kilo) ein, je nach dem was Goldrute, Riesenbärenklau und Springkraut so bringen.


    Grüße Peter

  • Hallo Kai-Michael,


    ich hatte auch immer so zwischen 18 und 26 Litern Sirup gefüttert, aber nachdem ich dieses Jahr wieder so viele unverbrauchte Futterwaben im Frühjahr rausnehmen musste, wollte ich dieses Jahr deutlich weniger einfüttern. So so 15 bis 20kg.
    Gruß Jörg


    Hallo,


    ja es hängt stark von der Region ab. Leider habe ich das Pech, dass bei mir in der Gegend ab Mitte Juni nix mehr hereinkommt. Mit dem Ergebnis, dass ich einer der wenigen hier war, dem die Völker nicht im April verhungert sind.


    In Gegenden mit viel Brombeere, Linde, Weißklee, Blatthonig, Himbeere, Faulbaum, Heidekraut, Balsamine etc. dürften 15-20 kg Trockensubstanz dann ausreichen.


    Gruß
    KME

  • Ihr macht es Euch wirklich schwer!


    Eine Waage und keinen Blick auf die eingefütterten, sondern drin geblieben Kilo sind notwendig. Dann klappts auch mit den Nachbarn.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Eine Waage und keinen Blick auf die eingefütterten, sondern drin geblieben Kilo sind notwendig. Dann klappts auch mit den Nachbarn.


    Genau so ist es, denn nur was wirklich drinnen ist zählt

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Das Problem mit der Waage ist aber doch dasselbe. Was Ende August noch mehr als genug war kann im Oktober schon zu wenig sein.
    Und dann ists oft schon zu spät zum nachfüttern...
    Bei mir gilt weiterhin: lieber zu viel als zu wenig, die übrigen Futterwaben verbrauchen sich in Jahren wie diesem von ganz alleine.


    cu

  • Das Problem mit der Waage ist aber doch dasselbe.

    Mit einer Waage läßt sich wöchentlich das Gesamtgewicht überprüfen. Dabei wird notgedrungen Futter in der Futtereinrichtung mitgewogen, auch wenn es noch nicht abgenommen wurde. Auf diese Weise werden die Völker nicht überfüttert und behalten die Fütterung innen in Erinnerung. Plötzlich oder mit Schrecken wird man dabei keine massiven Abweichungen fetstellen und kann kontinuierlich auf Zielgewichte Anfang Oktober hinarbeiten.

    Bei mir gilt weiterhin: lieber zu viel als zu wenig, die übrigen Futterwaben verbrauchen sich in Jahren wie diesem von ganz alleine.

    Futterwaben behindern im Frühjahr die Volksentwicklung ganz massiv. Im Spätsommer engen sie die Brutflächen unnötigerweise ein. Futter in den Völkern kann nicht mehr langsam eingefüttert werden - es ist ja schon drin. Wer im Frühjahr nachj der ersten Durchsicht mehr als eine Futterwabe pro Volk und damit frühem Ableger außerhalb der Völker hat, hat was falsch gemacht und zuviel gefüttert. Denn zuviel ist auch schädlich.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wer im Frühjahr nachj der ersten Durchsicht mehr als eine Futterwabe pro Volk und damit frühem Ableger außerhalb der Völker hat, hat was falsch gemacht und zuviel gefüttert. Denn zuviel ist auch schädlich.


    Aber das Wetter spielt doch auch noch eine Rolle. Bei einem Frühjahr, bei dem schon im Februar die ersten Blüten blühen, es kaum Frost gab, verbraucht doch ein Volk weniger als bei dem letzten Frühjahr mit Frost bis in den April. Wie will man das bis auf 2 bis 3 Kilo (Gewicht pro Futterwabe) genau im Herbst abstimmen?

  • Wie will man das bis auf 2 bis 3 Kilo ... genau im Herbst abstimmen?

    Ich meine das pro Stand und da ergibt sich eine Art langjähriges Mittel. Bei mir waren das Segeberger mit 39kg Gesamtmasse. (Boden-Zargen-FZ-Deckel) Inzwischen bin ich runter auf 37,5kg und werde wohl noch weiter runter können. Mich nervt das wahnsinnig, daß ich Futter in Waben und damit in Zargen durch den Sommer nehme - außerhalb der Völker - und mir so Platz und Zargen nehme. Oft ist für die ersten Ableger genug Futter in den Spendervölkern, denn da müssen die Baurahmen rein und Futter raus und wenn nur ein Volk eingefüttert eingeht, dann liefert das schon genug Futterwaben um anderen zu helfen. Futter in Waben ist Mist, denn Ableger lassen sich ja auch problemlos und sinnvoller teig- oder flüssigfüttern. So'n Futterbrett, steht denen schnell mal als Schied rum oder wird aus Sparsamkeit doch nicht angerührt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wie lange kann man die denn überhaupt liegen lassen?

    Etwa 7.000 Jahre. Honig braucht keine Konservierung. Honig ist Konserve.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder