Liebig Dispenser Docht?!

  • Hallo zusammen,
    mir ist aufgefallen dass es eigentlich nicht möglich ist die Flasche des
    Liebig Dispensers aufzustecken ohne dass der Docht total verknickt und sich in alle Richtungen
    wellt...
    Ist das schlimm?
    Soll das so sein?
    Wie ist das bei euch?


    Grüsse Johannes

  • Servus,


    ich nutze anstatt des originalen Dochtpapier doppelt gelegtes Zewa.
    Die Größe schneide ich entsprechend der Vorgabe zu. Hat bisher gut funktioniert, Verdunstungsmenge war ok, 2 von 2 Völkern kamen über den Winter. Dieses Jahr teste ich parallel den Nassenheider horizontal.


    Gruß

  • Ja, bei mir auch, die legen sich aber wieder hin sobald sie nass werden.


    Ich hab jetzt mal 4 x 150 ml Wasser im Test:

    1 x Küchenrolle doppelt

    1 x Küchenrolle einfach

    1 x Kaffeefilter

    1 x Originaldocht

    stehen bei 25°C, mal schaun wie lang.

  • @guenter47

    Auch wenn du das jetzt nicht hören willst: Der originale Docht wird wohl schon seine Daseinsberechtigung haben. Und überleg mal, ob es dich nicht teurer kommt eins (oder mehrere) Bienenvölker zu verlieren, wenn du von dir angestrebte „günstigere Lösung“ nicht so funktioniert, wie du es eigentlich wolltest.


    Nichts für ungut, aber das sind mir meine Bienen schon wert. Und das nicht in finanzieller Hinsicht, sondern als Lebewesen für die ich die Verantwortung übernommen habe.

    PS: Ich nutze übrigens die Nassenheider Professionell.

  • Warum sollte ich Bienenvölker verlieren, wenn ein Dochtpapier mit denselben Verdunstungseigenschaften finde, dass ich ohnehin im Haushalt habe?


    Da kostet so ein einziges kleines Stück besseres Zeitungspapier zwischen 20 und 40 Cent plus Versandkosten. Ich brauche weder den Aufdruck noch die Perforation, da ich Schere habe. Eine Anleitung würde völlig genügen. Insofern finde ich diesen Preis einfach völlig überteuert. Das erinnert mich an die Druckerhersteller, die billige Drucker auf dem Markt werden und sich an Toner und Tinte dumm und dämlich verdienen. Solche Vermarktungsstrategien mag ich nicht unterstützen.


    Den Nasenheider Prof. habe ich übrigens auch in Gebrauch, womit ich nur sagen möchte, das es mir nicht um einen gerechtfertigten Preis geht. Ich mag diese Kosten/Geiz-Diskussion nicht, ich habe eine sachliche Frage gestellt und freue mich über konstruktive Antworten.

  • Wäre nicht ein Test mit AS in der gewünschten Konz besser? Die physikalischen Eigenschaften unterscheiden sich ja erheblich.



    Ameisensäure:


    Dichte: 1,22 g·cm−3 (20 °C)


    Schmelzpunkt: 8 °C


    Siedepunkt: 101 °C (Zersetzung)


    Dampfdruck: 72,5 hPa (30 °C)


    Wasser:


    Dichte: 0,9982067 g·cm−3 (20 °C)


    Schmelzpunkt: 0 °C


    Siedepunkt: 100 °C


    Dampfdruck: 36,8 hPa (30 °C)

  • @Spendierbiene2019: danke für die Zahlen, interessant daran ist vor allem der Dampfdruck, der die Verdunstungsrate bestimmt. Die anderen Werte spielen m.E. eine untergeordnete bzw. keine Rolle.


    Immenreiner : Generell verhält sich die Verdunstungsrate annähernd proportional zum Dampfdruck (meine Thermodynamik ist lange her), d.h. es ergäben sich zwei Gerade mit unterschiedlichen Steigungen (H2O u. AS), die man umrechnen könnte.


    Es ist aber doch viel einfacher:

    Meine 4 Versuchsanordnungen enthalten ja auch eine mit dem Originaldocht und Wasser, quasi als Kontroll-Anordnung. Herausfinden möchte ich ja nur, welches Papier im Vergleich zum Originalpapier die gleiche Menge Wasser in der gleichen Zeit verdunstet.

    Wenn ich dann das Wasser durch AS ersetze, werde ich zwar andere Verdunstungszeiten erhalten, das Verhältnis zwischen unterschiedlichen Papieren müsste aber in etwa dasselbe sein.


    Die physikalische Eigenschaft der Papierart dürfte keinen Einfluss darauf haben ob es H2O oder AS verdunstet.

    Insofern könnte man das Ergebnis direkt umsetzen.

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