Bienen vs. Ameisen - verhindert das die Eilage?

  • Hallo,


    wir haben ein massiver Problem mit Ameisen. Wir haben an unserem Außenstand am Rande eines Moorgebietes (Naturschutzgebiet) Begattungskästchen aufgebaut (insgesamt 8 Stück). An dem Standort ist der Begattungserfolg immer sehr gut, deswegen ist der Platz eigentlich super. Da sind aber auch sehr viele Ameisen. Wir setzen dort Kieler-Begattungskästen und selbstgebaute Begattungskästen aus Dämmplatten ein, bei denen ist das Material weicher als der Beuten-Styropor.
    Wir haben die Begattungskästen auf Stelzen gestellt (ca. 1,30m hoch), die Stelzen hatten wir zuvor mit Staufferfett beschmiert. Aber auch das half nichts. Einige unserer selbstgebauten Kästen sind jetzt massiv mit Ameisen befallen, auch die Kieler-Begattungskästen – aber nicht so schlimm. Gestern haben wir auf Eilage kontrolliert. Da sind zum Teil so viele Ameisen drin, dass die auf den Waben herumlaufen! Kann es sein, dass die Königinnen deswegen nicht legen? Die Königinnen sehen schön groß mit fettem Hinterleib aus, als seien sie begattet. Nur legen tun zwei solcher Königinnen nicht. Die weniger befallenen legen zum Teil oder sind noch klein mit Stummelschwanz. Kann es sein, dass eine Königin in dem Umfeld gar nicht anfängt zu legen? Und was können wir tun? Ich glauben, die Ameisen werden wir nicht los! Aber nützt es was, die Kästen nach Hause zu holen (3,5km)? Fliegt diese dann vielleicht, so sie wider erwarten doch noch nicht begattet ist, vielleicht zum alten Standort zurück? Das Risiko gehe ich ungern ein. Oder hat jemand eine Idee, wie wir die Ameisen rauskriegen?
     
    Gruß Stefan

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

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  • Ich würde tippen, dass die Königinnen legen.


    Aber die Ameisen die Eier ausräumen. Die sind auch scharf auf Eiweiss.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo,


    ich habe zu der Sache noch ein Update. Gestern haben wir nochmal nachgeschaut. Und es ist leider das eingetreten, was ich befürchtete. Ein Begattungskästchen war komplett leer un die Ameisen haben sich dort eingenistet! So ein Mist!!! Alle anderen befallenen Kästen habe ich nun anständig mit Backpulver bearbeitet und auch den leeren Kasten zu Vergleichszwecken.
    Zur Backpulvermethode hätte ich noch gerne eine Bedienungsanleitung bzw. Erfahrungsberichte. Wie wendet man das wirkungsvoll an bzw. wie nehmen die Ameisen das Backpulver auf? Und schadet Backpulver den Bienen, also könnte ich das auch in der Beute anwenden?


    Gruß Stefan

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • Hallo Stefan,


    Backpulver streut man am Besten nicht zu dick in die "Straße" der Ameisen. Die Ameisen nehmen es auf und füttern die Brut damit. Das läßt die Brut platzen. Eventuell auch die Alten. Wenn du es außerhalb der Beute anwendest ist es keine Gefahr für die Bienen. So habe ich es jedenfalls vor Ewigkeiten gelernt. Bei den Roten darfst du das aber nicht anwenden. Bei den anderen Arten sollte man das auch nicht machen, sie wollen auch nur leben.
    Ich habe ganz kleine schwarze Ameisen in einer Beute, bisher ohne Probleme.


    Gruß Dieter