Waben abgesackt...

  • ...hat jemand eine Erklärung für mich?



    Am ersten Tag des 2-tägigen Sommers fand ich in einem einzigen Volk 2 solche Waben vor.
    Gestern nochmal in der selben Kiste 3 Waben, die -so sieht es jedenfalls aus- irgendwie abgeschmolzen sind.


    Die Mittelwände habe ich auch in anderen Völkern verwendet. Sonst ist alles ok.


    Das Volk steht zwar in voller Sonne, aber sooo warm war es ja nun nicht!
    Transportiert habe ich die Kiste nicht.


    Gibt es Völker, die "hitziger" sind als andere?


    Das Volk hat eine junge Königin, der Brutraum war ziemlich verhonigt, wurde aber freigeräumt und inzwischen hat die neue Königin ordentliche 8 Waben belegt.


    Ich hatte die alte Königin als 5 Waben-Ableger rausgenommen, um dem Schwarm zuvor zu kommen, sodass die Flugbienen und der Honigraum blieben.


    Lösen wir das Rätsel?


    Danke schonmal!


    Beste Grüße
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Servus,


    ich würde auf Hitze tippen. Grad wenn das ein Ableger war mit kleinem Flugloch und die Sonne drauf brennt haben die die Wärme nicht raus bekommen. Wachs wird, bitte korrigiert mich wer, aber ca. 40 Grad instabil. Wenn die Wabe voll mit Honig war dürfte sie instabil geworden sein und zusammengebrochen. Eine dünne Mittelwand dürfte das noch begünstigt haben.


    Verbraust sind sie offensichtlich nicht?


    Grüße

  • Moin Jule,


    Das Volk steht zwar in voller Sonne, aber sooo warm war es ja nun nicht!


    ...naja, ich weiß nicht, was bei Dir warm ist.


    Bei uns herrschten am 1. Tag 35 Grad, am 2. Tag 39 Grad im SCHATTEN.
    Ich fand das schon nicht mehr warm, sondern sehr heiß.:wink:


    Die Bienen haben an diesen beiden heißen Tagen sehr stark vorgelagert....sah aus, als ob vor jeder Kiste fette Schwärme hängen.
    Meine Völker stehen nachmittags schattig.
    Einzig die Golz steht relativ sonnig unter einem sparsam belaubten Apfelbaum. Am Golzfluglochbrett hingen die Bienen in mehren großen Trauben herunter....die Golz habe ich am 2. Tag mit einem großen Sonnenschirm beschattet.


    Ich würde mal tippen, dass Dein Volk nicht genug kühlen konnte.


    verfrorene Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo Jule,
    dieses Thema hatten letztes Jahr einige.
    Mit sehr hohen Folgeschäden.
    Grund dafür war, dass die Mittelwände sehr viel Stearin/ Paraffin enthielten.
    (glaube das waren um die 60% Stearin zu 40 % Bienenwachs)
    Stearin, Paraffin schmilzt früher als Bienenwachs.
    Woher hast Du denn die Mittelwände?

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Es war vor der großen Hitze, am Vormittag davor...jedenfalls der erste Fund.


    Sonst habe ich das in keinem Volk.


    Das Volk war kein "kleiner" Ableger, sondern 3 Zargen, offener Boden und Flugloch wie immer.


    Auf das Wachs habe ich auch schon getippt.
    Leider kann ich nicht mehr sagen von welchem Lieferant es war. Aber es war sicher nicht das in diesem Jahr bestellte...und warum hatte ich das letztes Jahr nicht? Und auch in keinem weiteren Volk welches in der prallen Sonne stand?


    Ich habe einen neuen Einlöter... kann es damit zusammenhängen?


    @ Regina verfrorene Grüße zurück! Wir hatten heute morgen nur 9 Grad! :-(


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Einlötfehler! Die MW war an den Drähten zu weit eingelötet, der Löttemperaturanstieg war zu zögerlich oder die MW war gereits im Winter eingelötet worden. Das sind meine Ursachenideen. Zu zu viel Wärme kann ich nichts sagen, denn ich imkere ja in so Edölschaumluft. :wink:


    Leider sind die Drähte auch nicht Wellraddrahtspannergespannt. Die Drahtwellung erleichtert durch die erst nur punktuelle MW-Berührung und die größere Weite der Verbindung das Einlöten und die folgende Kukident-Kraft erheblich. Probier's mal aus. Wenn nicht zufrieden, verkauf mir den Wellraddrahtspanner zum Welldrahtspannen zum Wellraddrahtspanneroriginalpreis! In nähm den für meine Anfänger!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • AH! Da wäre mal eine Spur...


    Ich spanne nur die schlappen Drähte mit so nem Drahlwellspannerrädchendings und dann ist es meist der unterste Draht. Die mittleren welle ich fast nie.


    Der Löter geht sehr schnell, da muss ich sogar aufpassen, dass ich keine Schnitten mache...


    Was heißt "im Winter" eingelötet? Ich bin nicht so gut organisiert, dass ich schon im Januar alles fertig hab...außerdem bin ich ein Mädchen, daher verfroren...und löte bei Zimmertemperatur. Bei dieser werden die Rähmchen dann auch gelagert.


    Was heißt "zu weit" eingelötet? Ist es nicht optimal, wenn der Draht in der Mitte der MW ist? Was mir zugegebenermaßen nicht immer perfekt gelingt...


    Und das was mich eben verwirrt ist, dass es nur bei diesem einen Volk ist.
    Kann es sein, dass die die Waben zu schnell gefüllt haben?...zB mit dem Honig aus dem Brutnest, welches sie wegräumen mussten? Und dass das Gewicht zuviel bei der Wärme war... es waren übrigens keine direkten Mittenwaben und keine Randwaben... so Platz 2-5 Südwestseite.


    Interessant ist, dass sie die Schweinerei ganz gut in den Griff gekriegt haben... Ich werde die Waben wohl zum Füttern nehmen...schade drum!

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • ...hat jemand eine Erklärung für mich?


    ... so etwas habe ich bisher nur gesehen, wenn die Mittelwände aus gepanschten Wachs bestanden. :-( Und auch da waren nicht alle neu ausgebauten Waben betroffen...

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Ich spanne nur die schlappen Drähte mit so nem Drahlwellspannerrädchendings und dann ist es meist der unterste Draht.

    Wellma alle. Besser iß!

    Der Löter geht sehr schnell, da muss ich sogar aufpassen, dass ich keine Schnitten mache...

    Das ist sehr gut und soll genauso sein.

    Was heißt "im Winter" eingelötet?

    Bei lange Lagerung werden MW manchmal hart und brechen dann genau am Draht.

    ... die Rähmchen dann ... gelagert.

    Wie lange? Liegend?

    Was heißt "zu weit" eingelötet?

    Über die Mitte hinaus.

    Ist es nicht optimal, wenn der Draht in der Mitte der MW ist?

    Doch, genau dem!

    Was mir zugegebenermaßen nicht immer perfekt gelingt...

    Bei den?

    Und das was mich eben verwirrt ist, dass es nur bei diesem einen Volk ist.

    Oder es waren nur diese MW.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin, moin,


    also, ich habe dieses Jahr ja auch Versuche mit Mittelwänden unternommen. Dass die gewellraddrahtspannt besser halten, leuchtet ein. Die gedrahteten Rähmchen aber sind mit geradem Draht so stramm bespannt, dass die eh schon oben und unten konkav sind. Wenn ich die spanne, passt da die MW erst recht nicht mehr rein. Und oben und unten ist der Zwischenraum zu groß.


    Es gibt auch andere, aber da sind die Seitenteile derart außer Flucht und die Rähmchen selber wackelig und aus dem Winkel, dass ich nicht glaube, dass man die voll ziehen kann... hat man wahrscheinlich den Oberträger in der Hand und der Rest rutscht von den Drähten. Die also auch nicht.


    Einem Schwarm habe ich dieses Jahr, am Rand, ein Rähmchen mit MW eingehängt. Hatte das gerade, und Anfangsstreifen in einfache Rähmchen und ohne Nut oben... Nicht, wenn ich einen Schwarm pflücken will. Die haben die oben in der Mitte eingerissen, schräg runter bis zum mittleren Draht und den Winkel zurückgeklappt und das dann ausgezogen...


    Eingeschmolzen habe ich eine 1,5er Wabe aus MW quergedrahtet, mit einem 15 mm Riß oben zwischen den Drähten... Bebrütet war die auch. Wie sie die kaputt gekriegt haben: Keine Ahnung.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • das sieht doch genau so aus wie die gepanschten Mittelwände vom letzten Jahr.

    Jo.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder