Varoabehandlung --> Varianten

  • Hallo zusammen!


    Ich erhalte in wenigen Tagen meine ersten beiden Völker. Da meine Imkerpatin auf DN setzt und ich mich für Zander entschieden habe, erhalte ich entweder Kunstschwärme oder wir basteln einen Adapter mit junger Brut. Auf jeden Fall steht für mich das Thema Varoabehandlung an. Ich habe mich schon mit zig Büchern informiert, bin aber unsicher, welche Methode die beste ist. Anfangs dachte ich, dass ich mit Ameisensäure von unten über einen Schwamm behandeln will. Nun bin ich am überlegen, ob mit einem Verdunster (Medizinfläschchen) doch die bessere Methode ist? Muss ich darüberhinaus noch mit anderen Methoden (MS oder OS) behandeln? Wenn ja, wie läuft bei OS das träufeln ab? Ich hatte an eine Spühfläsche (ähnlich einem Wassersprüher) gedacht. Ist das korrekt?


    Wann würdet ihr überhaupt behandeln? Direkt zum start oder ab mitte Juli oder erst im August?


    Gruß


    Der Hobbit

  • Würde der Hobbit mehr von sich sagen, könnte man ihm auch mehr raten. Würde er in BW leben, würde ich ihm die Standardbehandlung dort empfehlen. Weil er es aber schon besser weiß als seine Patin, ist ihm sicher auch nicht zu helfen. Also, sollte er es machen wie seine Patin, denn sie konnte ihm ja ein Volk verkaufen. Könnte sie keinen erfolgreiche Behandlung machen, könnte sie auch kein Volk verkaufen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wie möchtest du denn mit einer Sprühflasche treufeln?? :confused:


    Nein im Ernst, du musst dich dringend noch besser informieren, sonst wird das nichts mit den Bienen. In den Büchern stand doch sicher, dass man Oxalsäure mit einer Spritze träufelt und das im Dezember bei absoluter Brutfreiheit, oder?
    Und die beste Variante gibt es nicht. Man muss flexibel sein und für sich den besten Weg finden.


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo Simon,


    naja es stand nur "träufeln". War da halt am Rätseln, wie man das macht - an eine einfache Spritze hatte ich nicht gedacht :confused:...


    Mit Oxalsäure würde ich das Volk halt behandeln, wenn ich es komplett als Kunstschwarm bekommen würde. Nur dann macht es ja Sinn. Nur mit dem Begriff "Betreufeln" war ich halt am rätseln. Wie ist das denn mit Ameisensäure? Was setzt ihr da ein? Einfach einen Schwamm oder doch mehr die Verdunstermethode? Wenn Verdunster, dann die einfache Medizinflasche oder doch die speziellen Dinge wie z. B. den Liebigverdunster?


    Gruß
    Frank

  • Hallo,


    ich behandele Ableger mit Milchsäure, insofern noch keine verdeckelte Brut vorhanden ist.
    OS Träufeln wird - wie der Name schon sagt: geträufelt - also nicht mit Sprühflasche sondern eher mit dicker Spritze oder Flasche mit Schwanenhals.


    Wenn ich nach dem letzten Abschleudern alle Völker behandele, behandele ich die Ableger auf gleiche Art und Weise mit ( z.B. AS mit Schwammtuch von oben und im Winter OS)


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Benrhard,


    vielen Dank für die Doku. Da wird das Thema super erklärt. Hab dann mal was zum testen. Kanns kaum noch erwarten bis ich die Völker endlich bekomme. Da sollen mir die dummen Milben die Völker nicht gleich wieder zerstören.

  • Hallo Bernhard,
    ich liebe dich und bewundere deine Hingabe und dein Wissen, ehrlich,
    aber
    1. Milben sind dumm
    2. Milben sorgen für die Auflösung von Volksgemeinschaften.
    Und bevor jetzt wieder ein Oberschlauer behauptet, es wäre ja doof, wenn Schmarotzer ihre Wirte umbringen würden - ja, wäre es und ja, passiert ständig. Sehr viele Krankheiten durch Bakterien oder Vieren verursacht wären tödlich, würde der Mensch, der Arzt oder der Apotheker nicht eingreifen, für viele Menschen. Und das trifft auch für Schmarotzer und Ähnliches zu.
    Wir können uns gerne über Pest, Colera, Schwindsucht, Malaria, TBC, Grippe, Sars, Dengefieber, ebola, über Bandwürmer usw. unterhalten, weil, ich habe schon gegessen.
    Mag sein, dass Milben nicht die einzige Geissel der Bienenvölker sind, die moderne Landwirtschaft und diverse Gifte sind es sicherlich auch, aber es bereitet der Milbe keinerleih Probleme, ein Bienenvolk aufzulösen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.
    Und Milben sind so dumm, dass sie den Zusammenhang zwischen einem gesunden Wirt und ihrem Wohlergehen offensichtlich nicht bemerken, und sie sind sogar so dumm, dass sie sich von mir fast vollständig entnehmen lassen, reich mechanisch. Da ist sogar die Königin schlauer, die erwische ich selten.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der hofft, dass ihm Bernhard nicht böse ist.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • So dumm können sie ja auch wieder nicht sein, wenn man bedenkt, dass jedes Bienenvolk Varroen hat und einen "Krankheitsherd" darstellt... Ein Bandwurm kann vielleicht im Extremfall einen Menschen töten, aber nicht bevor er seine Nachkommen zu hunderten in die Welt entlassen hat...der Tod des Wirtes spielt da keine Große Rolle.