unterschiedlicher Ausbau der Mittelwände

  • Hallo @all, wir sind nun schon bei der Ablegerbildung. Es hat soweit alles gut funktioniert. Da wir ja neu angefangen haben, müssen wir mit Mittelwänden erweitern. Nun fällt uns bei der Durchsicht auf, daß die Bienen die MWs sehr unterschiedlich ausbauen. Oben unter dem Deckel werden die Zellen überbaut und nach unten zu wird die Zellenhöhe immer kleiner bis nur noch Mittelwand ist. Das gleiche Bild bei den äußeren Rähmchen. Die werden kurz bebaut und dann ignoriert.


    Mein Schwieva (HBB) meinte, es wäre den Bienen zu kalt. In der Tat sehen seine Waben gleichmäßiger, was die Zellhöhe anbelangt, aus. Er schlug nun vor unsere Magazine auf Warmbau um zu stellen. Das wiederum habe ich bei Magazinbeuten noch nicht gesehen.
    Gibt es da ein paar Tips wie man die Mädels dazu bewegen könnte etwas gleichmäßiger zu bauen oder ist bei der Magazinimkerei der Wabenbau etwas wilder und es wird auf einen gleichmäßigen Ausbau nicht so ein Wert gelegt? :confused:


    Die Linde blüht und es ist kalt und regnet. :evil:


    Viele Grüße


    der Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Hallo,
    wenns Tracht gibt, dann bauen die Bienen, egal ob Warmbau, Kaltbau, HBB, Naturbau...
    Deine Bienen haben die Mittelwände nur begonnen auszubauen aber sind damit noch nicht fertig. Warte einfach ab bis es wärmer wird und die Bienenmasse in den Ablegern stimmt, dann werden die MWs auch gleichmäßig ausgebaut. Wenn es richtig honigt, dann bauen die Bienen eine MW auf 2 Tage komplett aus. Wenn es nichts gibt, dann bauen sie auch wenig.
    Und natürlich, es gibt auch in der Magazinimkerei Warm- und Kaltbau.


    LG


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo,


    unter der gleichen Überschrift möchte ich ein anderes Problem beschreiben. Wir haben einem Volk das Problem, dass Waben krumm und schief ausgebaut werden. Im Raps gaben die neuen Waben ein merkwürdiges Bild ab. Diese Waben sehen total komisch aus. Die Bienen haben jeweils kleine Inseln in einem beinahe 6-Eck-Muster ausgebaut aber dazwischen ist ein absolutes Wirr-Warr, das auch nicht mit Honig befüllt wurde.
    Woran kann soetwas liegen? Bei den anderen Völkern ist uns sowas im Raps überhaupt nicht aufgefallen, die Mittelwände waren dabei die gleichen! Ich hoffe das liegt an der Königin! Wir haben haben nämlich vor, dieses Volk zeitnah umzuweisen, sobald unseren neuen Königinnen in Eilage sind!


    Gruß Stefan

    Imkerei seit 2008 gemeinsam mit meinem Vater (Rentner): Im Jahr 12-15 Wirtschaftvölker - zum Überwintern ca. 30 mit neuen Königinnen

  • Hallo Toothmaker,
    zu wenig Bienen zum Bauen vorhanden.
    Ableger heißt doch, einzargig.
    Da haben die zu wenigen Baubienen oben zu bauen angefangen und den unteren Bereich vernachlässigt.
    Das gibt sich wieder, spätestens nächstes Jahr - dann oft als Drohnenecken.
    Das Du keinen "Warmbau" in Magazinvölkern gesehen hast, liegt daran, das viele Magazinler Kippkontrollen machen.
    Dabei ist Warmbau bienenmörderisch, weil die Waben zusammenklappen wie Buchseiten.
    Warmbau kannst Du aber öfter bei Magazinlern finden, die ihre Völker in Reihenaufstellung führen.
    Zwischen zwei Völkern ist dann Warmbau bequemer zu bearbeiten, weil man zum Greifen der Waben nicht immer über das geöffnete Volk langen muss.
    "Warmbau" ist eigentlich nicht richtig gewählt als Begriff.
    Er ist nicht wärmer als "Kaltbau".
    Besser wäre Querbau und Längsbau.
    Das, warum ich oben den Begriff in " " gesetzt habe.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    genau der Ableger ist einzargig. Er wurde am 22.5 mit 2 Brutwaben und 2 Futterwaben gebildet und vom Stand weg gebracht. Am 16.6 wurden 2 Mittelwände und 0,5l Zuckerlösung (1:1) gegeben. Am 18.6. noch einmal 4 Mittelwände und 1l Zuckerlösung (1:1). Heute habe ich kontrolliert. Das Futter war bis auf einen kleinen Rest aufgenommen. Wenn ich mir das so überlege, war ich wohl zu optimistisch, was die Bauleistung der Bienen betrifft?! Soll ich jetzt weiter füttern um weiter zu reizen?


    Was mich aber wundert ist, daß im Bereich der Oberträger die Zellen weit über die diese herausragen, fast schon mit der anderen Wabe verbandelt sind und so ab der Mitte der Wabe der Zellenbau rapide abnimmt. So als ob es nach unten zu kalt ist.


    Vielen Dank auch für die Erläuterungen zum Quer- und Längsbau. Und logisch, Warmbau ist bei offenen Gitterboden nicht wirklich wärmer.


    Viele Grüße


    der Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Hallo Toothmaker,
    stimmt der Wabenabstand?
    War Tracht, so das die Bienen die Zellen zum Einlagern verbreitert haben?
    Wie hast Du denen die Mittelwände gegeben?
    Im Block oder einzeln?
    Warum nicht von Anfang an gefüttert?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hei Toothmaker,


    hast Du ihnen beim Neustart eine Königin mitgegeben oder haben sie sich selbst eine nachgeschafft?
    Wenn Nachschaffung, dann würde nach etwa 6 Wochen die neue Brut schlüpfen. Bis dahin ist erst einmal ziemlich tote Hose...


    Warte einfach noch ein bisschen ab.


    Gruß Jörg

  • Warum nicht von Anfang an gefüttert?


    Hallo Lothar,
    da die Mädels sich eine Queen ziehen sollten und die dann Platz zum Stiften braucht, habe ich gedacht: "Fütterst Du erst, wenn die Queen da ist". Zumal in der Zwischenzeit gute Tracht (viel Betrieb am Flugloch, Pollenhöschen) war.
    Jetzt würde ich weiter 1:1 füttern. Wäre das so ok?


    Viele Grüße


    der Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Hallo Steffen


    wenn du Baubienen vom Baurahmen eines anderen Volkes hast, schlage die doch einfach aufs Flugbrett, aber mit Einlaufhilfe oder hänge noch mal eine Wabe mit auslaufender Brut dazu. Ist bloß gerade ungünstig, da es so kalt ist, dann lieber doch nur Baubienen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Reinhard,


    ja es ist saukalt und es regnet und regnet und die Linden gehen auf. Das mit den Baubienen wird leider nichts werden. Ich habe den Ableger mit auf Arbeit genommen. Der steht also nicht auf dem Stand. Ich denke auch es sind schon noch genug Bienen da. Sie bauen auch viel, aber eben am Oberträger in der Höhe weit über diesen hinaus, in der Mitte normale Höhe (wie ich sie beim Schwieva gesehen habe) und nach unten wird nur noch ein bischen rumgebastelt. Wie gesagt beim Schwieva sind sie eben, manchmal leicht wellig und gleichmäßig ausgebaut.


    Wenn es aufgehört hat mit regnen, mache ich mal ein Foto.


    Viele Grüße


    der Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Hallo @all,


    es hat zwar noch nicht aufgehört zu regnen, aber ich habe trotzdem mal ein paar Fotos von oben in die Beute gemacht. Ich denke, man kann gut den ungleichmäßigen Ausbau erkennen. Wie gesagt, nach unten zu wird es immer spärlicher.


    http://ew-toothmaker.ftpaccess.cc/Wabe1.jpg


    http://ew-toothmaker.ftpaccess.cc/Wabe2.jpg


    http://ew-toothmaker.ftpaccess.cc/Wabe3.jpg


    Wenn einmal der Sommer zurück kommen sollte, ziehe ich mal die Waben und mache detailierte Fotos.


    Viele Grüße


    der Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Was ist das denn?



    Ich hatte am Dienstag noch einmal Zuckerlösung gegeben. Nun sieht es aus wie Kandiszucker, den sie nicht haben wollen. Habe ich zuviel gefüttert?


    Liebe Grüße


    der_Toothmaker

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca