Gleichgewicht absolute Luftfeuchte - Wassergehalt Honig

  • Liebes Forum,
     
    Wer kennt die Luftfeuchte, bei der Honig mit z.B. 18% Wassergehalt im Gleichgewicht steht?
     
    In Internet liest man zur Vermeidung des Wasserziehens viele verschiedene Werte von unter 30% bis 55% relative Feuchte, meist ohne Temperaturangabe. Spielt die absolute Feuchte eine Rolle oder nur die relative?


    Wer hat Daten?

  • Hallo,


    Daten nicht
    aber in "Das Große Honigbuch" steht unter Lagerung und dort unter Einfluß der relativen Luftfeuchte, dass Honig bei einer von 66% an der Oberfläche Wasser abgibt, statt welches aufzunehmen (was ja vermieden werden will bzgl der Gärung). Dabei soll an der Oberfläche kein aerobes und in der Tiefe sowieso kein anaerobes Wachstum mehr stattfinden. Vorausgesetzt immer, dass die Oberfläche nicht einen Wassergehalt von 21,5 überschreitet.


    Das ist jetzt ungefähr aus dem Kopf genannt!
    Ich hab u.a. das vorgestern gelesen, das Buch aber gerade verliehen.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,
    da gibt es verschieden Angaben zur Hygroskopie des Honigs. Da Imker gerne für andere strenge Maßstäbe haben differieren die Angabe zwischen 50 und 60% rel. Luftfeuchtigkeit. Hallo Marion, Männer/Frauen und Bücher verleiht man nicht, weil sie selten wieder zurückkommen. Selbst meine Einträge im Buchdeckel, geklaut von Herbert Häbich, wirkten in der Vergangenheit nicht.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Weil ich das Buch nicht verliehen habe, kann ich zugreifen.
    Er wollte das Gleichgewicht, dieses ist auch von der Honigsorte abhängig.
    Kleehonig:
    50% Luftfeuchtigkeit 15.9% Wassergehalt
    55% " 16,8% "
    60% " 18,3% "
    ......
    80% " 33,1% "


    Er meint aber sicher die Grenze, bei welcher der Honig Luftfeuchtigkeit aufnimmt oder abgibt.
    10°C 54% rel. L.
    20°C 60%
    30°C 70%
    34°C 75%
    40°C 55%


    Remstalimker, welcher gerade schleudern möchte aber auf Grund der rel. L. nicht kann.

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  • So steht*s geschrieben, so sei's wohl recht, in >Das große Honigbuch< Seite 86, Auflage nach 2006*. Ich habe mich da auch gewundert, denn die Menge des Wasserdampfes ist immer dieselbe, Nur warme Luft kann mehr binden. Einfach ausgedrückt. Im Prinzip gebe ich dir recht.
    Remstalimker


    *Keine nähere Angabe möglich!

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  • Wie bekommen die Bienen beim Stockklima von 80% r.F. dann das Wasser aus dem Nektar? Nur durch lüften von außen kann ich mir im feuchten Sommer fast nicht vorstellen. Muss wirklich ein Riesenaufwand sein!

  • Wie bekommen die Bienen beim Stockklima von 80% r.F. dann das Wasser aus dem Nektar?


    Das ist für mich eine bisher ungelöste, aber sehr wichtige Frage! :Biene:

  • Um mal die gestellte Frage zu beantworten kann man einfach ein Hygrometer unter den geschlossenen Deckel vom Hobbok hängen.
    Dies zeigt dann nach ca. Einer Stunde genau den Gleichgewichtswert für diesen Honig bei dieser Temperatur an.
    Da Fructose hygroskopischer ist Glukose, muss der Wert vom Honig zu Honig unterschiedlich sein.
    Bestimmt kann man so auch Rückschlüsse auf die Trachtquelle ziehen.


    Gruß
    Heese

    .. und es gibt doch ein Leben vor dem Tod! (Prediger 3,22)

  • Zitat

    Wie bekommen die Bienen beim Stockklima von 80% r.F. dann das Wasser aus dem Nektar?

    Auch wir bekommen bei dieser Luftfeuchtigkeit Wasser aus unserer Nahrung. Die Biene resorbiert das Wasser im Honigmagen. Unser Dickdarm nimmt auch Flüssigkeit auf. Bei Tracht benötigt ein Volk keine Wasserholerinnen. Durch das ständige gegenseitige Füttern bekommt jede Biene ihren Wasserbedarf ab.
    Renmstalimker

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  • hallo Bernhard,
    guter Link aber sehr warrelastig:lol:. Durch Ventilation kann aber das Wasser nicht allein aus dem Nektar kommen. Nach einer Volltracht soll ein Regentag auch zur Trocknung beitragen und da nützt die Ventilation wenig. Durch die erhöhte Stocktemperatur geht natürlich auch ein Teil des Wasser in die Stockluift. Es ist wohl eine Mehrfachfunktion im Stock.


    Gruß
    remstalimker

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