Knusper Knusper Knäuschen...

  • Guten Tag liebe Mitimker/innen,


    wir sind mal wieder von einer Kuriosität unserer Bienen überrascht. Bei unserem stärkstem Volk, haben wir vor einiger Zeit (31.05.) einen Königinnenableger gemacht, da es im Volk viele verdeckelte Weiselzellen gab. In diesem Volk ist daraufhin eine schöne junge Königin geschlüpft (ca. 9.06.) die wir auch gleich gezeichnet haben. Bei der letzten Kontrolle haben wir sie leider nicht gesehen, was aber auch kein Wunder ist, angesichts der riesigen Bienenmasse in diesem Volk. Wir hoffen nun am Wochenende evtl. die ersten Stifte zu finden.


    Was aber nun das eigentliche Mysterium ist: Die Beute knistert, knuspert, knaspelt so merkwürdig. Und zwar vernehmlich. Wenn man in der Nähe steht hört man es deutlich, allerdings kann man es nicht genau lokalisieren wenn man das Ohr an die Beute legt. Unsere anderen Völker hören sich ganz normal an, sie summen und brummen lieblich vor sich hin.


    Was könnte wohl die Ursache des Komischen Geräusches sein? Bisher ist mir nicht bekannt, das Bienen Holz nagen, oder sonst etwas mit anderen Mittel bauen, außer denen die sie selbst produzieren.


    Habt ihr so etwas schon mal beobachtet, oder Ideen was da los sein könnte?


    Mäuse können es übrigens nicht seit, da unsere Bienen auf einem Dach stehen, auf denen keine Säugetiere hausen...


    ach und noch eine Frage: woran merkt man das ein Volk weisellos ist? Wir denken schon das die Jungkönigin im Volk ist, aber da wir sie nicht gesehen haben, und es bisher (zeitlich gesehen auch nicht anders zu erwarten) auch keine Sitfte zu sehen sind, wissen wir es halt nicht. Das Volk ist aber im Verhalten ganz normal, fliegt und sammelt eifrig und braust auch nicht auf, beim Öffnen der Beute. Das bedeutet doch eigentlich das alles in Ordnung ist oder?


    Viele Grüße,


    Tabea und Johann

  • Hallo Tabea und Johann,
    das Knuspern und knistern kommt mir bekannt vor, auch ich stand schon lauschend vor den Beuten und habe wer weiß was gedacht.
    Letzendlich aber durfte ich dann doch die ein oder andere Biene erspähen, die Propolis und/oder Wachs verarbeitet hat.


    Die am 9.6 geschlüpfte Königin müsste jetzt anfangen, Eier zu legen.
    Was mich ein wenig irritiert: Ihr habt die Königin bereits gezeichnet?
    Ich halte mich immer an die goldene Regel: Erste Durchsicht frühestens 3 Wochen nach Ablegerbildung, zum errechneten Termin der Eiablage.


    Habt Ihr denn bei dem Weisellos gemachten Volk alle Weiselzellen belassen, oder alle bis auf eine gebrochen?
    Denn wenn da noch mehr geschlüpft sind, kann man einen Schwarm mit Jungfer nicht ausschließen.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Warum muß man bei Standbegattung und Eigenverwendung eine ungeflogene Königin zeichnen? Na...
    ...
    Weil Meisen und Schwalben im grellen Licht der Sonne sie sonst übersehen und sie für der 9-Töter zu schnell wär. Es hilft den Vögeln auch ungemein, wenn man gleich die Flügel etwas stutzt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder