Mindestfläche Kornblume?

  • Hallo zusammen!


    Ich habe dieser Tage durch Zufall zwei Äcker mit einer mir unbekannten Wildblumen / -pflanzenmischung gesehen, derzeit dominiert durch die Kornblume.
    Natürlich ist der Acker nicht ausschliesslich mit Kornblume bestanden, aber es ist schon ein flächig blauer Schleier, der drüber liegt.


    Meine Frage ist, ab welcher Menge / Intensität sich Kornblume als Trachtpflanze zu lohnen beginnt? Passendes Wetter, Boden, etc. vorausgesetzt.


    Und hat evtl. jemand eine Idee, weshalb Flächen derart begrünt werden? Ansonsten herrscht hier bei uns Rüben-, Mais-, Kartoffel- sowie diverser Getreideanbau.


    Ich plane nämlich, ggfs. im kommenden Jahr die Anwanderung einer solchen Fläche, vorher möchte ich allerdings auch noch mit dem betreffenden Bauern sprechen, um zu wissen ob kommendes Jahr diese "Nutzung" (?!) erneut zu erwarten ist.


    Vielen Dank und schöne Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo Patrick,


    bei mir ist Kornblume eine wichtige Tracht (den Biolandwirten ringsum sei gedankt). So dicht wie Raps steht sie natürlich nie, sie kommt ja in Getreidefeldern nur als Beikraut vor. Der blaue Schleier reicht aber, um Honig von ihr zu ernten.
    Die Kornblume ist nicht anspruchsvoll. Weil sie sehr lange blüht, habe ich hier immer eine Honigernte von ihr.


    Ich vermute, dass hinter der Blühfläche eine EU-Subvention steckt.


    Gruß
    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Patrick


    die Kornblume ist seit ein paar Jahren bei mir, eine sehr gute Trachtquelle. Sie blüht jetzt verstärkt im Raps, in Getreidefeldern wird sie meiner Meinung nach totgespritzt, da findet man sie selten. Wenn du Zellen mit grünem Honig findest, dann hast du Kornblumenhonig. :-D

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Alte Aufzeichnungen besagen Erträge zw. 20 und 30 Kilo, rein aus Kornblume und Mohn!


    Ich wollt, ich hätte diese!


    Noch vor 20 Jahren genierte ich mich nicht, einen Strauss Obigerwähnter, zum Geburtstag meiner Frau abzubrocken.


    Heute, bin ich froh,wenigstens 10 bis 15 Tupfer, rot oder blau zu erspähen im Tagwerk.


    Ich bin frustriert, zugegeben.


    Griass Simmerl

  • ...Kornblume...blüht jetzt verstärkt im Raps...Wenn du Zellen mit grünem Honig findest, dann hast du Kornblumenhonig. :-D

    :daumen: so sieht dat aus...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • ...bald "Ausgestorbene"...

    Vergesst die Kornblume und sucht die Rapsblume, außer ihr habt große Biogetreideflächen bei Euch...


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Zitat

    Und hat evtl. jemand eine Idee, weshalb Flächen derart begrünt werden? Ansonsten herrscht hier bei uns Rüben-, Mais-, Kartoffel- sowie diverser Getreideanbau.


    Soweit ich weiß wird damit die Bodenqualität stimmuliert und natürlich gegen Schädlinge vorgesorgt.
    Hier in der gegen sah ich dieses Jahr auch zum ersten mal ein Kleefeld bzw ein Wildblumenfeld, Klee war aber in der überzahl (und übergröße! bestimmt 40cm)!
    Klee zB verbessert die bodenqualität enorm, da er nährstoffe in der Erde binden kann, vorallem Stickstoff.


    Könnte aber auch einfach ein Acker sein der etwas vernachlässigt wurde, da wächst gern mal Dieses und jenes.


    mfg Andreas

  • N`Abend!


    Habe erste Erkundigungen eingeholt und erfahren, dass die o.g. Flächen jetzt mehrere Jahre entsprechend "bewirtschaftet" werden, da ein neuer Pächter / Besitzer (?) im Spiel ist. Und der plant wohl, da min. 4 Jahre entsprechende Wildblumen zu hegen und zu pflegen.
    Ich bin gespannt und werde berichten, wenn ich drin gestanden habe...also meine Bienen :wink:.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Da hast du ja irre Glück, Wildblumen werden überall im Lande verdrängt, durch Monokulturen, eingeschläppte Fremdpflanzen und den natürlich Baudrang der Menschen.
    Finde das fein das er solch ein Feld hat, nur welchen nutzen bezieht er daraus? Die von mir erwähnte verbesserung der Bodens vlt? Könnte ich mir sehr gut vorstellen, da hier bei mir ähnlich gehandelt wird.

  • Moin zusammen!


    Es ist wohl eine Stiftung, die Grünausgleichsflächen hier in unserer Region besitzt und diese entsprechend bestellen lässt.
    Hat mich zwar 2 Tage und zig Telefonate gekostet, aber dafür habe ich nun einen Ansprechpartner! :-D


    Gruß
    Patrick


    P.S.: @ kartoffelsalat: Den Nutzen, den der Besitzer draus zieht, kann ich mir noch nicht denken, ich werde aber mal nachfragen.

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Hallo !



    Habe erste Erkundigungen eingeholt und erfahren, dass die o.g. Flächen jetzt mehrere Jahre entsprechend "bewirtschaftet" werden, da ein neuer Pächter / Besitzer (?) im Spiel ist. Und der plant wohl, da min. 4 Jahre entsprechende Wildblumen zu hegen und zu pflegen.
    Ich bin gespannt und werde berichten, wenn ich drin gestanden habe...also meine Bienen :wink:.


    Hier laufen die Subventionen für derartige Flächen 5 Jahre ...
    6 km von der Agroindustriegasanlage entfernt ist das für Einige interessanter als Mais !


    ... ab dem dritten Jahr ist die dortige Vegitation (mehrjährige Kulturen)
    bei uns ganz schön verkrautet.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • N`Abend, Knecht!


    Was sagt mir dein obiger Post nun? Das die Flächen in den kommenden Jahren von der Attraktivität für die Bienen abnehmen werden?! Oder umgekehrt?!


    Gespannte Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!