Fluglochgröße Frühling und Sommer

  • Hallo,


    über die Fluglochgröße wurde hier schon wiederholt geschrieben, aber leider meist nur im Zusammenhang mit Räuberei, also klein machen.


    Irgendwo habe ich aber mal gelesen, dass große Fluglöcher starke Völker und kleine Fluglöcher schwache Völker produzieren.
    Außerdem wurde an anderer Stelle behauptet, kleine Fluglöcher würden die Honigeinlagerung im Brutraum fördern, große dagegen die gewünschte Umlagerung in die Honigräume wegen Lichteinfall und weniger Sicherheitsgefühlt der Bienen.


    Ist an diesen Argumenten was dran?

    Passt ihr die Fluglochgröße ständig an die Tracht- und Wetterbedingungen an oder nur nach Jahreszeiten?
    Klar ist, dass ein Ableger/kleines Volk kein Riesenflugloch bekommt.
    Aber schaden kleine Fluglöcher größeren Völkern?
    Oder können einige der vorgefertigten Fluglöcher zu groß sein?

    Welche Fluglochgröße empfehlt ihr für mittlere Völker im Mai, Juni und Juli?
    Speziell frage ich mich, ob die Höhe von 2cm bei meinen Beuten problematisch sein könnte.


    Damit ihr versteht, was mich umtreibt, habe ich hier noch zwei Bilder von meinen Beuten und Fluglöchern:



    Das erste Bild zeigt zwei Varianten. Oben die Beute, so wie ich sie kaufe und ohne Fluglochkeil, also offen.
    Der Schlitz ist 2cm hoch und 45cm breit. Die Bienen können also auf 45cm von oben und unten rein und raus. Ich frage mich, ob und wie die Bienen so ein riesiges Einfallstor absichern können?
    Sie haben es bisher zwar getan und seit einem Jahr habe ich keine Räuberei, aber bei uns gibt es eben auch kaum eine trachtlose Zeit. Wir haben nie viel, aber auch fast nie gar nichts an Tracht, was vielleicht die Räubereigefahr dämpft.


    Im unteren Teil des Bildes sieht man den zu dieser Beute gelieferten Fluglochkeil. Dieser ist 7mm hoch und 14 cm breit. Das erscheint mir für größere Völker schon etwas klein. Und dann die mögliche Problematik kleine Löcher = schwache Völker und Honig im Brutraum.




    Im zweiten Bild sieht man nochmal die Keilvarianten, die bei den gekauften dabei waren (braun bestrichen) und die ich mir selbst gebastelt (roh) habe.
    Die Löcher der beiden unteren Keilvarianten sind ebenfalls 7mm hoch, aber 28cm breit.
    Hier müssten die Bienen zumindest nicht auch noch im oberen Bereich des Fluglochkeiles Wache stehen, haben aber die doppelte Breite wie bei dem obersten Keil.



    Was meint ihr? Ist der offene Schlitz ohne Fluglochkeil zu groß, selbst für ein starkes Wirtschaftsvolk?
    Braucht es nur die Breite, oder muss auch die Höhe zunehmen mit der Fluglochgröße?

    Sind kleine Löcher nachteilig für Volksstärke und Honigeinlagerung (s.o.)?


    Gruß
    hornet

  • Der Fluglochkeil mit 7mm Höhe soll im Winter Spitzmäuse fern halten. Im Sommer wird der nicht benötigt. Fluglöcher von kleinen Völkern enge ich mit 4-Kant-Hölzern ein, die ich auf eine geeignete Länge schneide.
    Außerhalb der Haupttracht enge ich auch Fluglöcher von starken Wirtschaftsvölkern auf ca. 10cm ein, bei Kleinstvölkern bis auf 7mm Breite. Maßgeblich für mich ist, ob die an- und abfliegenden Bienen durch das Flugloch behindert werden; entsprechend wird die Fluglochbreite gewählt. Größer ergibt für mich keinen Sinn.


    Gruß Ralph

  • Wieso werden die Fluglöcher eigentlich immer 2cm oder höher gemacht? Wären die Fluglöcher generell 7mm hoch, würde man sich den Mäuseschutz komplett ersparen. Verkleinern für Ableger und gegen Räuberei kann man doch auch die kleineren Fluglöcher...