Bienenbrut wird im 30min. Tackt entfernt (kopflos)

  • Hi,
    ich bin kompletter Neuling auf dem Gebiet der Imkerei und habe mir nach wochenlangem Informieren, Forendurchforsten, Youtubeing, Fachbücher studieren und Filme schauen, um mich für die Hobby-Imkerei vorzubereiten, endlich einen Ableger gekauft. 7 Rähmchen (Zander) voll mit Brut, eine Carnica Königin (F1) und das Ganze für 90Euronen. Der Herr bei dem ich sie gekauft habe war so nett und hat mir die Königin direkt noch vorort mit einem Opalplättchen bestückt, so dass ich das auch gleich lernen konnte... wie man das macht.
    Er hatte zig Zander- und DNM- Beuten im Hinterhof und für mich einige geöffnet um mir zu zeigen wie gesund die Völker sind. Und nach alledem was ich bisher im Vergleich so gesehn hab, waren das auf jedenfall prächtig gesunde Völker.
    Er hat mir alle Rähmchen gezeigt die ich bekam und ich konnte nichts Auffälliges erkennen, also keine Faulbrut oder komisches Verhalten oder so.
    Nachdem ich die Bienen dann bei mir in den Hintehofgarten gestellt hab und mir heute Morgen das wunderbar beruhigende Treiben der fleißigen Mädels anschaute und dabei meinen Kaffee in der Sonne genoss, sah ich wie eine Biene etwas dickes, weißes nach Draußen trug. Das passiert jetz schon seit 4 Stunden, im 20-30min. Tackt bringen die Arbeiterinnen die Hinterleiber von noch nicht richtig fertigen Nachkömmlingen raus und die Köpfe wurden entfernt.
    Nun zu den eigentlichen Fragen:


    1.Um welche Brut handelt es sich? Drohne oder Arbeiterin?


    Der Hinterleib ist ca. 1-2mm dicker/größer als der einer ausgewachsenen Arbeiterin.


    2.Warum machen sie es?
     
    Da mir der Imker mir sagte, dass der Drohnenbestand von den Bienen reguliert wird, frag ich mich ob er mir einfach 1-2 Drohnenbruträhmchen
    angedreht hat.
    Oder wäre es in dem Fall sogar gut direkt Drohnen drin zu haben? (Enzargige Zanderbeute mit 10 Rähmchen [3xWachsplatte und 7xBrut])


    3.Was sind das für Pünktchen?


    Aus menier forschrischen Neugier hab ich mir den angefressenen Hinterleib mal unter meiner Biologen-Taschenlupe angeschaut und bei allen
    kleine graue Pünktchen entdeckt. Bei allen an einer anderen Stelle. Immer so um die 7-10 Pünktchen.
    ist das evntl. eine Infektion? Wenn ja was tun?


    Fragen über Fragen!


    Kann mir evntl. jemand Helfen bzw. erklären?


    Gruß


    Damion

  • Servus,


    die Pünktchen sagen mir jetzt nichts. Ich habe das bei mir auch schon beobachtet. Das kommt, wenn Drohnenzellen z.B. an Oberträgern so angelegt werden dass sie am nächsten Rähmchen festgemacht sind. Vermutlich sind beim Umsetzen der Waben diese Zellen geöffnet worden und die Brut wird momentan entsorgt.
    Vielleicht wurden die Zellen durch hin und her wackelnde Rähmchen beim Transport beschädigt.


    Um zu beurteilen ob es wirklich Drohnen sind wären Fotos hilfreich.


    Grüße
    Peter

  • Bei meinem Ableger haben sie schon am Tag nach dem Erstellen angefangen, Maden rauszuschleppen. Mein Schwiegervater sagte mir, sie hätten kein Futter und machen das daher. Nachdem wir Futter drin hatten, war das sofort vorbei.


    Zu den Punkten kann ich nichts sagen....

  • Ganz genau Damion


    sofort den Futterstand kontrollieren und notfalls Füttern, wie Honigperle schreibt. Falls es Drohnen sind, die habe auffällig große Augen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wenn es nicht besser wird mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, tust Du vllt nicht verkehrt die Zuständigen für Bienengesundheit des Landesverbandes zu kontaktieren. Die kommen auch vor Ort.


    Können die Pünktchen Pilze sein?

    "Vorallem lernt Theorie, sonst bleibt ihr praktische Stümper ein Leben lang." ( August von Berlepsch)

  • Wenn Waben noch kurz vor dem Transporte gezogen werden, hängen sie anschließend locker in der Kiste und schlagen. Das tötet Bienen.


    An Bienen ohne Kopf ist die Suche nach großen Augen zur Drohnenbestimmung kein sicheres Zeichen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi,
    ich bin kompletter Neuling auf dem Gebiet der Imkerei


    Hallo,


    ja, das ist spürbar - nicht bös gemeint.


    Er hat mir alle Rähmchen gezeigt die ich bekam und ich konnte nichts Auffälliges erkennen, also keine Faulbrut oder komisches Verhalten oder so.

    Das ist aber bei Deinem oben geschriebenen einleitenden Satz nun kein sicheres Qualitätsmerkmal oder? Du hast doch hoffentlich Bienen mit Gesundheitzeugnis gekauft?


    Um welche Brut handelt es sich? Drohne oder Arbeiterin?

    Das können wir Dir ohne Bild oder genauere Hinweise auch nicht beantworten. Zieh eine Wabe, entdeckel eine Drohnenzelle und guck Dir die Puppe an bzw einer Arbeiterinnenzelle, dann siehst Du das, kannst vergleichen und weißt das für immer ab dann.
    Zum Thema auch hier gucken!


    Dabei klärt sich vermutlich diese Frage:


    frag ich mich ob er mir einfach 1-2 Drohnenbruträhmchen angedreht hat.

    Das hättest Du doch bei der Begutachtung dann schon gesehen oder nicht? Kennst Du Drohnenbrut?

    Was sind das für Pünktchen?

    Entweder siehst Du den Darm oder Du siehst Varroamilben auf Brut. Tante Googel hilft auch da.


    Noch besser wäre es, mit einem lebenden Menschen, der schon einige Blick-Bienen-Beuten-Ableger- und Jungimkerängste- Erfahrungen hat an die Beute zu gehen oder auch nur davor und immer mal wieder eine Fragenstunde oder eine gemeinsame Durchsicht zu machen.
    Hast Du da jemanden?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo zusammen,
    erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten/Tips.
    Ich habe sofort (dierektes Danke an Honigperle und Drobi) eine Zarge mit Futternäpfchen und nach Anleitung angefertigte Zuckerlösung auf meine Bien gesetzt und am nächsten Tag haben sie das ''Rauswerfen'' komplett eingestellt.
    Wie auch vorgeschlagen hab ich mich mal bei ''Tante Google'' erkundigt was diese Pünktchen seien könnten aber so richtig schlau wurde ich aus den vielen Vorschlägen nicht. Also habe ich mich über google nach Imkern im Umkreis erkundigt und einen sehr hilfsbereiten und freundlichen Imker mit 28 Jahren Imkereierfahrung in meinem Ort gefunden der sich das alles mal angeschaut hat und alles deutete darauf hin, dass es sich um ''Totbrut'', die einfach schon ''Verwesungs-/Vertrocknungsflecken'' hatte handelte.
    Da jetz schon einige Wochen durchs Land gezogen sind und nach meinen Kontrollen, mit Unterstützung des Imkers aus meinem Ort kann ich mit Stolz kundtun dass meine (mittlerweile) 3 Fölker wohlauf, kernegesund und enorm stark sind. Die Königinen wie auch die Fölker hab ich selbstverständlich nur mit gültigem Gesundheitszeugnis und Zertifikat erworben. Es handelt sich dabei um jeweils eine Königin F1 (standbegattet) der Linie C-1075 und dazugehöriger Brut..
    Ich bin bisher sehr zufrieden mit der Entwicklung und auch mit der Sanftmütigkeit der ''Mädels'' und freue mich auf meine erste Honigernte.
    Euch allen einen schönen Wochenanfang.


    Gruß :Biene: bsss bsss bsssss ;)


    Damion

  • Lieber Damion,


    als ebenfalls Neuling (mit Imkerkurs und diversen Büchern) aus 2012, kann ich sagen: ES GEHT NICHT OHNE EINEN/eine IMKERPATEN/-patin, den/die man anrufen kann und der/die auch mal deine Bienen anschaut.


    Fast nichts ist (immer) so wie in den Büchern oder im Kurs. Jedes Volk ist anders, jedes Jahr ist anders, Standorte haben ihre Besonderheiten und und und und....


    Kontaktiere den örtlichen Imkerverein.. oder einen der Bio-Verbände und frage.. nach einem "Nachbarn" der Bienen hält.. und suche dir Hilfe.. nur mein Rat..


    lg manfred

  • Hi Manfred,
    ich stimme dir zu und wie gesagt habe ich ja einen ''Imkerpaten''

    Also habe ich mich über google nach Imkern im Umkreis erkundigt und einen sehr hilfsbereiten und freundlichen Imker mit 28 Jahren Imkereierfahrung in meinem Ort gefunden der sich das alles mal angeschaut hat und alles deutete darauf hin, dass es sich um ''Totbrut'', die einfach schon ''Verwesungs-/Vertrocknungsflecken'' hatte handelte.
    Da jetz schon einige Wochen durchs Land gezogen sind und nach meinen Kontrollen, mit Unterstützung des Imkers aus meinem Ort...


    Das mit dem Verein werde ich in Kürze in Angrif nehmen.


    danke Dir :)


    Gruß
    Damion