Naturbau bricht und liegt am boden der Kiste

  • guten Tag
    Imkere in Dadant Blatt. Im Brutraum hab ich Rahmen mit einem 2cm breiten Leitmittelwand-Streifen. Den Rest sollte im Naturbau erfolgen.
    Soweit klappt das ja auch.
    Bei Kontrollen aber fällt mir auf das dieser Naturbau sehr leicht bricht. Auch Ohne mein Zutun (bei der Kontrolle :wink:) brechen Wabenteile und liegen am Boden der Kiste.


    Die Schwärme sind einlogiert und mit Flüssigfutter aufgefüttert ca 6liter pro Schwarm. Nach 10 Tage die Kontrolle und Milchsäure Behandlung


    vielen dank für ein Feedback wie ich meine Bienen animieren kann stabiler zu bauen


    gruss
    vincent

  • Hallo vincent,bei dem großen Maß, schon mal mit drahten der Rähmchen versucht.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Auch Ohne mein Zutun (bei der Kontrolle :wink:) brechen Wabenteile und liegen am Boden der Kiste.


    Was heisst das jetzt?

    (bei der Kontrolle :wink:)


    Ist mir leider unverstaendlich, was Du damit meinst. Naturbauwaben brechen nicht von alleine, sondern nur bei Erschuetterungen etwa beim Transport oder bei Ueberhitzung. Oder eben bei den Kontrollen, wenn sie aus der haengenden Position so abgebogen werden, dass sie am Obertraeger abbrechen.


    Natuerlich bricht Naturbau leichter als gedrahtete Waben oder Mittelwaende. Das ist doch banal.


    Bitte mal Einzelheiten: Wo brechen die Waben, wo stehen die Beuten. Ich verwende stumpfe Dreiecksleisten als Starter damit die Waben breit angebaut werden.


    Da bricht unter 45 Grad Aussentemperatur garnichts.



    Gruss
    Joe

  • bei der Kontrolle fällt mir auf das älterer Naturbau am Boden der Kiste liegt - ohne Honig/Futter drin.
    Das mit den Dreiecksleiste muss ich mal versuchen - sieht gut aus auf dem Foto.
    Machst du noch etwas an der Dreiecksliste? zum Beispiel mit wachs einreiben oder sowas?

  • Nein, nicht eingewachst.


    Ich versteh' Dein Problem aber immer noch nicht. Was heisst jetzt "aelterer Naturbau"? Bebruetete Stuecke? Wo abgebrochen? Wachsmotten? Ich hatte sowas noch nie, deswegen werde ich Dir sowieso nicht helfen koennen. Wenn bei mir mal Waben auf dem Boden liegen, weiss ich immer ganz genau, wo das herkommt.


    Vielleicht hast Du 'ne Maus drin oder mehr Waben, als die Bienen besetzen koennen, dann fallen die Aussenwaben schonmal den Wachsmotten zum Opfer. Ohne Fremdeinwirkung gibt's das normalerweise nicht. Gab's mal schwerere Erdbeben bei Dir in der Gegend? Stehen die Beuten in der Abluft eines Kuehlhauses? Keine Ahnung!


    :)


    Gruss
    Joe

  • Ok, also langsam versteh'ich Dein Problem. Ich bin halt etwas simpel gestrickt und wuerde dann einfach fragen: Gibt es Tips, wie ich mit Naturbau umgehen kann, ohne dass er mir bei den Kontrollen staendig kaputt geht. Es ist keine Schande, wenn einem bei Kontrollen Naturbauwaben, speziell so grosse, wie Deine abbrechen oder anbrechen.


    Ich habe bisher Langstroth Waben ungedrahtet ausbauen lassen werde es naechstes Jahr mal mit sehr grossen Waben probieren (Langsstroth 1,5) und habe sowohl senkrechte als auch waagerechte Drahtung als auch Rahmen ohne Drahtung vorbereitet. Von der senkrechten verspreche ich mir mehr.
    Man muss beim Arbeiten mit Naturbau eben eine Disziplin entwickeln. Ich kenne das: Ich will unbedingt sehen, ob Eier drin sind. Im Halbschatten der Baeume sehe ich es aber nicht. Also wende ich die Wabe so, dass etwas Licht von oben in die Zellen faellt. Bei gedrahteten Mittelwaenden kein Problem. Bei Naturbau bricht die Wabe dann fast immer. Jedenfalls die, die noch nicht unten angebaut sind.


    Also habe ich mir eine Stirnlampe besorgt, die ich beim Arbeiten an den Voelkern grundsaetzlich anhabe.
    Ebenfalls einen Wabenbock gebastelt, weil schon das laessige Anlehnen einer gezogenen Wabe von aussen an die Zarge dafuer sorgt, dass die Wabe schief vom Obertraeger haengt und angebrochen ist. Sie muessen eben stets in der Senkrechten bleiben. Anlehnen geht auch, aber dann moeglichst senkrecht oder den unteren Teil der Wabe irgendwie abstuetzen, z.B.mit einem Stueck Holz.


    Beim Schleudern darauf achten, dass die Seite, wo die Wabe ueber den Rahmen ragt zuerst geschleudert wird. D.h. bei leicht schief oder versetzt angebauten Waben den ersten Schleudergang so machen, dass die Waben aufliegen und nicht der Rahmen. Dass nur tangential geschleudert werden kann, ist eh klar.


    Das sind so die Nachteile bei Naturbau. Die Handhabung erfordert mehr Disziplin und etwas Erfahrung. Die Vorteile erreichen uns ueber die Bienen und sind hier in zahlreichen Threads bereits ausgiebig beschrieben worden. Von der Handhabung her, habe ich den Vorteil, dass ich z.Zt. weder drahten muss, noch irgendwas mit MW zu tun habe. Alte Waben werden ausgeschnitten und die Rahmen koennen sofort wieder eingehaengt werden, wie die MW Imker das beim Baurahmen kennen.


    Gruss
    Joe

  • Naturbau bricht nur, wenn der Imker nicht sorgsam umgeht. Draht ist am Anfang Pflicht (hast Du ja). Drehst Du die Waben um die eigene Achse, wenn Du sie kontrollierst? Dabei kann schon was abbrechen oder auch Risse entstehen, die dann nach einiger Zeit in der Beute "von selbst" abbrechen. Ich hab heuer ein Volk zu Demonstrationszwecken in eine Zander 1,5 einlogiert und denen normal hohe Zanderrähmchen gegeben, bei denen ich den Unterträger entfernt habe.


    Also nur Anffangstr., kein Draht und die Seitenträger gehen nur etwas mehr als die Hälfte des Rähmchens.


    Nicht mal da bricht was, wenn man die Wabe richtig behandelt.


    Irgend was machst Du falsch. Die Aussage, das Du Deine Bienen animieren willst stabieler zu bauen sagt mir, das Du wenig Erfahrung hast und der Fehler mit hoher Warscheinlichkeit bei Dir liegt.

  • Moin, moin,


    es sollte beim Bau auch Tracht oder Futter geben, möglichst keine Kälteeinbrüche. Und Wirrbau führt beim Ziehen zu Schäden auch der Nachbarwaben.. Den sollte man also gleich zu Anfang wegsteuern. Wenn das mobil bleiben soll, dürfen die nicht kreuzweise. Mögliche Schäden können auch durch naturbauunerfahrene Probennehmer entstehen. Zu große Wintervorräte zu kleiner Völker bedeuten auch, dass man die Kiste besser nicht bewegt. Ich habe ein Volk ungedrahtet DN 1,5 und leider wenig an den Seiten anbauend, unten bis zur letzen Kontrolle gar nicht. Da darf man keine Stifte sehen wollen... Bisher ist da nichts gerissen. Wandern traue ich mich auch nicht. Ein anderes Volk, das immer unbedingt wellig gebaut hat, hatte dann im horizontal gedrahteten Rahmen einen Querriss von 2 cm. Da die irgenwie kümmerten, und ich nicht eine Wabe schadlos ziehen konnte, und etwa sehen, was da los war, habe ich die auf Mittelwände gesetzt und den Murx eingeschmolzen. Auch da bemühen sie sich um Wellen, aber bisher kann man noch alles ziehen. Nun sehe ich, dass die eine neue Chefin brauchen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo viko !


    guten Tag


    Die Schwärme sind einlogiert und mit Flüssigfutter aufgefüttert ca 6liter pro Schwarm. Nach 10 Tage die Kontrolle und Milchsäure Behandlung


    Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion heraufbeschwören:
    aber die Frage sei erlaubt: Mit was hast Du gefüttert ?


    Bei der reinen Saccharose Fütterung habe wir das Gefühl gehabt,
    das die Waben brüchiger sind, als wenn der Schwarm sich selbst versorgt.


    Aber wir behandeln ja auch keinen Ableger / Schwarm mit Säure.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Knecht,


    ich füttere alle Jungvölker kontinuierlich micht Zuckerwasser bzw. Sirup, trotzdem bricht nichts. Kann sein das es einen Unterschied gibt, bei richtiger handhabung ist das aber egal.

  • Moin, moin,


    ergänzend mal die Frage: Naturbau und Wanderfähigkeit?


    Ich habe ein Volk auf ungedrahteten 1,5 DN. Wabenabstand 32 mm. Die haben wunderschön gebaut, ein Brutnest über 9 bis 10 Waben, sind agil und fleißig. Am Rand anzubauen oder unten hielten sie aber nicht oder kaum für nötig. Was meint Ihr? Kann ich die gefahrlos wandern, oder besteht die ernste Gefahr, dass die abbrechen? Ein wenig fürchte ich mich da...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Clas,


    ich glaube die Gefahr von Wabenbruch beim Wandern ist auf jeden Fall da. Es haengt aber natuerlich von vielen Faktoren ab: Fahrweise, bzw.Strassen- und Wegezustand, wie schwer sind die Waben, Temperatur duerfte bei Euch da oben ja selten ein Problem werden. Ich denke auch das Alter der Waben spielt eine Rolle. Ich glaube, alte Waben halten mehr aus. Ich habe ja nicht so viele Voelker, daher stelle ich die Voelker beim Wandern auf Kissen. Bei Lueftung im Boden muss man da natuerlich auch so aufstellen, dass ein Lueftungsspalt zwischen 2 Kissen frei bleibt.


    Ungedrahtet 1,5 DN hoert sich toll an. Wuerde ich gerne mal sehen. Man muesste vielleicht irgendwann mal Zeiten erlauben, wo die Kisten wirklich knueppelvoll sind, damit solche Waben auch unten oder seitlich angebaut werden.


    Wie hast Du die auf 32mm gekriegt? Und wie erweitert?


    Gruss
    Joe