Honig im Brutraum

  • Hallo zusammen
    Ich habe heute mal in den 2. Brutraum geschaut und festgestellt das nur 3 Rähmchen mit brut ist und der rest ist voll mit Honig. Und den Honigraumfangen die jetzt erst an auszubauen. Ist das normal das da so viel Honig drinne ist??
    Meinen Honigraum habe ich schon 4 Wochen drauf aber bei dem wetter ist es ja kein wunder das da nix drinne ist


    LG Mario

  • Hallo Mario,


    ich arbeite ohne Absperrgitter, die Bienen können sich also entscheiden, wo sie Honig und Brut anlegen. Auch da ist in den unteren Zargen (neben der Brut) viel Honig. Wenn in der unteren Brutzarge mehr Brut ist, ist das ganz normal.
    Die Bienen haben wohl nicht genug Brut und meinen, sie müssten den Honig nicht ganz nach oben schleppen.
    Ich würde wie Anni vorschlägt, Honigwaben nach oben und leere Waben in den Brutraum hängen. Das Problem wäre ja nur, dass der Brutraum verhonigt, also nicht genug Platz für Brut bleibt.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ok werde ich so machen
    Nur mein Bedenken ist nur das die damen dann wieder alle nach unten gehen um die neuen Rähmchen auszubauen und dann bleibt der Honigraum wieder auf der Strecke.
    Oder ist das nicht so?


    LG Mario

  • Moin,
    der Schwarmprozeß geht in dem Moment richtig los, sobald eine geschlossene Honigkappe über dem Brutnest ist - ab da wird die Legetätigkeit runtergefahren, und das Brutnest verhonigt.
    Also ist es der Job des Imkers, keine geschlossene Honigkappe über dem Brutnest entstehen zu lassen, wenn er keinen Schwarm will.
    Jetzt klarer?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,


    ich habe ein ähnliches Problem und das bei Dadant, da kann ich keine Waben umhängen, da BW und HW unterschiedliche Maßen haben.
    ich habe bei einigen Völkern einen alt-Königin-Ableger gebildet und habe nach einer Woche wieder vereinigt (war ein Test :) ). Als die Kö weg war, haben die fleißigen Bienchen die BW unten mit Nektar (kaum Pollen) gefüllt, ist aber noch nicht verdeckelt. Wird der Nektar nach der Vereinigung nach oben umgetragen oder muss ich aktiv neuen Legeplatz für die Kö schaffen?


    lG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich habe das gleiche Problem mit DNM 1,5. Ich nehme diese Waben heraus und ersetze sie durch Leerrahmen, um der Brutraumeinengung vorzubeugen. Ich weiß aber nicht so recht, was ich mit diesen Waben anschließend anfangen kann. Versuche, sie umtragen zu lassen, sind bisher fehlgeschlagen. Ausschleudern geht auch nicht wegen der Größe.


    Gruß Ralph

  • Ich kann sie gut als Winterfutter gebrauchen, aber ich weiß auch nicht richtig, wie ich sie bis dahin außerhalb der Beuten aufbewahren soll, denn ich will im Juli eine TBE machen, und da wird empfohlen keine ausgebaute Waben drin zu lassen. Mal sehen, ob ich sie bei Ablegern am Rand parken kann und vor dem Winter dann am Rand bei den TBE-Völker als Reserve FW einhängen kann. Wer weiß, ob die KS ab Juli noch genug Winterfutter einlagern können, dieses Jahr läuft eh alles komisch :)

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Habe im Honigraum nur Mittelwände da ich dieses Jahr erst angefangen habe und noch keine ausgebauten habe.
    Also so wie ich es nun verstanden habe soll ich aus der 2. Zarge den Honig nach oben verfrachten und unten wieder neue Rähmchen einbringen.


    Oder habe ich dies falsch verstanden?????


    LG Mario

  • 1. Das Umhängen kommt viel zu spät.


    2. Auf das Wetter kannst Du als Imker reagieren. Hättest Du im zeitigsten Frühjahr die vorhandenen Brutwaben in eine Zarge gegeben und die zweite Zarge mit den ausgebauten Waben über Absperrgitter gegeben, wäre darin der Honig eingelagert worden. Das Brutnest wäre warm und kompakter. Und honigfrei. (= kein Standardvorgehen. Reaktion auf mieses Wetter und schwächelnde Völker.)


    3. Jetzt würde ich die Zarge mit den Mittelwänden von oben nach unten untersetzen, so daß die Traube die angefangenen Waben unten weiter bauen kann. (Schau mal am Abend in den Boden, ob sie in den Boden durchhängen.) Die drei Brutwaben raus aus dem zweiten bisher oberen Brutaum und in den unteren Brutraum hängen. Mutmaßlich sind in der unteren Brutzarge die Backenwaben auch voll Honig. Die kommen nach oben.
    Absperrgitter zwischen oberster Brutzarge mit Honig und unterer Brutzarge. Fertig. So können die Honigwaben weiter vollgetragen und verdeckelt werden(!), was die direkt darunter schlüpfenden Bienen aus den verdeckelten Waben übernehmen. (Brutnest und Honignest nicht durch Mittelwände trennen.)


    Die Baubienen, die mutmaßlich zurzeit unten lustlos herumlümmeln, können sich an die angefangenen Mittelwände machen. Diese Waben werden recht schnell bebrütet, vor allem, wenn eine Drohnenwabe dabei ist. (Königinnenmagnet.)


    Ist das Volk nicht schon längst geschwärmt, wenn da so viel Honig im Brutnest ist?

  • Ne ist nicht geschwärmt. Noch alle da ;)
    Kommt aber auch daher das mein Pate mir mir 3 Rähmchen für Ableger da raus genommen hat. Werde ich auch nicht mehr machen bzw zulassen. Selbst als Anfänger sehe ich jetzt die Nachteile. Und zwar haben die dann statt für neue Brut dies als Honigrähmchen genommen. Dazu ist auch noch zu sagen das dies ein Junges Volk ist. 2012


    LG Mario

  • Habe im Honigraum nur Mittelwände da ich dieses Jahr erst angefangen habe und noch keine ausgebauten habe.
    Also so wie ich es nun verstanden habe soll ich aus der 2. Zarge den Honig nach oben verfrachten und unten wieder neue Rähmchen einbringen.


    Oder habe ich dies falsch verstanden?????


    LG Mario


    Tja, 10 Imker, 20 Meinungen.


    Ich würde es genau so machen.
    Bernhards sehr gute Beschreibung läuft letzendlich bis auf die unterste Zarge mit Mittelwänden auf das Selbe raus.
    Meine Erfahrungen aber sind, dass die Bienen gerne "oben" bauen"
    Die Honigwaben übrigens an den Rand hängen, nicht in die Mitte.
    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ne, ist nicht das Gleiche. Bei deiner Konstellation trennst Du Brut- und Honignest mit einer Zarge voll Mittelwänden. Dann hungert das Brutnest und das Honignest wird mangels Bienenbelagerung feucht. Besser ist es, den Honig an der Wärme des Brutnestes reifen zu lassen.


    Meine Erfahrungen aber sind, dass die Bienen gerne "oben" bauen"


    Ja, diese Erfahrung macht Paperboy auch gerade in seinem Honigraum. :wink: Er kommt gar nicht mehr nach mit dem Einhängen von neuen Mittelwänden.


    Scherz beiseite: es gibt eben dieses Jahr keine Regeln, die sonst immer gültig sind. Dieses Jahr ist Freistil angesagt und jedes Volk muß unterschiedlich angegangen werden. Oder man läßt es ganz sein und konzentriert sich auf die Vermehrung des Völkerbestandes.



    Die Honigwaben übrigens an den Rand hängen, nicht in die Mitte.


    :confused: Was steckt denn hinter diesem Ratschlag? :confused: Zu trockener Honig?