Schwarmabstand zur Beute

  • Hallo zusammen,
    kennt sich jemand von Euch gut mit schwärmen aus?
    Mich interessiert der Mindestabstand ab dem eine Schwarmtraube zusammenbleibt wenn die Königin dort ist.
    Tests direkt am Flugloch klappen logischerweise nicht, da der Schwarm wieder einzieht.
    Bei versuchen mit 80 cm Abstand das gleiche.
    (Am Ende eines Flugtunnels natürlich jeweils ein Magnet zum Abfangen.)


    Es gibt ja einige von Euch die Wert auf eine natürliche Schwarmzusammensetztung legen.
    dafür wäre so ein Aufbau ideal.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )


  • Mich interessiert der Mindestabstand ab dem eine Schwarmtraube zusammenbleibt wenn die Königin dort ist.


    ..meine Erfahrungen mit Schwärmen an den eigenen Ständen sind: mind. Abstand von 3-5 Metern.
    In dieser Entfernung von den Beuten habe ich schon etliche Schwärme eingefangen > als Traube.
    Einen näheren Abstand habe ich noch nicht beobachten können - und es war immer etwas - z.b. Äste mit Blattwerk - zwischen Beute und Traube.


    Jonas

  • Hallo,


    in zwei Fällen 2,5m vom Ursprungsvolk entfernt bei mir, dann aber seitlich hinter den Beuten an den Gehölzen, vor denen die Beuten stehen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Danke für die Info.
    Dann müsste ein 3m Flugrohr reichen.
    Noch ein paar Äste mit Blätter dazu oder fast noch besser an einem Baumstück enden lassen.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo Franky,
    leider weiß ich nicht, wie lang die Schwarmfangbeutel sind, die Korbimker benutzen.
    Jedenfalls findet sich an deren Ende der Schwarm zur Traube.
    Da es diese Schwarmfangbeutel noch zu kaufen gibt, kannst Du ja mal bei den Fachhändlern nachschauen.
    Holtermann hat die mit Sicherheit.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Nein, Holtermann hat die nicht mehr - die waren etwa 1,50m lang, und die Stangen, an denen sie hingen, waren etwa 2-2,50m lang.
    Der oberste Teil mußte zwingend ganz oben sein, damit sich dort der Schwarm sammeln kann.
    Siehe die IWF-Videos:
    http://www.youtube.com/watch?v=g7M1X0bWYyo



    @ Sabi(e)ne


    Siehe: http://www.holtermann-shop.de/advanced_search_result.php?keywords=7426&x=0&y=0


    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Danke Lothar,
    wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wird der Schwarmfangbeutel am Flugloch befestigt wenn ein Schwarm abgeht um diesen dann komplett im Beutel zu haben.
    Nachteil: Man muss wissen wenn der Schwarm fällt und auch noch Vorort sein.


    Bei mir soll das Volk frei fliegen können.
    Nur wenn der Schwarm fällt, soll dieser da die Kö fixiert ist Vorort bleiben.
    Somit könnte der Schwarmimker einfach am Abend seinen Schwarm einfach komplett abpflücken.
    Bei meinem System zieht der Schwarm langsam wieder ein.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • Hallo Franky,
    da die Schwärme mit dieser Fangmethode offenbar gut zu recht kamen,
    ich Deine Frage dahingehend verstand, wie weit mindestens Schwärme fliegen müssten, um eine Schwarmtraube zu bilden, habe ich Dich daeauf verwiesen.
    Diese Fangmethode hat sich ja bewährt, sonst hätte sie in der Korbimkerei sich ja nicht durchgesetzt.
    Wenn Imker zur Schwarmzeit nicht bei seinen Völkern sein kann, dann gibt es eine sichere Methode, Schwärme zu verhindern: Wegnahme der Königin.
    Diese Schwarmfänger mit Eichenrinde sollen ja auch funzzen, hab ich noch nicht probiert.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Moin moin Franky,



    Mein 2. Versuch hat geklappt.:daumen:
    Es ist noch nicht alles perfekt, aber es ist möglich.


    @all


    Ihr kennt das ja....wenn Imkerinnen im Winter nichts zu tun haben, hecken sie wirre Gedanken aus.


    Meinereine fand Frankies Schwarmfangmethode direkt am Flugloch noch nicht perfekt. Die Kö ist zwar gefangen, aber die Schwarmbienen sind wieder in der Beute.
    Ich würde jedoch gerne den Schwarm "vor" der Beute fangen....also kam mir der Gedanke, was wäre, wenn ich den Bienen einen langen Fluglochkanal vor das Flugloch hänge, damit sie das Gefühl haben: "Wir sind weit weg von Zuhause".
    Dieses Frühjahr habe ich also bei meinen Testvölkern einen durchsichtigen 80cm langen Fluglochkanal mit magnetischem Fluglochkeil an meinen Beuten angebracht, Franky von meinen wirren Gedanken erzählt und mit seinen genialen Chips 3 Kö gezeichnet.
     
    Vor 3 Wochen, beim ersten schwarmtriebigen Volk hat es nicht geklappt.
    Während den in Frage kommenden Schwarmtagen (Do-Sonntag) hatte ich leider keine Zeit Testvolk No 1 stündlich zu kontrollieren. Ab Mittag habe ich 2-3 mal meine Nase kurz vor den Fluglochkeil gehalten. Da ich jedoch keinen Massenansammlung von Bienen gesehen habe, dachte ich, dass die Damen es sich anders überlegt haben und wegen des kalten, schauerartigen Wetters nicht schwärmen wollen.
    Erst Sonntagabend habe ich den Fluglochkeil herausgenommen, die Kö hing tot am Magneten. Sie hing leider so, dass sie von außen nicht zu sehen war.
    Ich weiß also nicht genau, wann die Damen schwärmen wollten und wie lange die Kö schon am Magneten hing.:-(


    (Ärgerlich... aber nur Versuch macht kluch....bei Testvolk No2 habe ich deshalb jeden Abend sicherheitshalber den Fluglochkeil herausgenommen und kontrolliert )


    Gestern 15 Uhr, kam ich nach einer brunchigen Sommerparty bei Freunden nach Hause.
    Und was sah ich?
    Massen von Bienen am Fluglochkeil, im Fluglochkanal und auf dem Anfluglandebrett.
    Kö hing gefangen am Magnet, die habe ich gekäfigt und in eine leere Beute gehängt. Anschließend einfach nur noch die Bienen davor geschüttet und einlaufen lassen.
    Abends die Damen in den Keller verfrachtet.
    Feddisch.


    So einfach sollte Schwarmfang immer sein...keine Leiter, keine Feuerwehr, kein Schwarmfangrohr, keine Nylons,kein Bäumefällen.....:wink:


    Es ist also möglich.....
    Nächstes Jahr werde ich testen, wie lange die Schwarmbienen, der am Magnet hängenden Kö, Gesellschaft leisten.
    Beim Testvolk No1 kann es nicht lange gewesen sein.


    Sonnig-Eilige Grüße
    Regina, die wo jetzt in den Schleuderraum entfleucht.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • ... die Kö hing tot am Magneten. ... So einfach sollte Schwarmfang immer sein ... kein Schwarmfangrohr, keine Nylons ...:wink:

    Tote Königin, Keine Nylons, Klasse!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Tote Königin, Keine Nylons, Klasse!



    Jeder Versuch fordert nunmal seine Opfer.:cool:


    Die 2. Testqueen ist ja immerhin noch quicklendig .
    Und die Nylons kann Imkererin nu endlich wieder an Strapsen befestigen, anstatt an Seifert´sche Schwarmfangrohre.:lol:


    Schwül-heiße Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Rohre und Nylons gehören zusammen! Frag' ma Daniel! Sie bedingen einander. Es gibt zwar Rohre auch ohne Nylons, aber da baumelt unten bloß ein Schwarmfangsack.


    Ich bin von Magneten immer abgestoßen. Ich bin da voll auf Entstrahlung. Ich will keine Felder um meine Bienen. Lieber Wald.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder