Erfahrung mit verquerer Mittelwandsymmetrie

  • Hallo Forumgemeinde.


    Vorab mal ein Dankeschön für die Fülle an Infos zur Bienenhaltung über diese Plattform !


    Ich bin 35 Jahre alt und seit letztem Jahr soweit sesshaft, das es mir endlich näheren Kontakt zu dem Puzzleteil Honigbiene in unserem Öko-System ermöglicht. :) 
    Nach herbem Rückschlag meiner anfänglichen Euphorie, durch den Verlust meines einzigen Volkes (Buckfast) schon im Spätherbst'12 (mit jetzigem Wissen hätte ich sofort nach Erhalt dessen, einen Kunstschwarm aus dem Jungvolk gemacht), habe ich dieses Jahr dann Ende März mit einem Carnica'12 2-Zargen Vollvolk, aus einer zuverlässigeren Quelle, gestartet.


    Zu meinem Problem:
    Meinem vor 10 Tagen erstellten 3BW Königinnenableger (Segeberger, DNM) auf meinem Balkon möchte ich zum Winter ein etwas kleineres Zellmaß gönnen. Sprich, anstelle meiner Hoffmann-Rahmen DNM + Mittelwand 5,5/Z, 25er Rahmen /7er Pilze + Mittelwand 5,1/Z.
    Erst nachdem der Ableger schon mit den neu erworbenen Mittelwänden erweitert wurde, hab ich deren Zellmaß genau geprüft..
    Der einzige Unterschied zu den alten Wänden ist, das in der Höhe drei Reihen Waben mehr darauf passen, die Breite also bei 5,5mm pro Zelle gebieben ist. Möglicherweise Fehlpruktion bzw. Abfall beim Walzvorgang der Mittelwandhersteller !?


    Hat jemand Betriebserfahrungen mit diesen Mittelwänden ? Bedeutet die falsche Symmetrie Stress für die Bienen oder dauert es einfach nur länger, bis sie die so hinbekommen, wie sie die Zellmaße brauchen ?


    MfG, Peter

    Vor Gericht, auf hoher See und als Imker bist du in Gottes Hand.

  • Hallo Peter,


    willkommen hier bei den Bienennerds!


    Mach Dich nicht irre! Der Verzug bei gewalzten Mittelwänden ist der absolute Normalfall! Nur gegossene MWs aus speziell gefertigten MW-Pressen haben keinen Verzug.
    Das mit den 5,1er ist sicher eine gute Sache und klappt in der Regel problemlos.


    Gruß Jörg, aus Marzahne




  • Hallo Peter,


    da frage ich mich, aus welchem Grunde Du als Neuling gleich einen Sonderweg gehen willst? Was bewegt Dich dazu, anstatt erstmal das Handwerk Imkerei von der Pike auf zu lernen?


    Zu dem Thema passend ist folgender Thread: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=34631&p=367303#post367303


    Gruß
    KME

  • Danke für die Antworten.


    da frage ich mich, aus welchem Grunde Du als Neuling gleich einen Sonderweg gehen willst?


    Nach allem, was ich bisher über kleinzelligere Maße in Erfahrung bringen konnte, stellt es für mich gar keinen sonderlichen Weg mehr dar.
    Auch meine Intuition dazu ist, das sich die Vitalität der Völker eher in positive Richtung bewegt, abhängig der vorhandenen Genetik.


    Was bewegt Dich dazu, anstatt erstmal das Handwerk Imkerei von der Pike auf zu lernen?


    Naturbauprojekt ist in Planung.


    Beim Bien ist es doch eher so, das sich das Wissen ähnlich dem Führerschein für Kfz verhält. Das Wissen erhält man in Kursen, Literatur, Netzwelt, Paten, etc. (Fahrschule), das eigentliche Fahren lernen beginnt erst, wenn man alleine die Kontrolle hat. Dazu kommt noch, das fast jeder Bienenhalter seine eigenen Ansichten/Philosophie(Standortfaktoren) vertritt. Wo liegt also der Idealweg ? Das Wichtigste ist sicherlich die Zeit (die Zeitpunkte), die man aufbringen kann, um Erfahrungen für seine Bienen zu sammeln.
    Soweit ich das beurteilen kann, sind meine vier Volksteile auf gutem Weg zu gesunden Bienen, als Neuimker möchte ich mich aber nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen.
    Meinen nächstgelegenen Imker (ca. 1km) mit seinen bis 30 HBB's beobachte ich genau, seit ich in seinen Schmelzkessel geschaut habe (dunkler und speckiger gehen die Waben glaub ich nicht). Er ist >90 Jahre und schon bissel senil, geistig, wie körperlich. Mit dem Vogelbestand meint er es leider auch zu gut mit seinen Drohnenbaurahmen..
    Mein 1Waben Brutableger Anfang Mai war dank der Wetterumstände leider etwas zu früh gebildet. Hatte 2 WZ belassen, aus denen eine etwas kleine Königin hervorging. Bei folgender MS-Behandlung hab ich auf jeder Wabenseite etwa handtellergroße Gelege + 1 NZZ entdeckt, was mich darauf schliessen läßt, das die Königin nur ungenügend war. Die anderen Eier wurden zudem ausgeräumt.


    Robinienduftige Grüße, Peter (Schiebelehre im Anschlag) :)

    Vor Gericht, auf hoher See und als Imker bist du in Gottes Hand.